Die Bewirtschaftung der genetischen Ressourcen des Meeresbodens jenseits der Grenzen nationaler Hoheitsgewalt.

By (author) Matthias J. Annweiler

Book cover: Die Bewirtschaftung der genetischen Ressourcen des Meeresbodens jenseits der Grenzen nationaler Hoheitsgewalt.

Extent: 346 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Law

Series: Studien zum Seevölkerrecht und zur maritimen Sicherheit / Studies on the Law of the Sea and Maritime Security

Series volume number: 1

Language: German

Paperback (Published)

(April 2017)

ISBN: 9783428151547

6.18 x 9.17 inches

Price: $160.00

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Auf dem Meeresboden befinden sich lebende Mikroorganismen, die sich an die dortigen extremen Umweltbedingungen angepasst und besondere genetische Eigenschaften entwickelt haben. In der Staatengemeinschaft besteht Uneinigkeit darüber, wer zu Abbau und Nutzung dieser genetischen Ressourcen befugt ist. Diese fundamentale Frage wird von den bestehenden völkerrechtlichen Verträgen nicht beantwortet. Allerdings ist das Prinzip vom gemeinsamen Erbe der Menschheit für diese genetischen Ressourcen mittlerweile wohl auch zu Völkergewohnheitsrecht geworden.


»The Exploitation of Marine Genetic Resources in Areas Beyond National Jurisdiction«

There are living microorganisms on the deep seabed which have adapted to the local extreme environmental conditions and, therefore, have developed unique genetic characteristics. It is contentious among States who is authorised to exploit and utilise such genetic resources. This fundamental question remains unanswered by existing treaties of international law. However, the principle of the common heritage of mankind has meanwhile evolved into customary international law.

1. Einleitung

Problem – Stand der bisherigen Forschung – Vorgehensweise

2. Die biologische Vielfalt des Meeresbodens

Definition der genetischen Ressourcen des Meeresbodens – Fundorte genetischer Ressourcen jenseits der Grenzen nationaler Hoheitsgewalt – Die wissenschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung genetischer Ressourcen des Meeresbodens

3. Die Anwendbarkeit bestehender völkerrechtlicher Verträge auf die Bewirtschaftung genetischer Ressourcen des Meeresbodens

Die Genfer Seerechtsübereinkommen von 1958 – Das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen von 1982 – Das Übereinkommen über die biologische Vielfalt von 1992

4. Die völkergewohnheitsrechtliche Anwendbarkeit des »Common Heritage of Mankind«-Prinzips auf die Bewirtschaftung genetischer Ressourcen des Meeresbodens

Grundlagen – Der Nachweis von Gewohnheitsrecht im Völkerrecht – Rechtsüberzeugungen in der Staatengemeinschaft – Die Bestätigung der Rechtsüberzeugung durch Staatenpraxis – Die beharrliche Einwendung einzelner Staaten und ihre Folgen

5. Ausblick

Erforderlichkeit, Inhalt und Erfolgsaussichten eines vertraglichen Bewirtschaftungsregimes für die genetischen Ressourcen des Meeresbodens: Erforderlichkeit eines Bewirtschaftungsregimes – Überblick über den aktuellen Entwicklungsstand – Regelungsinhalt de lege ferenda – Völkerrechtliche Optionen – Gegenwärtige Erfolgsaussichten einer Kodifizierung – Zusammenfassung

Thesen

Anhang 1 und 2

Literatur- und Dokumentenverzeichnis

Entscheidungs- und Sachwortverzeichnis

Matthias J. Annweiler begann im Jahr 2005 das Studium der Rechtswissenschaften an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn mit dem Schwerpunkt »Internationales und Europäisches Recht der Wirtschaftsbeziehungen«. Das Erste Juristische Staatsexamen legte er 2011 vor dem Oberlandesgericht Köln ab. Nach dem Rechtsreferendariat in Hamburg, Genf und San Francisco legte er 2016 das Zweite Juristische Staatexamen vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg ab. Im selben Jahr erfolgte die Promotion zum Doktor der Rechte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn. Seit 2016 ist er in Hamburg als Rechtsanwalt in einer internationalen Wirtschaftskanzlei tätig.

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