Grenzen der Rechtskraft.
By (author) Albrecht Mendelssohn Bartholdy
Paperback (Published)
(September 2013)
ISBN: 9783428166480
5.31 x 8.31 inches
Price: $247.00
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Im Rahmen des Projekts »Duncker & Humblot reprints« heben wir Schätze aus dem Programm der ersten rund 150 Jahre unserer Verlagsgeschichte, von der Gründung 1798 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945. Lange vergriffene Klassiker und Fundstücke aus den Bereichen Rechts- und Staatswissenschaften, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Geschichte, Philosophie und Literaturwissenschaft werden nach langer Zeit wieder verfügbar gemacht.
»Jurist, Politikwissenschaftler, * 25.10.1874 Karlsruhe, † 29.11.1936 Oxford. (evangelisch)
Nach dem Abitur 1892 in Karlsruhe studierte M. – trotz Neigung und Begabung zu Musik, Theologie und Geisteswissenschaften – Rechtswissenschaft in Heidelberg, München und Leipzig. Hier wurde er als Schüler A. Wachs und C. H. Degenkolbs 1897 promoviert, 1901 habilitiert und 1904 zum Professor des Internationalen Privatrechts berufen. 1905–20 lehrte er als o. Professor des Zivilprozeßrechts und Bürgerlichen Rechts an der Univ. Würzburg, profilierte sich als liberaler und weltoffener Hochschullehrer und vertiefte bei zahlreichen Englandaufenthalten seine Spezialisierung auf Rechtsvergleichung, orientiert am angelsächs. Verständnis von Recht und Politik. Daneben widmete er sich der Pflege des Musiklebens. Er war Mitbegründer der Würzburger Volkskonzerte, Veranstalter des 1. Mainfränkischen Musikfestes 1914, der Würzburger Reger-Gedächtniskonzerte 1916/17 und Organisator der Reger-Festspiele in Jena.
Als Nachfahre Moses Mendelssohns zugleich ein Erbe von Aufklärung und Citoyen-Bewußtsein, zeigte M. schon vor dem 1. Weltkrieg politisches Engagement. 1912 gehörte er dem Deutsch-Engl. Verständigungskomitee an, während des Krieges wirkte er für den Frieden danach durch humanitäre Gefangenenbetreuung, Invalidenhilfe und Vermißtensuche. 1917 war er Mitglied der Heidelberger Vereinigung. In Vorträgen und Schriften forderte er gewaltfreie Konfliktregelung durch einen Völkerbund, internationale Schiedsgerichtsbarkeit und innenpolitische Demokratisierung. 1919 wurde M. als Berater der Reichsregierung in der Kriegsschuldfrage in die Versailler Delegation berufen und verfaßte zusammen mit Max Weber, Hans Delbrück und Max Gf. Montgelas die deutschen Gegenvorschläge zu Art. 231 des Versailler Friedensvertrages. Im selben Jahr wurde er – gemeinsam mit J. Lepsius und F. Thimme – mit der Edition der Akten des Auswärtigen Amtes zur Vorgeschichte des Weltkriegs beauftragt, die 1922–27 unter dem Titel ›Die Große Politik der Europäischen Kabinette 1871–1914‹ in 40 Bänden erschien.
1920 folgte M. einem Ruf auf den Lehrstuhl für Zivilrecht, Auslandsrecht und Internationales Privat- und Prozeßrecht an die Univ. Hamburg, den er bis 1933 innehatte. Daneben gründete er in Hamburg das 1923 errichtete Institut für Auswärtige Politik und leitete es bis Februar 1934. Es war das erste deutsche Forschungsinstitut auf diesem Gebiet, von wissenschaftsgeschichtlicher Bedeutung für die erst nach dem 2. Weltkrieg an deutschen Universitäten etablierte Politikwissenschaft und von praktischer Bedeutung für die Glaubwürdigkeit der Weimarer Republik. M. entfaltete von hier aus eine rege Vortrags- und publizistische Tätigkeit, durch die er zur politischen Bildung in Deutschland und zum Verständnis der Weimarer Demokratie im Ausland beitrug. 1925 wurde er als deutscher Richter in das Haager Schiedsgericht zur Auslegung des Dawes-, seit 1929 des Young-Plans berufen, 1931 als deutscher Delegierter in den Völkerbund. Im September 1933 wurde M. von der nationalsozialistischen Regierung zwangsemeritiert, aus allen sonstigen Ämtern vertrieben, seiner materiellen Existenzgrundlagen in Deutschland beraubt und 1934 zum Rücktritt aus der Leitung des Instituts für Auswärtige Politik gezwungen. Im Herbst 1934 emigrierte er nach Oxford.– Geh. Hofrat; Dr. h. c. (Harvard, 1927; Northwestern Univ., Chicago, 1933).«
Gantzel-Kress, Gisela, in: Neue Deutsche Biographie 17 (1994), S. 62 f.
- By (author) Albrecht Mendelssohn Bartholdy
Other Titles in this Series
Das Soll und Haben von Eichborn & Co. in 200 Jahren.
Schicksal und Gestaltung eines Bankhauses im Wandel der Zeiten.
Lehrbuch des Österreichischen Privatrechts.
Fünfter Band: Österreichisches Erbrecht. Aus dessen Nachlaß hrsg. und bearb. von Bruno Kafka.
Handbuch für Preußische Sparkassen.
Gesetze und Verordnungen mit Berücksichtigung der Rechtsprechung.
Deutsch-österreichische Politik.
Studien über den Liberalismus und über die auswärtige Politik Österreichs.
Die Gütererwerbungen Jacob Fuggers des Reichen (1494–1525) und seine Standeserhöhung.
Ein Beitrag zur Wirtschafts- und Rechtsgeschichte. (Studien zur Fugger-Geschichte, Band 4).
Aus römischem und bürgerlichem Recht.
(Aus der Festschrift der Leipziger Juristenfakultät für Dr. Adolf Wach).
Sämmtliche Werke.
Sechzehnter Band: Englische Geschichte vornehmlich im siebzehnten Jahrhundert. Dritter Band.
Sämmtliche Werke.
Zweite Gesammtausgabe. Dreiunddreißigster und vierunddreißigster Band: Geschichten der romanischen und germanischen Völker von 1494 bis 1514. – Zur Kritik neuerer Geschichtschreiber.
Rechnungen über Heinrich von Derby’s Preussenfahrten 1390–91 und 1392.
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Ausgewählte Aufsätze zur Augsburger und süddeutschen Wirtschaftsgeschichte des 15. und 16. Jahrhunderts. Hrsg. von Heinz Friedrich Deininger.
Die Kirchenbücher der vor 1874 aufgenommenen und konzessionierten Kirchengemeinschaften im Bezirke der General-Superintendentur Berlin und in den Kreisen Lebus und Stadt Frankfurt a.O. (General-Superintendentur der Neumark).
Die Kirchenbücher der Mark Brandenburg, zweite Abteilung, erstes Heft. Bearb. von Georg Vorberg. (Veröffentlichungen des Vereins für Geschichte der Mark Brandenburg).
Grundriß des Wechselrechts.
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