Die historische Entwicklung der Eheverbote wegen Verwandtschaft und Schwägerschaft vom Reichspersonenstandsgesetz bis zum Eheschließungsrechtsgesetz (1875 bis 1998).

By (author) Christoph Schmiegelt

Book cover: Die historische Entwicklung der Eheverbote wegen Verwandtschaft und Schwägerschaft vom Reichspersonenstandsgesetz bis zum Eheschließungsrechtsgesetz (1875 bis 1998).

Extent: 388 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: German Studies, Law

Series: Schriften zur Rechtsgeschichte

Series volume number: 210

Language: German

Paperback (Published)

(February 2023)

ISBN: 9783428187416

6.18 x 9.17 inches

Price: $139.00

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Der Autor untersucht die Geschichte der Eheverbote wegen Verwandtschaft, Schwagerschaft und Geschlechtsgemeinschaft seit Grundung des deutschen Nationalstaates. Wegen der wechselvollen politischen und weltanschaulichen Bedingungen in Kaiserreich, Nationalsozialismus, unter alliierter Besatzung, in der Deutschen Demokratischen Republik und in der Bundesrepublik zeigt sich endgultig erst nach 1946 die Tendenz ihrer stetigen Reduzierung. Die vollstandige Abschaffung wird hingegen nicht empfohlen.


English summary: The Historical Development of Marriage Bans on Grounds of Kinship and Affinity from the Empire Personal Status Act (Reichspersonenstandsgesetz) to the Marriage Law Act (Eheschliessungsrechtsgesetz) (1875 to 1998): The author examines the history of marriage bans on grounds of kinship, affinity, and sexual union since the founding of the German nation-state. Because of the changing political and ideological conditions in the German Empire, National Socialism, under Allied occupation, in the German Democratic Republic and in the Federal Republic, the tendency of their steady reduction finally becomes apparent only after 1946. Complete abolition, on the other hand, is not recommended. German description: Der Autor untersucht die historische Entwicklung der Eheverbote wegen Verwandtschaft, Schwagerschaft und Geschlechtsgemeinschaft seit Grundung des deutschen Nationalstaates. Nach einem Uberblick uber die Zeit ab der romischen Antike stellt das Reichspersonenstandsgesetz von 1875, das erstmals das deutsche Eheverbotsrecht seinem Umfang nach vereinheitlichte, den eigentlichen Ausgangspunkt der Untersuchung dar. Im Anschluss wird der Gang der Gesetzgebung bis 1998 dargestellt, der erst nach 1946 eine stetige Reduzierung der Eheverbote erkennen lasst. Die Grunde fur diese wechselhafte Geschichte liegen nach Ansicht des Autors in den gravierenden Unterschieden der politischen und weltanschaulichen Rahmenbedingungen in Kaiserreich, Nationalsozialismus, unter alliierter Besatzung, in der Deutschen Demokratischen Republik und in der Bundesrepublik. Abschliessend wird untersucht, ob und inwiefern sich die verbliebenen Eheverbote wegen Verwandtschaft unter dem Grundgesetz rechtfertigen lassen.

1. Die Entwicklung von der Antike bis zum 19. Jahrhundert im Überblick
2. Das Kaiserreich (1871 bis 1918)
3. Weimarer Republik, nationalsozialistische Diktatur und alliierte Kontrollratsgesetzgebung (1919 bis 1949)
4. Die Deutsche Demokratische Republik (1949 bis 1990)
5. Die Bundesrepublik Deutschland bis zum Erlass des Eheschließungsrechtsgesetzes (1949 bis 1998)
6. Legitimation der verbliebenen Eheverbote wegen Verwandtschaft und etwaiger Reformbedarf
Literatur- und Stichwortverzeichnis

  • By (author) Christoph Schmiegelt