Kritik der strafenden Vernunft

Studien zu Recht, Verletzlichkeit und Schmerz

by Benno Zabel

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Extent: 559 pages

Publisher: Mohr Siebeck

Subjects: Law

Language: German

Paperback (Published)

(February 2025)

ISBN: 9783161643569

4.57 x 7.2 inches

Price: $59.00

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Punishment is seen as being a matter of course. As the saying goes, whoever will not hear must feel. However, the contradiction embodied here is rarely voiced. After all, reacting to experienced suffering with punitive pain shows that the law is still based on a myth today: it believes it can bring vulnerable subjects to their senses through suffering and in this way do justice to the existential plight of the victims. A law that recognizes this contradiction must find other answers.


Das Strafen gehort zu unserem Alltag und ist doch vehementer Kritik ausgesetzt. Wenn der vorliegende Essay dieses Unbehagen am Strafen erneut aufgreift, dann nicht um Altes zu wiederholen. Vielmehr geht es in diesem Essay darum, der Kritik eine neue Seite abzugewinnen. Dafur soll an der aktuellen Debatte um Verletzlichkeit und verletzliche Leben angeknupft werden. Die heute ubliche Rede von Verletzlichkeit betont das Verbindende und Prekare, das Fragile und Konflikthafte freier Lebensformen. Das Strafrecht versucht, diese lebensweltlichen Erfahrungen durch ein expressives Schmerzregime zu stabilisieren. Dass es daran allzu oft scheitert, ist kein Geheimnis. Aus der Perspektive der Verletzlichkeit lasst sich aber besser verstehen, warum. Denn auf erfahrenes Leid mit Strafschmerz zu reagieren zeigt, dass auch noch das liberale Recht einem Mythos aufsitzt: Es glaubt verletzliche Rechtssubjekte durch Leiden zur Vernunft bringen und auf diese Weise der existentiellen Not der Opfer gerecht werden zu konnen. Ein Recht, das den darin liegenden Widerspruch erkennt, muss andere Antworten finden.

  • By (author) Benno Zabel