Oberfinanzprasident Rolf Grabower

Jude, christlicher Preusse, Richter in Theresienstadt

by Pauline Arndt

Book cover: Oberfinanzprasident Rolf Grabower

Extent: 360 pages

Publisher: Mohr Siebeck

Subjects: Jewish Studies, Law

Series: Beiträge zur Rechtsgeschichte des 20. Jahrhunderts

Series volume number: 121

Language: German

Paperback (Published)

(January 2023)

ISBN: 9783161618390

9.09 x 6.06 inches

Price: $112.00

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Rolf Grabower, the “father of sales tax,” was deported as a “three-quarters Jew” to the Theresienstadt ghetto where he ascended to the position of labor and adminstrative judge within the Jewish “self-government.” In the post-war period he dealt with anti-Semitism, which continued to exist, but also signed so-called denazification ce


Rolf Grabower war in leitender Stellung beim Reichsfinanzministerium massgeblich an der Gestaltung des Umsatzsteuerrechts beteiligt. Als “Dreivierteljude” wurde er vorzeitig in den Ruhestand versetzt. Anschliessend war er zwangsweise als Leiter des judischen Arbeitseinsatzes in der Flachsroste Lohhof tatig und wurde im Juni 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Dort stieg er innerhalb der “Judischen Selbstverwaltung” vom Maurergehilfen bis zum Arbeits- und Verwaltungsrichter auf. Uber seine Arbeit in der Flachsroste sowie im Ghetto verfasste er Tagesberichte. Die Berichte und einige Urteile des Ghettogerichtes befinden sich in seinem Nachlass. Nachdem er den Holocaust uberlebt hatte, befasste sich Grabower mit dem weiterbestehenden Antisemitismus und hierbei auch kritisch mit seinen Zeitgenossen. Dennoch zeigte er sich mit “Persilscheinen” bei den Personen, die ihm wahrend des Hitler-Regimes das Uberleben ermoglicht hatten, erkenntlich – unter ihnen auch uberzeugte Nationalsozialisten. Dem Leitgedanken Grabowers folgend, analysiert Pauline Arndt sein Handeln.

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