Die Beschränkung der Rechtsfolgen der Vorstandsinnenhaftung.

By (author) Andreas Brommer

Book cover: Die Beschränkung der Rechtsfolgen der Vorstandsinnenhaftung.

Extent: 341 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Business & Economics, German Studies, Law

Series: Schriften zum Wirtschaftsrecht

Series volume number: 278

Language: German

Paperback (Published)

(December 2015)

ISBN: 9783428147144

6.18 x 9.17 inches

Price: $164.00

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Die Vorstandsinnenhaftung bewegt sich in einem Spannungsfeld: Sie muss einerseits scharf genug sein, um disziplinierend auf den Vorstand einzuwirken. Sie darf andererseits jedoch nicht zu scharf sein, um keine übersteigerte Risikoaversion des Vorstands zu provozieren. Vor diesem Hintergrund setzt sich die Arbeit mit verschiedenen Ansätzen zur Haftungsbeschränkung auseinander und entwickelt aus der gesellschaftsrechtlichen Fürsorgepflicht ein an der beschränkten Arbeitnehmerhaftung angelehntes Haftungsmodell.


»The Limitation of the Internal Liability of Board Members«

The liability of board members is caught between two stools: A strict liability has a disciplinary effect on the board members. However, if the liability is too strict, it causes an excessive risk aversion of the board members. In this context, the thesis examines different approaches that aim at limiting the board members’ liability and develops a liability model based on specific principles of the liability of employees.

A. Einführung

Erhebliches Haftungsrisiko – Gang der Untersuchung

B. Regressauslösendes Vorstandshandeln

Verantwortlichkeit des Vorstands für Ordnungswidrigkeiten – Nichtbußgeldbedingte Schäden

C. Meinungsstand

Geldbußen als Gegenstand des Innenregresses – Tendenz zu einer Verallgemeinerung

D. Kein vollständiger Regressausschluss bei bußgeldbedingten Schäden

Keine Einschränkung des Schutzbereichs des § 93 Abs. 2 AktG – Präventive Wirkung des Regresses – Systemkonformität des Rückgriffs – Unerlässliche Ergänzung der Legalitätspflicht – Regress als mildernder Umstand: Lehren aus dem Fall Siemens – Fazit

E. Notwendigkeit einer Regressbeschränkung

Gesellschaftswohl als ökonomisch-teleologische Handlungsmaxime – Beeinflussung der Bußgeldhöhe – Steigende Vorstandsvergütung bei zunehmender Risikoaversion – Gefährdete Rekrutierung geeigneten Personals – Einfluss auf Vergleichsverträge – Angemessene Risikoverteilung – Regress in der Insolvenz – Unzureichender Versicherungsschutz – Fazit

F. Vereinbarkeit mit § 93 Abs. 4 Satz 3 AktG

Grundlagen – Keine unzulässige Ausnahme

G. Alternativmodelle zur Regressbeschränkung

Ermessensentscheidung des Aufsichtsrats – Vertragliche oder statutarische Vereinbarungen – Tatbestandliche Korrektur des § 93 Abs. 2 AktG – Schadensrechtliche Billigkeitsklausel – Fazit

H. Dogmatische Herleitung einer Regressbeschränkung

Haftungsbeschränkung nach arbeitsrechtlichen Grundsätzen – Methodische Zulässigkeit eines Wertungstransfers – Ausreichende Möglichkeiten de lege lata – Fazit

I. Kriterien und Fallgruppen einer Regressbeschränkung

Keine blinde Übernahme der arbeitsrechtlichen Haftung – »Angemessener« Regress statt fester Grenzen – Auswirkungen einer D&O-Versicherung – Verschulden – Nachtatverhalten – Schaden der Gesellschaft – Vergütungsstruktur – Finanzielle Leistungsfähigkeit – Ungeeignete Kriterien – Fazit

J. Prozessuales Vorgehen

Situation des Aufsichtsrats – Schadensschätzung nach § 287 ZPO

K. Untersuchungsergebnisse

Literaturverzeichnis

Stichwortverzeichnis

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