Jung, weiblich, jüdisch – deutsch?
Autofiktionale Identitätskonstruktionen in der zeitgenössischen deutschsprachig-jüdischen Literatur
By (author) Lydia Helene Heiss
Paperback (Published)
(December 2020)
ISBN: 9783847111757
6.1 x 9.06 inches
Price: $74.00
Out of stock
Dieser Band betrachtet die semi-autobiografischen Texte Lieber Mischa von Lena Gorelik, Vielleicht Esther von Katja Petrowskaja und Der Russe ist einer, der Birken liebt von Olga Grjasnowa. Die drei judischen Schriftstellerinnen sind aus Osteuropa zugewandert, leben in Deutschland und schreiben auf Deutsch. Ihre Texte wurden nach 2010 veroffentlicht und gehoren dem Genre der Autofiktion an. Die Analyse der literarischen Identitatskonstruktionen zeigt, dass die in Deutschland den Jud*innen zugewiesene Sonderrolle als Opfer des Holocausts oder als Exot*innen tendenziell abgelehnt wird und der Wunsch nach einem normalen Leben an deren Stelle tritt.
A declaration of love for Germany by the Jewish author Lena Gorelik in her semi-autobiographical text “Dear Mischa” (2011) poses the question whether the Holocaust is still the point of reference and central characteristic of self-conception of the contemporary or third generation of Jewish writers in Germany after 1945. In addition to Gorelik’s text, the study analyzes Katja Petrowskaja’s “Maybe Esther” (2014) and Olga Grjasnowa’s “All Russians Love Birch Trees” (2012). This third generation of authors, publishing after 2010, is part of the ‘new’ German Jewry, composed mainly of immigrants from the former Soviet Union and their children – a fact which significantly influences contemporary Jewish identity in Germany: The analysis of the literary identities, which the authors constructed for their protagonists, sheds light on current trends in contemporary Jewish life in Germany and demonstrates that these ‘new’ Jews from the East reject the special status assigned to them as ‘victims of the Holocaust’ or ‘exotic’ outsiders. Instead the authors voice the desire for ‘normalization’ in the German-Jewish relationship in their autofictional texts.
- By (author) Lydia Helene Heiss
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