Die rechtliche Konstruktion des Geldes

Über das historisch-rechtsinstitutionelle Verhältnis zwischen Geld, Fiskus und Notenbank

By (author) Fabian Heide

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Extent: 269 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: German Studies, Law, Social Sciences 

Series: Tubinger Schriften zum Staats- und Verwaltungsrecht

Series volume number: 113

Language: German

Paperback (Published)

(April 2025)

ISBN: 9783428194230

6.18 x 9.17 inches

Price: $114.00

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Fabian Heide analysiert die historisch-rechtsinstitutionellen Entstehungs- und Wirkzusammenhange des Geldes in der deutschen Geschichte und skizziert in einer multidisziplinaren Tour d’Horizon die Entwicklungspfade vom Fruhmittelalter bis heute. Geld erweist sich als ein primar fiskalisches Instrument, das erst im weiteren Verlauf vermarktlicht wurde. Dem Recht kommt dabei die zentrale Rolle als Steuerungs- und Institutionalisierungsmodus zu. Geld ist, so die These, rechtlich konstruiert.


English summary: The Legal Construction of Money. On the Historical-Legal-Institutional Relationship between Money, the Treasury, and the Central Bank: Fabian Heide analyzes the historical legal-institutional conditions of the origin and effects of money in German history and outlines the evolutionary path from the early Middle Ages to the present in a multidisciplinary tour d’horizon. Money proves to be a fiscal instrument of authorities before it was commodified as a medium of exchange in later stages. Along this journey, law plays the central role as a mode of governance and institutionalization. Money, after all, is legally constructed. German description: Geld gilt gemeinhin als marktwirtschaftliche Institution, entstanden in einer Zeit der Tauschwirtschaft, als sich Handler zur Ablosung des bilateralen Gutertauschs auf ein universelles Tauschmittel einigten. Staat und Recht spielen hingegen in der Geschichte erst eine Rolle, als der Staat das Geldwesen zu fiskalischen Zwecken an sich riss. Doch entspricht dieses Narrativ wirklich den historischen Tatsachen?Fabian Heide analysiert die historisch-rechtsinstitutionellen Entstehungs- und Wirkzusammenhange des Geldes und skizziert in einer multidisziplinaren Tour d’Horizon die Entwicklungspfade vom Fruhmittelalter bis in die deutsche Gegenwart. Geld erweist sich als ein primar fiskalisches Instrument politischer Autoritaten, ehe es erst im weiteren Verlauf institutionell und ideengeschichtlich vermarktlicht wurde. Dem Recht kommt dabei die zentrale Rolle als Steuerungs- und Institutionalisierungsmodus zu. Geld ist, so die Kernthese, rechtlich konstruiert.

"Einleitung Geld in der deutschen Rechtswissenschaft - Theoretisch-konzeptioneller Analyserahmen - Aufbau und Limitationen der Arbeit A. Die rechtliche Konstituierung von Geld und Markt Munzgeld als Fiskalprojekt - Die rechtliche Privilegierung von Munzen aus reinem Silber und vollen Gewichts - Geld, Markt und konigliche Verleihungen B. Geld, Schuld und die Verrechtlichung politischer Herrschaft Der Kampf um die Geldschopfungshoheit - Teil 1 - Geld wird zu Silber - Die Kommodifizierung des Geldes in der mittelalterlichen Rechtslehre - Geld, Kredit und die Macht des Rechts C. Die Neuerfindung des Geldes: Notenbank, Banknoten und die Verhinderung des Parlamentarismus Alles beim Alten - Notenbank als Fiskalprojekt - Ein neues Geld fur Staatsschulden - Der Kampf um die Geldschopfungshoheit - Teil 2 - Die institutionelle Entkoppelung von Geldschopfung und Fiskus - Der Kampf um die Geldschopfungshoheit - Teil 3 - Die Ara des modernen Geldsystems bricht an - Die Vermarktlichung des modernen Geldes in der Rechtswissenschaft D. Epilog: Private Geldschopfung, Demokratieprinzip und der Euro Notenbank, Kapitalismus und das Gemeinwohl - Der Kampf um die Geldschopfungshoheit --Teil 4 -Geldwertstabilitat, Demokratie und juridische Pfadabhangigkeiten - Geld und Notenbank - ohne Fiskus ", Einleitung
Geld in der deutschen Rechtswissenschaft – Theoretisch-konzeptioneller Analyserahmen
– Aufbau und Limitationen der Arbeit

A. Die rechtliche Konstituierung von Geld und Markt
Münzgeld als Fiskalprojekt – Die rechtliche Privilegierung von Münzen »aus reinem
Silber und vollen Gewichts« – Geld, Markt und königliche Verleihungen

B. Geld, Schuld und die Verrechtlichung politischer Herrschaft
Der Kampf um die Geldschöpfungshoheit - Teil 1 – Geld wird zu Silber – Die
Kommodifizierung des Geldes in der mittelalterlichen Rechtslehre – Geld, Kredit und
die Macht des Rechts

C. Die Neuerfindung des Geldes: Notenbank, Banknoten und die Verhinderung des
Parlamentarismus
Alles beim Alten – Notenbank als Fiskalprojekt – Ein neues Geld für Staatsschulden –
Der Kampf um die Geldschöpfungshoheit - Teil 2 – Die institutionelle Entkoppelung von
Geldschöpfung und Fiskus – Der Kampf um die Geldschöpfungshoheit - Teil 3 – Die Ära
des modernen Geldsystems bricht an – Die Vermarktlichung des modernen Geldes in der
Rechtswissenschaft

D. Epilog: Private Geldschöpfung, Demokratieprinzip und der Euro
Notenbank, Kapitalismus und das Gemeinwohl – Der Kampf um die Geldschöpfungshoheit
–-Teil 4 –Geldwertstabilität, Demokratie und juridische Pfadabhängigkeiten – Geld und
Notenbank – ohne Fiskus

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