Das Familienvermögensrecht des Fürstlichen Hauses Liechtenstein

Eine rechtswissenschaftliche Studie. Mit einer Edition ausgewählter Quellen und erläuternden Anmerkungen von Arthur Stögmann

Revised by Arthur Stögmann By (author) Anatol Dutta

Book cover: Das Familienvermögensrecht des Fürstlichen Hauses Liechtenstein

Extent: 390 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Law

Language: German

Hardback (Published)

(November 2025)

ISBN: 9783428193325

6.18 x 9.17 inches

Price: $102.00

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Die Studie befasst sich mit der Organisation des Familienvermögens in der liechtensteinischen Fürstenfamilie. Anders als bei anderen Familien handelt es sich bei dem Fürstlichen Haus um eine juristische Person, die aufgrund ihrer Hausautonomie privatrechtliche Regeln für die Hausmitglieder setzen kann. Basis für diese besondere privatrechtliche Stellung ist ein Privatfürstenrecht, das im deutschen Rechtskreis Staat, Wirtschaft und Gesellschaft bis zur Abschaffung der Monarchien am Anfang des 20. Jahrhunderts prägte. Es hat in Liechtenstein allen historischen Umbrüchen zum Trotz bis heute überlebt – auch dank einer dualistischen Verfassung, die monarchische Wurzeln bewahrt und mit kraftvollen (direkt)demokratischen Elementen kombiniert.


»The Princely House of Liechtenstein and its Family Property Law«: The study examines the structure of family wealth in the Liechtenstein princely family. Unlike other families, the Princely House is a legal entity with a private law power to regulate based on its house autonomy. This special status under private law is based on a ›Privatfürstenrecht‹, a private law regime for families of the high nobility, which shaped the state, economy, and society in German-speaking legal systems until the end of monarchies at the beginning of the 20th century. It has survived to this day in Liechtenstein despite the many historical upheavals – thanks in part to a dualistic constitution that preserves monarchical roots and combines them with powerful (direct) democratic elements.

I. Die familienvermögensbezogene Praxis im Fürstlichen Haus – ein Abriss

II. Grundlage für ein familienvermögensbezogenes Hausrecht
Das ungeschriebene Privatfürstenrecht seit dem Ende des Alten Reichs: Allgemeines – Die (familienvermögensbezogene) Hausautonomie als vorrangige Quelle eines Hausrechts – Subsidiär: Das gemeine Privatfürstenrecht und das bürgerliche Familienvermögensrecht – Ausübung der (familienvermögensbezogenen) Hausautonomie

III. Die für ein Hausrecht des Fürstlichen Hauses einschlägige Rechtsordnung
Liechtenstein: Partikularisierung des Privatfürstenrechts mit dem Erlöschen des Heiligen Römischen Reichs – Status des Fürstlichen Hauses nach liechtensteinischem Privatfürstenrecht – Irrelevanz des österreichischen Privatfürstenrechts

IV. Fortbestand des Privatfürstenrechts im liechtensteinischen Recht
Keine Aufhebung oder Modifikation durch einfaches Gesetz – Keine Beschränkung durch Konstitutionalisierung der Monarchie – Keine Beschränkung durch Ratifikation der Europäischen Menschenrechtskonvention – Hypothetisch: Auswirkungen eines Verlusts der Stellung als Landesfürst

V. Eckpunkte des geltenden hausrechtlichen Familienvermögensrechts
Vorbemerkung – Das Grundprinzip: Kontinuität des Familienvermögens durch Anerbfolge nach dem Primogeniturprinzip mit beschränkter Vermögensteilhabe der Familienmitglieder – Umsetzung und Ausgestaltung des Grundprinzips – Verbleibende Rolle des allgemeinen Familienvermögensrechts

VI. Das Familienvermögen des Fürstlichen Hauses im Internationalen Privatrecht
Aus liechtensteinischer Sicht – Aus ausländischer Sicht

Anatol Dutta is Professor of Private Law, Private International Law, and Comparative Law at the Ludwig Maximilians University of Munich. He studied in Munich and Oxford. Formerly a Fellow at the Max Planck Institute for Private Law in Hamburg and Professor at the University of Regensburg, he has held visiting positions at Cambridge, Edinburgh, and New York University. He regularly teaches internationally, including in Italy, Poland, Austria, Japan, New Zealand, and Israel. A member of several scholarly boards, he specialises in family and succession law from comparative and interdisciplinary perspectives.

  • Revised by Arthur Stögmann
  • By (author) Anatol Dutta

»Fazit: Eine spannende rechtswissenschaftliche Studie, und zwar auch mit Relevanz für heute und die Zukunft. Dieses sehr schöne Buch wird mE gerade in der Printversion seiner ganzen Wirkung gerecht - sie schmückt jeden Schreibtisch oder jede Bibliothek. Die wunderbaren Farbabbildungen verdienen eigentlich einen ganzseitigen Druck. Vielleicht eine Anregung für die zweite Auflage?« Christian Weiß, in: Zeitschrift für die gesamte erbrechtliche Praxis, 3/2026
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