Das Reichskammergericht und seine Richter

Verfassung und Sozialstruktur eines höchsten Gerichts im Alten Reich. Teil 1: Darstellung

By (author) Sigrid Jahns

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Extent: 805 pages

Publisher: Böhlau Verlag Köln

Subjects: Law

Series: Quellen und Forschungen zur hochsten Gerichtsbarkeit im Alten Reich

Language: German

Hardback (Published)

(May 2011)

ISBN: 9783412064037

7.09 x 9.69 inches

Price: $107.00

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Gegenstand dieses Werkes ist der Spruchkorper des einen der beiden hochsten Gerichte im Alten Reich, des “kaiserlichen und des Heiligen Romischen Reichs” Kammergerichts. Nachdem bereits 2003 Teil II mit den Einzelbiographien der im 18. Jahrhundert am RKG als Richter tatigen Assessoren erschien, wird nun der darstellende Teil I vorgelegt. Nach einer einleitenden Verortung des Gerichts im Verfassungsgefuge des Reiches, einer Bestimmung seiner rechtswissenschaftlichen Bedeutung und rechtsprechenden Funktion im Wandel dreier Jahrhunderte sowie einem Uberblick uber Stellung und Aufgaben von Direktorialpersonen und Assessoren geht es in dieser verfassungs- und sozialgeschichtlichen Studie zunachst um die Entwicklung des Vorschlagsverfahrens zur Besetzung der Assessorate. Dieses sogenannte Prasentationssystem war seit seinen Anfangen um 1500 bis zum Ende des Alten Reiches 1806 ein Spiegel der Reichsverfassung mit ihren Kraftefeldern und Problemzonen. Mit seiner reichsweiten Streuung der Vorschlagsrechte pragte das Prasentationssystem auch die Sozialstruktur der Assessorengruppe. Die Grossabschnitte, die sich auf dem Hintergrund der seit 1495/1555 geltenden normativen Bestimmungen dem sozialen und professionellen Profil des Kameralkollegiums widmen, konzentrieren sich vor allem auf geographische Rekrutierung, theoretisch-praktische Ausbildung, soziale Herkunft und soziale Mobilitat. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Wetzlarer Zeit des Gerichts. Die Darstellung zeigt das RKG und vor allem die Personalverfassung seines Richtergremiums im Spannungsfeld zwischen anfanglicher Modernitat und spaterer Reformbedurftigkeit und erkennt darin Verwerfungen in der standischen Gesellschaft sowie Probleme der gesamten Reichsverfassung in der Spatzeit des Alten Reiches.

Sigrid Jahns war bis 2009 Professorin für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

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