Regulierung algorithmenbasierter Entscheidungen.

Grundrechtliche Argumentation im Kontext von Artikel 22 DSGVO.

By (author) Kathrin Steinbach

Book cover: Regulierung algorithmenbasierter Entscheidungen.

Extent: 288 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: German Studies, Law, Technical Sciences: Computer Science, Engineering, IT, & Math

Series: Internetrecht und Digitale Gesellschaft

Series volume number: 28

Language: German

Paperback (Published)

(August 2021)

ISBN: 9783428183562

6.18 x 9.17 inches

Price: $127.00

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Algorithmenbasierte Entscheidungen sind Teil unseres Alltags: Staatliche Institutionen und private Akteure nutzen Algorithmen in vielen Lebensbereichen, um personenbezogene Entscheidungsprozesse rationaler und effizienter zu gestalten. Die Prämissen eines automatisierten Entscheidungsprozesses fordern grundrechtliche Schutzkonzepte heraus. Anhand der Genese im französischen Recht und der heutigen wissenschaftlichen Rezeption von Artikel 22 Datenschutz-Grundverordnung wird der Frage nachgegangen, wie sich die Regulierung algorithmenbasierter Entscheidungen im öffentlichen und privaten Sektor grundrechtlich begründen lässt.


Algorithmenbasierte Entscheidungen sind Teil unseres Alltags: Staatliche Institutionen und private Akteure nutzen Algorithmen in vielen Lebensbereichen, um personenbezogene Entscheidungsprozesse rationaler und effizienter zu gestalten, beispielsweise in der Sozial- und Steuerverwaltung, bei Kreditvergaben oder im Personalmanagement. Angesichts neuer technologischer Moglichkeiten scheinen das Verhalten und die Lebensumstande von Menschen zunehmend kalkulierbar. Die Pramissen eines automatisierten Entscheidungsprozesses werfen Fragen auf im Hinblick auf menschliche Wurde, Selbstbestimmung, Verantwortung und Gleichheitsrechte. Die zentrale Frage der Untersuchung lautet: Wie wird die Regulierung algorithmenbasierter Entscheidungen im offentlichen und privaten Sektor grundrechtlich verankert? Dabei dient Artikel 22 Datenschutz-Grundverordnung eine atypische Norm im Datenschutzrecht als Ausgangspunkt. Die Genese im franzosischen Recht und die heutige wissenschaftliche Rezeption der Norm stellen einen legislativen Steinbruch fur grundrechtliche Argumente dar. Eine Diskursstrukturierung anhand dieser Norm kann damit einen Beitrag zur breiteren Debatte um die Regulierung kunstlicher Intelligenz leisten.

A. Einführung
Technologische Entwicklung – Regulierung algorithmenbasierter Entscheidungen als ethischer Diskurs – Unzureichende grundrechtsdogmatische Verankerung – Die Genese und Rezeption des Art. 22 Abs. 1 DS-GVO aus grundrechtlicher Perspektive – Untersuchungsansatz
B. Gegenstand der Untersuchung in interdisziplinärer Perspektive
Charakteristika algorithmenbasierter Entscheidungen – Exemplarische Anwendungsbereiche algorithmenbasierter (Vor-)Entscheidungen – Automatisierte personenbezogene Entscheidung nach Art. 22 Abs. 1 DS-GVO
C. Grundrechtliche Verankerung von Art. 22 DSGVO
Grundrechtliche Argumentation in der Genese von Art. 22 DSGVO – Grundrechtliche Rezeption in Deutschland
D. Zusammenfassung und Ausblick
E. Zusammenfassung in Thesen
Anhang I: Redaktionelle Genese des Art. 22 Abs. 1 DSGVO
Anhang II: Verzeichnis der zitierten EU-Archivdokumente (nicht online verfügbar)
Literatur- und Sachverzeichnis

  • By (author) Kathrin Steinbach