Vertrauen und Treue in Interessenwahrungsverhältnissen

By (author) Robert Lamersdorf

Book cover: Vertrauen und Treue in Interessenwahrungsverhältnissen

Extent: 350 pages

Publisher: Mohr Siebeck

Subjects: American Studies, German Studies, Law

Series: Studien zum Privatrecht

Language: German

Paperback (Unspecified)

(May 2026)

ISBN: 9783162001887

6.1 x 9.13 inches

Price: $135.00

In stock

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(April 2026)

ISBN: 9783162001894

Price: $135.00

With the power held by fiduciaries comes a wide range of possibilities for abuse. Robert Lamersdorf examines how the law can enable trust and loyalty in light of this risk and explores the doctrinal implications arising from the role of social norms and other extralegal regulatory mechanisms.


English summary: Robert Lamersdorf examines fiduciary relationships-relationships in which one party has both the power and the duty to pursue and safeguard the other party’s interests to the best of its discretion. Fiduciary relationships are of great intrinsic and instrumental value. Yet the power held by a fiduciary entails manifold opportunities for abuse. From the perspective of comparative law and with reference to U.S. fiduciary law, the author explores what legal safeguards are required, in view of the risk of abuse, to enable a productive fiduciary cooperation. In doing so, he focuses in particular on the limits of what the law can achieve directly. One core thesis is that coercion, liability, and sanctions create indispensable counter-incentives to the abuse of power, but can secure trust and loyalty only to a limited extent. Effective cooperation in a fiduciary relationship instead depends to a significant degree on an extralegal normative infrastructure that can be described, in summary, as a “culture of trust.” This includes internalized social and moral norms, social roles, habits, dispositions, and basic assumptions. Robert Lamersdorf shows that this constitutes a form of social capital that bears the characteristics of a public good and is therefore threatened by underinvestment and negative externalities. Building on this, he develops a further thesis: fiduciary law has a regulatory function, namely to protect and preserve this social capital and thus the public good of “trust in fiduciaries.” German description: Interessenwahrungsverhaltnisse sind Beziehungen, in denen die eine Seite die Macht und die Pflicht hat, die Interessen der anderen Seite nach bestem Ermessen wahrzunehmen und zu wahren. Sie sind intrinsisch und instrumentell ausserst wertvoll. Doch mit der Macht eines Interessenwahrers gehen vielfaltige Moglichkeiten des Missbrauchs einher. Robert Lamersdorf geht mit rechtsvergleichendem Fokus unter Einbeziehung des US-amerikanischen fiduciary law der Frage nach, welche rechtlichen Vorkehrungen angesichts des Missbrauchsrisikos erforderlich sind, um eine produktive Wahrnehmung fremder Interessen zu ermoglichen. Dabei richtet sich der Blick insbesondere auch auf die Grenzen dessen, was das Recht uberhaupt unmittelbar zu leisten vermag. Eine Kernthese lautet, dass Zwang, Haftung und Sanktionen zwar unverzichtbare Mittel gegen Machtmissbrauch sind, Vertrauen und Loyalitat dadurch jedoch nur in begrenztem Umfang abgesichert werden konnen. Effektive Interessenwahrung ist vielmehr in erheblichem Masse auf eine ausserrechtliche normative Infrastruktur angewiesen, die sich zusammenfassend als “Kultur des Vertrauens” beschreiben lasst. Hierzu zahlen internalisierte soziale und moralische Normen, soziale Rollen, Gewohnheiten, Dispositionen und Grundannahmen. Der Autor arbeitet heraus, dass es sich hierbei um eine Form von Sozialkapital handelt, die Merkmale eines offentlichen Gutes tragt und als solches durch Unterinvestitionen sowie negative Externalitaten gefahrdet ist. Daran anlehnend entwickelt er eine weitere These: Dem Recht der Interessenwahrungsverhaltnisse kommt eine Regulierungsaufgabe zu, namlich dieses Sozialkapital und damit das offentliche Gut “Vertrauen in Interessenwahrer” zu sichern und zu bewahren.

Einleitung I. Problemaufriss II. Methoden III. Vorgehen Kapitel 1: Interessenwahrung und Machtmissbrauch I. Fiduciary Relationships II. Machtmissbrauch als Regulierungsproblem III. Zusammenfassung Kapitel 2: Rechtliche Durchsetzung treuen Verhaltens I. Fiduciary duties im common law II. Interessenwahrungsverhaltnisse im deutschen Recht III. Zielkonflikte bei der Auspragung und Durchsetzung von Treuepflichten IV. Zwischenfazit Kapitel 3: Ausserrechtliche Regulierung treuen Verhaltens I. Marktmechanismen II. Soziale und moralische Normen Kapitel 4: Vertrauen in Interessenwahrer als offentliches Gut I. Vertrauen II. Der Wert von Vertrauen III. Nicht-Rivalitat und Nicht-Ausschliessbarkeit IV. Unterinvestitionen und negative Externalitaten Kapitel 5: Schutz von Sozialkapital als Regulierungsfunktion von Treuepflichten I. Rechtliche Einflusse auf ausserrechtliche Normen II. Auspragung im Recht der Interessenwahrungsverhaltnisse III. Schutz von Sozialkapital als Funktion fiduziarischer Treuepflichten IV. Zusammenfassung ~GER~Einleitung I. Problemaufriss II. Methoden III. Vorgehen Kapitel 1: Interessenwahrung und Machtmissbrauch I. Fiduciary Relationships II. Machtmissbrauch als Regulierungsproblem III. Zusammenfassung Kapitel 2: Rechtliche Durchsetzung treuen Verhaltens I. Fiduciary duties im common law II. Interessenwahrungsverhaltnisse im deutschen Recht III. Zielkonflikte bei der Auspragung und Durchsetzung von Treuepflichten IV. Zwischenfazit Kapitel 3: Ausserrechtliche Regulierung treuen Verhaltens I. Marktmechanismen II. Soziale und moralische Normen Kapitel 4: Vertrauen in Interessenwahrer als offentliches Gut I. Vertrauen II. Der Wert von Vertrauen III. Nicht-Rivalitat und Nicht-Ausschliessbarkeit IV. Unterinvestitionen und negative Externalitaten Kapitel 5: Schutz von Sozialkapital als Regulierungsfunktion von Treuepflichten I. Rechtliche Einflusse auf ausserrechtliche Normen II. Auspragung im Recht der Interessenwahrungsverhaltnisse III. Schutz von Sozialkapital als Funktion fiduziarischer Treuepflichten IV. Zusammenfassung,

Einleitung
I. Problemaufriss
II. Methoden
III. Vorgehen
Kapitel 1: Interessenwahrung und Machtmissbrauch
I. Fiduciary Relationships
II. Machtmissbrauch als Regulierungsproblem
III. Zusammenfassung
Kapitel 2: Rechtliche Durchsetzung treuen Verhaltens
I. Fiduciary duties im common law
II. Interessenwahrungsverhältnisse im deutschen Recht
III. Zielkonflikte bei der Ausprägung und Durchsetzung von Treuepflichten
IV. Zwischenfazit
Kapitel 3: Außerrechtliche Regulierung treuen Verhaltens
I. Marktmechanismen
II. Soziale und moralische Normen
Kapitel 4: Vertrauen in Interessenwahrer als öffentliches Gut
I. Vertrauen
II. Der Wert von Vertrauen
III. Nicht-Rivalität und Nicht-Ausschließbarkeit
IV. Unterinvestitionen und negative Externalitäten
Kapitel 5: Schutz von Sozialkapital als Regulierungsfunktion von Treuepflichten
I. Rechtliche Einflüsse auf außerrechtliche Normen
II. Ausprägung im Recht der Interessenwahrungsverhältnisse
III. Schutz von Sozialkapital als Funktion fiduziarischer Treuepflichten
IV. Zusammenfassung

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