Die Bestimmung des gewöhnlichen Aufenthalts schutzbedürftiger Erwachsener im internationalen Erb- und Betreuungsrecht
Eine rechtsvergleichende Untersuchung
By (author) Juliane Buschmann
Paperback (Published)
(August 2024)
ISBN: 9783428191871
6.18 x 9.17 inches
Price: $139.00
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Die Arbeit befasst sich mit der Bestimmung des gewöhnlichen Aufenthalts schutzbedürftiger Erwachsener im internationalen Erb- und Betreuungsrecht. Sie untersucht die Auslegung des Begriffs in Deutschland, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich sowie das Domicile schutzbedürftiger Erwachsener. Im Ergebnis sollte die Aufenthaltsbegründung nicht vom zwingenden Vorliegen subjektiver Faktoren oder einer uneingeschränkten Entscheidungs- bzw. Handlungsbefugnis des Erwachsenen abhängig sein.
English summary: The Habitual Residence of Vulnerable Adults in International Succession and Adult Protection Law: The thesis deals with the determination of the habitual residence of vulnerable adults in international adult protection and succession law. It analyses the interpretation of the term in Germany, Switzerland and the United Kingdom as well as the domicile of vulnerable adults. The conclusion is that the determination of habitual residence should not depend on the mandatory existence of subjective factors or the capacity of the adult. German description: Die Arbeit befasst sich mit der Bestimmung des gewohnlichen Aufenthalts schutzbedurftiger Erwachsener im internationalen Erb- und Betreuungsrecht. Lange wurde der Begriff in Deutschland primar objektiv bestimmt. Inzwischen mehren sich jedoch Stimmen, wonach es fur die Aufenthaltsbegrundung zwingend auch auf subjektive Elemente wie einen naturlichen Willen ankommen soll. Diese Tendenz ist gerade mit Blick auf altere Erwachsene problematisch, die nicht mehr im vollen Besitz ihrer geistigen Fahigkeiten sind. Die Arbeit nimmt dies zum Anlass, die Auslegung des Begriffs in Deutschland, der Schweiz und dem Vereinigten Konigreich sowie das Domicile schutzbedurftiger Erwachsener zu untersuchen. Sie gelangt zu dem Ergebnis, dass es nicht sachgerecht ist, die Aufenthaltsbegrundung zwingend vom Vorliegen subjektiver Faktoren abhangig zu machen. Auch steht es der Aufenthaltsbegrundung nicht entgegen, dass die Entscheidungs- bzw. Handlungsbefugnis des Erwachsenen eingeschrankt ist.
§ 1 Anliegen der Arbeit
§ 2 Überblick über die Entwicklung der Aufenthaltsanknüpfung in den Haager Konventionen sowie die Entstehungsgeschichte der EuErbVO
§ 3 Dogmatischer Ausgangspunkt
§ 4 Die Bestimmung des gewöhnlichen Aufenthalts im internationalen Erwachsenenschutzrecht des Vereinigten Königreichs
§ 5 Die Bestimmung des gewöhnlichen Aufenthalts im autonomen internationalen und nationalen Erwachsenenschutzrecht sowie im ErwSÜ durch die deutsche Rechtsprechung und Literatur
§ 6 Die Bestimmung des gewöhnlichen Aufenthalts im ErwSÜ durch die Schweizer Rechtsprechung und Literatur
§ 7 Vergleich der Begriffsverständnisse im internationalen Erwachsenenschutzrecht und Entwicklung einer Auslegungsempfehlung
§ 8 Das Domicile schutzbedürftiger Erwachsener
§ 9 Die Bestimmung des gewöhnlichen Aufenthalts schutzbedürftiger Erwachsener in der EuErbVO
§ 10 Herausarbeitung eines Auslegungsansatzes für die EuErbVO
§ 11 Gesamtbewertung und Auslegungsempfehlung
- By (author) Juliane Buschmann
»Juliane Buschmann hat zu einem zentralen Thema des IPR eine vorzügliche Bestandsaufnahme vorgelegt, die die Diskussion um neue Facetten und Überlegungen bereichert. Auch wer ihr nicht in jedem Punkt folgen mag, wird die reichhaltige Darstellung mit Gewinn lesen. Gerichte und Wissenschaft wird der Begriff des gewöhnlichen Aufenthalts in jedem Fall noch weiter beschäftigen.« Dr. Jan Peter Schmidt, in: Rabels Zeitschrift für ausländisches und internationales Privatrecht, Bd. 90, 2/2026
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