Freiheit und Wettbewerb in der Republik.

Bemerkungen zum Wettbewerb aus der Perspektive von Kants Freiheits-, Rechts- und Staatsphilosophie.

By (author) Matthias Rost

Book cover: Freiheit und Wettbewerb in der Republik.

Extent: 280 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Law, Philosophy

Series: Schriften zum Öffentlichen Recht

Series volume number: 1365

Language: German

Paperback (Published)

(February 2018)

ISBN: 9783428153008

6.18 x 9.17 inches

Price: $127.00

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Wettbewerb, auch der unternehmerische, ist ein Faktum und hat nötigende Wirkung. Er zwingt Unternehmen zu Besser- und Bestleistungen am Markt durch die Konkurrenz. Kant definiert die Freiheit u.a. als »Unabhängigkeit von eines anderen nötigender Willkür«. Der Begriff der Wettbewerbsfreiheit enthält somit einen Widerspruch in sich. Dem Staat kommt die Aufgabe zu, die Freiheit aller beteiligten Akteure am Markt und im Wettbewerbsprozess zu schützen. Ihre Freiheit wird durch die allgemeinen staatlichen Gesetze verwirklicht.


»Freedom, Competition and the Republic«

Competition is a fact and so are competitive markets. Therefore enterprises are pressured to better achievements and performances on the market. Immanuel Kant defines freedom as the »independence of another urging arbitrariness«, consequently the term »free competition« is self-contradictory. The state regulates the market and is responsible to guarantee and protect the freedom of economic activity of all market participants by legislation.

Einführung

1. Kants Freiheitslehre

Freiheit als transzendentalphilosophisch letztbegründete Idee – Kants Konzeption einer freiheitlichen Moralphilosophie – Kants freiheitliche Rechts- und Staatsphilosophie

2. Republikanische Freiheit unter dem Grundgesetz Deutschlands

Herrschaft und Freiheit als unvereinbare Gegensätze – Die politische Freiheit als Souveränität des Volkes und der Bürger – Die Würde des Menschen – Das Recht zur freien Entfaltung der Persönlichkeit: Art. 2 Abs. 1 GG – Das Eigentum als besondere Ausprägung des Rechts zur freien Willkür – Die Verteilung des Eigentums als Frage der Gleichheit

3. Der Bürger als homo oeconomicus bei Kant

Das Eigentum als Voraussetzung der Bürgerlichkeit – Exkurs: Das Wirtschaften als konstituierender Bestandteil des Daseins bei Heidegger – Der Wettbewerb als Faktum der Vernunft

4. Der Wettbewerb als Bestandteil des Privatheitsprinzips

Der Vorrang privater vor staatlicher Lebensbewältigung – Grundgesetzliche Wirtschaftsverfassung? – Die Marktliche Sozialwirtschaft – Privatheitsprinzip und Marktlichkeit – Sittliche Verpflichtung allen Handelns

5. Wettbewerb der Unternehmen als Faktum und als Rechtsprinzip. Karl Albrecht Schachtschneiders republikanische Wettbewerbslehre

Wettbewerb als Faktum geordneten Unternehmertums – Pflicht zum und Recht auf Wettbewerb? – Wettbewerbsfreiheit? – Administration des Unternehmenswettbewerbs im Rechtsstaat – Sittliche Lebensbewältigung und Grenzen der Privatheit

6. Das Kartell als Problem des Privatheitsprinzips und Regelungstatbestand des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen

Das Kartell als ein Typus des Vertrages – Die Rechtfertigung der Kartelle durch das Privatheitsprinzip – Zur Wettbewerbsbeschränkung durch Kartelle – Zum Problem wirtschaftlicher Macht durch Kartelle

Schlußbemerkungen

Literatur- und Sachwortverzeichnis

  • By (author) Matthias Rost