Der Strafgrund der Verbrechensverabredung gem. § 30 Abs. 2, Alt. 3 StGB.
By (author) Karina Becker
Paperback (Published)
(February 2012)
ISBN: 9783428137046
6.18 x 9.17 inches
Price: $114.00
Out of stock
Die Verbrechensverabredung gem. § 30 Abs. 2, Alt. 3 StGB ist eine bedeutende Vorschrift, deren Legitimität und Interpretation bis heute umstritten sind. Die Autorin unterzieht die Strafbarkeit – unter Einbeziehung der übrigen Begehungsvarianten des § 30 StGB – einer kritischen Überprüfung, indem sie sowohl aktuelle Auslegungsfragen als auch die Strafwürdigkeit dieses Verhaltens umfassend untersucht. Dabei gelangt sie zu dem Ergebnis, dass eine Legitimierung der Verabredungsstrafbarkeit wegen zu geringen Unrechtsgehaltes nicht möglich ist.
Die Verbrechensverabredung gem. § 30 Abs. 2, Alt. 3 StGB ist eine – auch für die Rechtspraxis bedeutende – Vorschrift, deren Legitimität und Interpretation bis heute umstritten sind. Karina Becker unterzieht diese Strafbarkeit einer kritischen Überprüfung, indem sie sowohl aktuelle Auslegungsfragen als auch die grundlegende Frage der Strafwürdigkeit des unter Strafe gestellten Verhaltens untersucht. Für eine umfassende Behandlung dieser Problematik werden neben der Entstehungsgeschichte auch die übrigen Begehungsvarianten des § 30 StGB in die Überlegungen einbezogen.
Bei der Auslegung des § 30 StGB geht die Autorin von dem herrschenden Verständnis der Norm und den üblicherweise angeführten Strafgründen aus, wobei sie die bestehenden Problemfelder einer gründlichen Analyse unterzieht und neue Differenzierungsvorschläge erarbeitet. Sie gelangt zu dem Ergebnis, dass sich die herrschende Auslegung in weiten Teilen nicht mit den von ihr angeführten Strafgründen vereinbaren lässt.
Im Rahmen der Überprüfung der Legitimität der Verabredungsstrafbarkeit wird der Unrechtsgehalt einer solchen Verabredung ermittelt, um anschließend die üblicherweise als Strafgrund angeführte erhöhte Gefährlichkeit dieser Vorbereitungshandlung zu untersuchen. Die umfassende Überprüfung der angeführten Strafgründe führt zu der entscheidenden These der Arbeit: Eine Legitimierung der Verabredungsstrafbarkeit – wie auch der Strafbarkeit der übrigen Varianten des § 30 StGB – ist wegen des zu geringen Unrechtsgehaltes nicht möglich.
1. Teil: Einleitung
Zielsetzung der Arbeit – Gang der Untersuchung
2. Teil: Historische Entwicklung der Vorbereitungsstrafbarkeit
Die Einfügung des § 49a RStGB in das Reichsstrafgesetzbuch – Die Reformentwürfe seit 1909 – Die Strafrechtsangleichungsverordnung von 1943 – Die Fortgeltung der nationalsozialistischen Gesetzesfassung des § 49a RStGB nach 1945 – Das 3. Strafrechtsänderungsgesetz – Die Einfügung des heutigen § 30 StGB im Jahre 1975
3. Teil: Der geltende § 30 StGB und seine Auslegung
Systematische Einordnung des § 30 StBG – Die Verabredung – Die weiteren Varianten des § 30 StGB – Das Verhältnis der Varianten untereinander
4. Teil: Der Strafgrund der Verbrechensverabredung
Die Legitimierung von Strafe – Anwendung dieser Erkenntnisse auf die Verabredung – Die Begründungsansätze für eine Rechtfertigung der Verabredungsstrafbarkeit
5. Teil: Die Strafgründe der anderen Varianten des § 30 StGB
Allgemeine Erkenntnisse zu den echten Vorbereitungshandlungen – Überprüfung der angeführten Strafgründe
6. Teil: Ergebnis und kritischer Ausblick
Literaturverzeichnis
Stichwortverzeichnis
- By (author) Karina Becker
Other Titles in this Series
Gesamte Strafrechtswissenschaft in internationaler Dimension.
Festschrift für Jürgen Wolter zum 70. Geburtstag am 7. September 2013. 2 Teilbände.
Volume 250
Anerkennung und ordre public
am Beispiel der Vollstreckungshilfe bei freiheitsentziehenden Sanktionen im Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts.
Volume 302
Echte und scheinbare Konkurrenz.
Zu materiellrechtlichen und prozessualen Fragen des "Zusammentreffens strafbarer Handlungen" (§ 28 StGB).
Volume 34
Hemmschwellen im Strafrecht.
Eine übergreifende Untersuchung der Hemmschwellen bei Sexualdelikten und Totschlag.
Volume 227
Die strafbewehrte Missbilligung der Tötung auf Verlangen im Sinne des § 216 StGB
Zur Zukunft einer Strafvorschrift nach dem Urteil des BVerfG zur Verfassungswidrigkeit des § 217 StGB
Volume 429
Die Bestimmung des erlangten Etwas bei der Einziehung von Taterträgen nach §§ 73 ff. StGB – insbesondere von Erlösen aus Kapitalmarktdelikten –.
Volume 342
Die strafbare Veröffentlichung amtlicher Dokumente (§ 353d Nummer 3 StGB)
Annäherungen an eine umstrittene "Dunkelnorm"
Volume 473
Zur strafrechtlichen Problematik der Demonstrationsdelikte
unter Berücksichtigung von verfassungstheoretischen und massenpsychologischen Aspekten.
Volume 46
Die Metamorphose der Strafrestaussetzung.
Eine kritische Betrachtung der Auswirkungen des SexualDelBekG vom 26.1.1998 auf § 57 Abs. 1 StGB unter besonderer Berücksichtigung des "Sicherheitsinteresses der Allgemeinheit".
Volume 196
Die Angemessenheit der Entschädigung bei Anwendungsbeobachtungen.
Zur Strafbarkeit von Ärzten gemäß den §§ 299a, 299b StGB bei der Teilnahme an vergüteten Anwendungsbeobachtungen.
Volume 370
Similar Books
Legal Pluralism and the Tajik Experience of Xinjiang
Between Custom and the Chinese State: An Ethnographic Perspective
Liturgia semper reformanda
Adaptations and accommodations in the liturgy in light of canon 838 of the Code of Canon Law
Volume 6
Credit Default Swap-Aktivismus
Eine ökonomische Analyse und rechtliche Bewertung der Einflussnahme von Credit Default Swap-Investoren auf Unternehmen
Die Konjunkturkomponente des Grundgesetzes
Die konjunkturbedingte Kreditaufnahme im System der Kreditermächtigungen, europarechtlichen und gesamtwirtschaftlichen Verpflichtungen der Finanzverfassung
Indirekte Enteignung
Verfassungsunmittelbar gebotene Entschädigungspflicht im Spiegel des Mehrebenensystems
Kollektivismus und Individualismus im Aktienrecht
Zum Einfluss aktienrechtlicher Paradigmen auf die Rechtsentwicklung in Deutschland und den USA
Künstlervertragsmodelle in der Musikwirtschaft
Rechtliche Grenzen der künstlerbezogenen Nebenrechteverwertung im Erlös-, Vermittlungs-, Options- und Leistungsmodell
Mehrdimensionale Diskriminierungen
Rechtliche Erfassung von Intersektionalität und Benachteiligungsstrukturen am Beispiel von Art. 3 Abs. 3 GG
Rechtssubjektivität für Künstliche Intelligenz
Eine Untersuchung von Zuerkennungsgründen für die "ePerson"
Stablecoins und Aufsichtsrecht
Die Regulierung von E-Geld-Token der MiCAR zwischen Buchgeld, E-Geld und Geldmarktfonds
Strukturierter Parteivortrag im digital geführten Zivilprozess
Richterliche Verfahrensleitung und Sanktionierung parteiseitigen Fehlverhaltens
Zeugnisverweigerungsrechte in modernen Familienformen
Zur Notwendigkeit einer Erweiterung der Zeugnisverweigerungsrechte für Angehörige gemäß § 52 Abs. 1 StPO im Licht des Art. 6 Abs. 1 GG
Ideological Foundations of Early Irish Law and Their Reception in Anglo-Saxon England, c. 600-c. 900
Volume 37
Das personenstandsrechtliche Geschlecht
Zu Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Geschlechtseintrags in den Personenstandsregistern
Volume 128
Die Airbus-Werkserweiterung im Widerstreit der Interessen
Rechtsfragen der Planung von Großprojekten am Beispiel des Luftfahrtindustriestandorts Hamburg-Finkenwerder
Die Gewahr der Verfassungstreue
Eine verfassungsrechtliche Neubewertung der Uberprufung der Verfassungstreue mittels einer Regelanfrage bei den Verfassungsschutzbehorden im Einstellungsverfahren fur den offentlichen Dienst
Volume 17
