Wissen und Ad-Hoc-Publizität.

By (author) Grigory Bekritsky

Book cover: Wissen und Ad-Hoc-Publizität.

Extent: 412 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Law

Series: Abhandlungen zum Deutschen und Europäischen Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht

Series volume number: 195

Language: German

Hardback (Published)

(January 2022)

ISBN: 9783428184491

6.18 x 9.17 inches

Price: $177.00

Out of stock

Die Wissenszurechnung ist wieder da. Im Rahmen der Ad-Hoc-Publizität gehört sie zu den umstrittensten Themen der europäischen Kapitalmarktinformationshaftung. Die hierfür maßgebliche Vorschrift des Art. 17 MAR schweigt nämlich zu der Frage, bei welchen Personen innerhalb des Emittenten sich eine Insiderinformation befinden muss, damit die Ad-Hoc-Publizitätspflicht entsteht. Die rechtlichen Grundlagen sind bislang unzureichend durchdacht und wenig geklärt.


Das Wissenserfordernis im Rahmen der Ad-Hoc-Publizitat gehort zu den umstrittensten Themen der europaischen Kapitalmarktinformationshaftung. Es geht um die kognitiven Anforderungen an kapitalmarktorientierte Gesellschaften (Emittenten) bei Erfullung der Ad-Hoc-Publizitatspflicht nach Art. 17 der Marktmissbrauchsverordnung, VO 596/2014 (MAR). Gemaa Art. 17 Abs. 1 MAR haben Emittenten Insiderinformationen, die sie unmittelbar betreffen, unverzuglich zu veroffentlichen. Hierbei schweigt die Vorschrift zu der entscheidenden Frage, bei welchen Personen innerhalb des Emittenten sich eine Insiderinformation befinden muss, damit die Ad-Hoc-Publizitatspflicht entsteht. Durch Auslegung des Art. 17 MAR ermittelt der Autor, dass die Ad-Hoc-Publizitatspflicht implizit die Kenntnis des Emittenten voraussetzt. Die deshalb erforderliche Wissenszurechnung gewinnt er aus unionsrechtlichen Grundsatzen und beschrankt sie grundsatzlich auf die Fuhrungsebene.

1. Einführung
Problemaufriss – Meinungsstand und praktische Unterschiede – Vergleich und praktische Implikationen
2. Informationspflichten und Verhaltenssteuerung
Informationelle Regulierung des Kapitalmarkts – Rechtsfolgenbetrachtung
3. Wissen und Wissensorganisation im Rahmen des Art. 17 Abs. 1 MAR
Gegenstand des Wissens – Ad-Hoc-Publizität und nationale Vorschriften – Das Wissenserfordernis als Tatbestandsmerkmal des Art. 17 Abs. 1 MAR – Keine Anwendung von Wissensorganisationspflichten
4. Wissenszurechnung im Rahmen des Art. 17 Abs. 1 MAR
Maßstäbe der Wissenszurechnung – Relevante Personen im Rahmen des Art. 17 Abs. 1 MAR – Schranken der Wissenszurechnung
5. Schluss
Stringenz in der Konzernbetrachtung – Zusammenfassung in Thesen
Literaturverzeichnis
Sachverzeichnis

  • By (author) Grigory Bekritsky