Demokratie zwischen Parlamentarisierung und Entparlamentarisierung

Eine Veroffentlichung aus dem Arbeitskreis fur Rechtswissenschaft und Zeitgeschichte an der Akademie der Wissenschaften und der Literatur u Mainz

edited by Pascale Cancik

Book cover: Demokratie zwischen Parlamentarisierung und Entparlamentarisierung

Extent: 396 pages

Publisher: Mohr Siebeck

Subjects: Law

Language: German

Hardback (Published)

(October 2023)

ISBN: 9783161627088

Price: $49.00

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Representative democracy is controversial. Among the crisis markers is de-parliamentarisation, a term conveying pro-parliamentary criticism as well as antiparliamentary resentment. The complex histories of (de-)parliamentarisation throughout the twentieth century reflect the struggle for parliamentary democracy that is time-bound, but not past.


Das Gelingen demokratischer Reprasentation wird immer wieder in Frage gestellt. Krisenrhetorik von innen und aussen tragt zur Verunsicherung bei, ob parlamentarische Demokratien die sich aufturmenden Grossfragen losen konnen. Zu den Krisenmarkierungen gehort die Diagnose der “Entparlamentarisierung”. Die Bezeichnung ist vage und vielfaltig einsetzbar, kann parlamentsfreundliche Kritik ebenso transportieren wie parlamentsfeindliche Ressentiments. Historische Distanzierung ist notwendig, will man das analytische Potential bewahren. Entparlamentarisierungsdiagnosen sind denn auch alter als die postmodernen Postparlamentarismus-Narrative der 1990er Jahre vermuten lassen. Der Band bietet Einblicke in die komplexen Praxis- und Deutungsgeschichten des Parlamentarismus im 20. Jahrhundert. Sie spiegeln den Kampf um die parlamentarische Demokratie im 20. Jahrhundert, zeitgebunden, aber nicht vergangen.

ist Professorin für Öffentliches Recht, Geschichte des öffentlichen Rechts und Verwaltungswissenschaften an der Universität Osnabrück.

  • Edited by Pascale Cancik