Die Rechtsfolgensystematik im Jugendgerichtsgesetz (JGG).

Eine dogmatische Strukturierung der jugendstrafrechtlichen Reaktionsmöglichkeiten am Maßstab des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes.

By (author) Torsten Lenz

Book cover: Die Rechtsfolgensystematik im Jugendgerichtsgesetz (JGG).

Extent: 260 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Law

Series: Strafrechtliche Abhandlungen. Neue Folge

Series volume number: 186

Language: German

Paperback (Published)

(March 2007)

ISBN: 9783428123490

6.18 x 9.17 inches

Price: $114.00

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Torsten Lenz widmet sich einem zwar seit langem bekannten, jedoch bislang – von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen – nur punktuell behandelten Grundproblem des deutschen Jugendstrafrechts. Er geht der Frage nach, ob das Kernstück des Jugendgerichtsgesetzes – sein Sanktionsinstrumentarium – dogmatisch überzeugend und systematisch widerspruchsfrei geordnet werden kann, oder ob es einer Reform der entsprechenden gesetzlichen Regelungen bedarf, wie es sowohl von Teilen der Literatur als auch von am Gesetzgebungsprozess beteiligten Verfassungsorganen bis hin in die jüngste Vergangenheit immer wieder gefordert wird.

Der Autor sieht im Verhältnismäßigkeitsgrundsatz das entscheidende Prinzip, bei dessen Berücksichtigung sich die formellen und informellen Reaktionsmöglichkeiten, die das Jugendgerichtsgesetz bereithält, nahezu von selbst in ein einheitliches Gesamtsystem fügen. Dessen Teilgebot der Geeignetheit begründet die grundlegende Weichenstellung in Richtung erzieherisch oder aber ahndend ausgerichteter Maßnahme. Sein Teilgebot der Erforderlichkeit sorgt für eine am Maßstab der Belastungsintensität ausgerichtete Reihung der Maßnahmen auf der jeweiligen Schiene, während das Teilgebot der Verhältnismäßigkeit im engeren Sinne schließlich die Tatschuld als Sanktionsobergrenze festlegt und zugleich Tatschuldunterschreitende Reaktionen im Jugendstrafrecht legitimiert.

Unter Heranziehung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes entwickelt Lenz eine Rangordnung, in der – nahezu – jede der gegenwärtig vorhandenen Reaktionsmöglichkeiten des Jugendgerichtsgesetzes ihren Platz findet. Diese Hierarchie bietet Staatsanwaltschaft und Gericht eine gedanklich-rationale Anleitung bei der Maßnahmenwahl und steht zugleich dem Ruf nach der Notwendigkeit eines gesetzgeberischen Tätigwerdens entgegen.

  • By (author) Torsten Lenz

»Eine lesenswerte Dissertation insbesondere für die in der Strafrechtspflege zu entsprechenden Entscheidungen berufenen Personen!« Antje Gasser, in: Goltdammer's Archiv für Strafrecht, 5/2010