Die Neuregelung des Familiennachzugs zu subsidiär Schutzberechtigten.

Eine verfassungs- und europarechtliche Untersuchung des § 36a AufenthG.

By (author) Bernhard Gröhe

Book cover: Die Neuregelung des Familiennachzugs zu subsidiär Schutzberechtigten.

Extent: 273 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Law

Series: Schriften zum Öffentlichen Recht

Series volume number: 1472

Language: German

Paperback (Published)

(February 2022)

ISBN: 9783428185399

6.18 x 9.17 inches

Price: $114.00

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Seit der Neuregelung 2018 durften im Zuge des Familiennachzugs zu subsidiär Schutzberechtigten monatlich max. 1.000 Angehörige nach Deutschland einreisen. Die Arbeit widmet sich der Frage, ob diese Einschränkung verfassungs- und europarechtskonform ist. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass die Neuregelung des Familiennachzugs zu subsidiär Schutzberechtigten zwar mit dem Grundgesetz, der EMRK und der EU-GRCh vereinbar ist, jedoch gegen die Familienzusammenführungsrichtlinie verstößt.


Im Jahr 2018 beschloss der Bundestag die Neuregelung des Familiennachzugs zu subsidiar Schutzberechtigten. Dieser erhalt durch 36a AufenthG eine Obergrenze, weshalb nur noch maximal 1.000 Visa monatlich verteilt werden. Die Arbeit geht der Frage nach, ob diese Einschrankung des Familiennachzugs mit dem deutschen Grundgesetz, der EMRK und dem Unionsrecht vereinbar ist. Dabei stellt sie auch die grundlegende Struktur sowohl des Familiennachzugs als auch des subsidiaren Schutzes dar. Zudem befasst sich die Arbeit in einem Exkurs mit der Frage, ob syrischen Burgern, die nach Deutschland geflohen sind, der Schutz nach der Genfer Fluchtlingskonvention oder subsidiarer Schutz zu gewahren ist. Insgesamt kommt die Arbeit zu dem Ergebnis, dass die Neuregelung des Familiennachzugs zu subsidiar Schutzberechtigten zwar mit dem Grundgesetz, der EMRK und der EU-Grundrechtecharta vereinbar ist, jedoch gegen die Familienzusammenfuhrungsrichtlinie verstoat und daher unionsrechtswidrig ist.

A. Einleitung
B. Der Familiennachzug: Gesetzeshistorie und Systematik – Allgemeine Voraussetzungen und Versagungsgründe – Begünstigter Personenkreis – Schlussfolgerungen
C. Der Subsidiäre Schutz: Vom nationalen zum europäischen Begriff: Historie des subsidiären Schutzes – Voraussetzungen für die Gewährung des subsidiären Schutzes – Internationaler Schutz: Flüchtlingsschutz und subsidiärer Schutz im Vergleich – Exkurs: Schutzstatus von syrischen Staatsangehörigen
D. Die Regelung des Familiennachzugs zu subsidiär Schutzberechtigten: Regelungshistorie – Der neue § 36a AufenthG – Schlussfolgerungen
E. Verfassungsrechtliche Betrachtung: Vereinbarkeit mit dem Schutz von Ehe und Familie (Art. 6 Abs. 1 GG) – Vereinbarkeit mit dem Gleichheitsgebot (Art. 3 Abs. 1 GG) – Vereinbarkeit mit dem Bestimmtheitsgebot (Art. 20 Abs. 3 GG) – Die Neuregelung des Familiennachzugs ist verfassungsgemäß
F. Europarechtliche Betrachtung: Vereinbarkeit mit europäischen Grundrechten – Vereinbarkeit mit europäischem Sekundärrecht – Die Neuregelung des Familiennachzugs ist teilweise europarechtswidrig
G. Ergebnis
Literatur- und Sachwortverzeichnis

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