Zeitenwandel

Transformationen geschichtlicher Zeitlichkeit nach dem Boom

Contributions by Fernando Esposito Contributions by Chris Lorenz Contributions by Tobias Becker Contributions by Lukas J. Hezel Contributions by Silke Mende Contributions by Elke Seefried Contributions by Achim Landwehr Contributions by Hans Ulrich Gumbrecht Edited by Fernando Esposito

Book cover: Zeitenwandel

Extent: 280 pages

Publisher: Vandenhoeck & Ruprecht

Subjects: German Studies

Series: Nach dem Boom

Language: German

Hardback (Published)

(April 2017)

ISBN: 9783525301005

6.3 x 9.33 inches

Price: $87.00

In stock

Deutungen von Gegenwart und Vergangenheit in Geschichtswissenschaft und Gesellschaft nach den 1970er Jahren.


Die Frage nach dem Wandel geschichtlicher Zeitlichkeit in den 1970er und 1980er Jahren bestimmt das erkenntnisleitende Interesse des Bandes. Ihm liegt die These zugrunde, dass die Transformation der vorherrschenden Verstandnisse von Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit sowie von Fortschritt und Geschichte Indikator aber auch Faktor der tiefgreifenden soziookonomischen und politischen Wandlungsprozesse nach dem Boom ist. An die Stelle von Fortschritt, Aufbruch und Machbarkeitsglaube traten in weiten Teilen der westlichen Gesellschaften apokalyptische Visionen atomarer und okologischer Katastrophen sowie eine Diskreditierung von Utopien und teleologischem Denken. Die offene Zukunft, die sich zu Beginn der Neuzeit aufgetan hatte, schien sich zu schliessen und wurde zu einer Projektionsflache fur Bedrohungen, die es, so uberhaupt noch moglich, zu verhindern galt. Dementsprechend verschoben sich auch die Deutungen von Gegenwart und Vergangenheit. Nebst einer traumatischen Vergangenheit, die nicht vergehen wollte, erinnerte man sich diverser nutzlich-nostalgischer Vergangenheiten. Angesichts der rasanten Auflosung zahlreicher Selbstverstandlichkeiten der Industriemoderne stifteten sie die Orientierung, welche die Gegenwart nicht liefern konnte. Ein beredtes Beispiel hierfur ist die Flut an Postismen, mit deren Hilfe sich die Zeitgenossen zu verorten versuchten. Gerade die Konjunktur der Selbstbeschreibungen Postmoderne und Posthistoire zeugt nicht nur davon, dass die Zeitgenossen einen Bruch mit langerfristigen Strukturen diagnostizierten, sondern dass es im Kern um die Fragen von Zeit und Geschichte ging.

  • Contributions by Fernando Esposito
  • Contributions by Chris Lorenz
  • Contributions by Tobias Becker
  • Contributions by Lukas J. Hezel
  • Contributions by Silke Mende
  • Contributions by Elke Seefried
  • Contributions by Achim Landwehr
  • Contributions by Hans Ulrich Gumbrecht
  • Edited by Fernando Esposito