Okonomische Analyse der europaischen Zivilrechtsentwicklung
Beitrage zum X. Travemunder Symposium zur okonomischen Analyse des Rechts (29. Marz bis 1. April 2006)
edited by Thomas Eger and Hans-Bernd Schafer
Paperback (Published)
(December 2007)
ISBN: 9783161492860
Price: $194.00
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English summary: Since the mid 1980s, the European Commission and the European Parliament have introduced a series of initiatives in order to reverse existing territorial fragmentation of civil law through a greater convergence or even harmonization of the most important private law norms of the member states. These should ideally culminate in a Europeanization of civil law. This is the basis for the current law and economics debate, to which this conference is dedicated. The debate focuses on the question of whether or not a harmonization of the civil law norms of the member states is really necessary or even suitable in order to achieve free movement of goods, services, persons and capital within the European Union or to give the European consumer adequate protection. German description: Seit Mitte der 1980er Jahre gibt es eine Reihe von Initiativen der Europaischen Kommission und des Europaischen Parlaments, die darauf hinzielen, die bestehende territoriale Zersplitterung des Zivilrechts durch eine starkere Annaherung oder gar Harmonisierung der wesentlichen zivilrechtlichen Normen der Mitgliedstaaten wieder aufzuheben und letztlich eine Europaisierung des Zivilrechts herbeizufuhren. Genau hier setzt die aktuelle Diskussion an, der sich der vorliegende Tagungsband aus der Sicht der okonomischen Analyse des Rechts widmet. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob eine Harmonisierung zivilrechtlicher Normen der Mitgliedstaaten tatsachlich erforderlich und auch geeignet ist, einen freizugigen Verkehr von Waren, Dienstleistungen, Personen und Kapital in der Europaischen Union durchzusetzen oder die europaischen Verbraucher angemessen zu schutzen. Weiterhin wird diskutiert, wie die harmonisierten zivilrechtlichen Normen inhaltlich beschaffen sein mussen, um die proklamierten Binnenmarkt- und verbraucherpolitischen Ziele zu erreichen, und ob die zivilrechtlichen Normen, die bereits zum Bestand des acquis communautaire gehoren, diesen Anforderungen genugen. Verschiedene Beitrage widmen sich der Frage, unter welchen Bedingungen eine dezentrale ‘Produktion’ von Rechtsnormen durch die nationalen Gesetzgeber zu einem Wettbewerb zwischen den verschiedenen Rechtsordnungen fuhrt – sei es in der Form eines yardstick competition, sei es in der Form eines mobilitatsgetriebenen Wettbewerbs – und ob in diesem Fall der Wettbewerb tendenziell zu einer Verbesserung oder einer Verschlechterung des Status quo fuhrt.
Dieter Schmidtchen : Vereinheitlichung des Vertragsrechts in Europa - eine Losung auf der Suche nach dem Problem? Die Sicht der Neuen Institutionenokonomik - Filippo Ranieri : Kommentar: Vereinheitlichung des Vertragsrechts in Europa. Wirtschaftspolitisches Projekt oder rechtskulturelle Herausforderung? Nils Jansen: Traditionsbegrundung im europaischen Privatrecht. Zum Projekt eines Gemeinsamen Referenzrahmens - Roger Van den Bergh : Kommentar: Der Gemeinsame Referenzrahmen: Abschied von der Harmonisierung des Vertragsrechts? - Andreas Schwartze : Europaisierung des Zivilrechts durch soft law. Zu den Wirkungen von Restatements, Principles, Modellgesetzen und anderen nicht verbindlichen Instrumenten - Peter Weise : Kommentar: Soft und hard law - Eva-Maria Kieninger : Aktuelle Entwicklungen des Wettbewerbs der Gesellschaftsrechte - Wolfgang Kerber : Kommentar - Thomas Apolte : Wettbewerb versus Harmonisierung im Verbraucherschutz - Henning Curti : Kommentar: Wettbewerb im Verbraucherschutz? - Bruno Deffains und Dominique Demougin: Das doppelte Holdup-Problem und der Wettbewerb der Rechtssysteme - Christian Seidl : Kommentar - Markus Rehberg : Der staatliche Umgang mit Information. Das europaische Informationsmodell im Lichte von Behavioral Economics - Gerald Spindler und Lars Klohn : Kommentar - Roland Kirstein und Hans-Bernd Schafer : Erzeugt der Europaische Verbraucherschutz Marktversagen? Eine informationsokonomische und empirische Analyse - Peter Mankowski : Kommentar: Erzeugt das Verbrauchsguterkaufrecht Marktversagen? - Stefan Grundmann und Andreas Hoerning : Leistungsstorungsmodelle im Lichte der okonomischen Theorie: nationales, europaisches und internationales Recht - Urs Schweizer : Kommentar: Leistungsstorungsmodelle im Europaischen und Internationalen Vergleich - Georg von Wangenheim und Sylvia Ruckebeil : Die unterschiedlichen Grundlagen von deutschem AGB-Recht und europaischer Klauselvertragsrichtlinie: okonomische und rechtliche Uberlegungen zu Systembruchen in der Umsetzung von Europaischem Recht - Christian Kirchner : Kommentar - Guiseppe Dari-Mattiacci und Hans-Bernd Schafer : Kernfragen reiner Vermogensschaden - Jochen Bigus und Ruth-Caroline Zimmermann : Unabhangigkeit und Regulierung von Abschlussprufern. Neuere Entwicklungen in den USA, Europa und in Deutschland - Florian Faust : Kommentar - Gerhard Wagner : Schadensersatz bei Kartelldelikten - Thomas Eger : Kommentar
Thomas Eger, ist Professor fur Recht und Okonomie an der Fakultat fur Rechtswissenschaft der Universitat Hamburg, Geschaftsfuhrender Direktor des Instituts fur Recht und Okonomie und Programmdirektor des Erasmus Mundus Programms European Master in Law and Economics.Hans-Bernd Schafer, ist Professor fur Volkswirtschaftslehre an der Universitat Hamburg und Affiliate Professor der Bucerius Law School, Hamburg.
- Edited by Thomas Eger
- Edited by Hans-Bernd Schafer
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