Missbrauch von Marktmacht durch Kosten-Preis-Scheren im europäischen und US-amerikanischen Kartellrecht.
By (author) Jan Henning Berg
Paperback (Published)
(June 2015)
ISBN: 9783428146987
6.18 x 9.17 inches
Price: $160.00
Out of stock
Mithilfe der kartellrechtlichen Figur der Kosten-Preis-Schere lässt sich ein marktstufenübergreifender, zweiseitig wirkender Preisdruck auf die Gewinnmargen von Konkurrenten wegen der mit ihm einhergehenden Verdrängungswirkung sanktionieren. Während der EuGH dem EU-Kartellrecht ein entsprechendes Verbot zuschreibt, lehnt der Supreme Court für das US-Antitrustrecht ein solches ab. Die Untersuchung geht den Hintergründen dieser Entwicklung nach und findet die Antworten in den Bezügen zum sektorspezifischen Regulierungsrecht.
»Price Squeezing as an Abuse of Dominant Position under EC Competition Law and as a Monopolization Offense under US Antitrust Law«
Price squeezing can be a viable strategy for vertically integrated firms in order to exclude non-integrated competitors from downstream markets. The European Court of Justice has ruled that price squeezing in itself may amount to an abuse of a dominant position under article 102 TFEU. The US Supreme Court, however, has denied its relevance as a monopolization offense under section 2 of the Sherman Antitrust Act. The present thesis provides a comparative analysis with references to sector-spefic market regulation.
1. Einführung
Die Kosten-Preis-Schere als Untersuchungsgegenstand – Ziele und Gang der Arbeit
2. Die Kosten-Preis-Schere als Wirtschaftsphänomen mit kartellrechtlicher Relevanz
Begriff und charakteristische Merkmale der Kosten-Preis-Schere – Eckpfeiler der kartellrechtlichen Würdigung von Kosten-Preis-Scheren
3. Die Relevanz des price squeeze im US-Kartellrecht
Entwicklung der Gerichtspraxis im 20. Jahrhundert – Die Bedeutung des price squeeze als selbständige Monopolisierungsform nach den Entscheidungen in Linkline – Effektive Adressierung des price squeeze durch andere Verbotstatbestände? – Fazit zum price squeeze im US-Kartellrecht
4. Das Verbot der Kosten-Preis-Schere im europäischen Kartellrecht
Entwicklung der bisherigen Entscheidungspraxis – Auswertung und Zusammenstellung erster Erkenntnisse – Die Kriterien der Missbräuchlichkeit von Kosten-Preis-Scheren – Fazit zur Kosten-Preis-Schere im EU-Kartellrecht
5. Die Kosten-Preis-Schere im Verhältnis zu anderen Missbrauchsformen des europäischen Kartellrechts
Missbräuchliche Kampfpreisunterbietung auf dem nachgelagerten Markt – Missbräuchliche Geschäftsverweigerung auf dem vorgelagerten Markt – Missbräuchliche Diskriminierung auf dem vorgelagerten Markt – Missbräuchliche Preisüberhöhung auf dem vorgelagerten Markt – Zusammenfassendes Fazit
6. Abschließende rechtsvergleichende Würdigung der Kosten-Preis-Schere als Figur des Marktmachtmissbrauchs
Erklärung der divergierenden Auffassungen im EU- und US-Kartellrecht durch die Bezüge zum sektorspezifischen Regulierungsrecht – Schlussfolgerungen zur Relevanz der Kosten-Preis-Schere im Kartellrecht der EU und der USA – Verbleibende Kritikpunkte und der Versuch eines Ausblicks auf rechtspolitisch vertretbare Lösungsansätze
Literatur- und Stichwortverzeichnis
- By (author) Jan Henning Berg
»Die Dissertationsschrift von Jan Henning Berg ist eine sorgfältige Arbeit, welche die wissenschaftliche Diskussion um die Kosten-Preis-Schere als Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung bereichert und dem interessierten Leser uneingeschränkt empfohlen werden kann.« Dr. Daniel Petzold, in: Neue Zeitschrift für Kartellrecht, Heft 9/2015
—
Other Titles in this Series
Konglomerate Zusammenschlüsse, Verbotsvermutungen und Widerlegungsgründe.
Eine Untersuchung zur Fortentwicklung des Kartellrechts am Beispiel des U.S.-amerikanischen Antitrustrechts.
Volume 57
Der Ausgleich der Parteiinteressen bei Konkurrenzklauseln nach deutschem und englischem Recht.
Volume 261
Die britische Limited Liability Partnership: Eine attraktive Organisationsform für Freiberufler?
Eine rechtsvergleichende Untersuchung des britischen und deutschen Rechts unter besonderer Berücksichtigung der europäischen Niederlassungsfreiheit.
Volume 201
Ein Framework für das DRSC.
Modell einer verfassungskonformen gesellschaftlichen Selbststeuerung im Bilanzrecht.
Volume 154
Die Rechtsstellung der Treugeber in geschlossenen Immobilienfonds in der Form der kupierten Publikumskommanditgesellschaft.
Volume 94
Unternehmen in der Verantwortung
Die Pflicht zur Achtung der Menschenrechte in analogen Lieferketten und digitalen Räumen
Volume 367
Vielfalt und Einheit beherrschenden Einflusses.
Ein Vergleich der Verbundkonzepte im Konzern-, Bilanz- und Wettbewerbsrecht.
Volume 330
Entscheidungen unter Unsicherheit.
Die verhaltenspsychologische Ausrichtung der aktienrechtlichen Vorstandshaftung.
Volume 300
Der private Rechtsschutz gegen unzulässige Beschränkungen des Wettbewerbs und mißbräuchliche Ausübung von Marktmacht im deutschen Kartellrecht.
Volume 35
Die Kompetenz zur Bildung von Gewinnrücklagen im Aktienkonzern.
Eine Untersuchung unter Einschluß methodologischer und rechtshistorischer Aspekte.
Volume 67
Die doppelseitige Sanierungstreuhand in der Unternehmenskrise.
Hintergründe, Gestaltungsmöglichkeiten und Risiken behandelt am Beispiel der Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
Volume 287
Recht elektronischer Kapitalmärkte.
Bedeutung, Einordnung und spezifische Fragen des Anlegerschutzes.
Volume 209
Abkehr vom Alles-oder-Nichts-Prinzip.
Reformüberlegungen zum Versicherungsvertragsgesetz.
Volume 179
Die kapitalerhaltungsrechtliche Zulässigkeit konzerninterner Darlehen und ihre Auswirkung auf die Geschäftsführung im abhängigen GmbH-Konzernunternehmen.
Die Auswirkungen des MoMiG auf die kapitalerhaltungsrechtlichen Haftungsrisiken des Geschäftsführers beim Einzeldarlehen und beim Cash Pooling.
Volume 307
Ausgleich von Verkehrsunfallschäden im Licht internationaler Reformprojekte.
Untersuchungen zur Einführung einer obligatorischen Unfall- und Sachversicherung.
Volume 11
Negative Produktinformation.
Die Rechtmäßigkeit von staatlichen, staatlich finanzierten und privaten negativen Produktinformationen.
Volume 265
Der Bauvertrag als symbiotischer Interessenwahrungsvertrag.
Ein Beitrag zur Institutionenbildung im Bauvertragsrecht unter Berücksichtigung von PPP-BOT-, Projektfinanzierungs- und Partnering--Alliancingmodellen.
Volume 250
Insolvenzordnung und Verfassungsrecht.
Eine Untersuchung der Verfassungsmäßigkeit der InsO und der Einwirkung verfassungsrechtlicher Wertungen auf die Anwendung dieses Gesetzes.
Volume 144
Similar Books
Global Gulf
Geo-Economic, Geo-Political, and Geo-Technological Transformation in Saudi Arabia, the United Arab Emirates, and Qatar
Invisible Labour in Antiquity
Visualizing Obscure Work in the Ancient Mediterannean and West Asia
Volume 1
Legal Pluralism and the Tajik Experience of Xinjiang
Between Custom and the Chinese State: An Ethnographic Perspective
Liturgia semper reformanda
Adaptations and accommodations in the liturgy in light of canon 838 of the Code of Canon Law
Writing of Women as Cultural Resistance
Deconstructing Memory Legacies in the Afro-Luso-Brazilian Atlantic
Credit Default Swap-Aktivismus
Eine ökonomische Analyse und rechtliche Bewertung der Einflussnahme von Credit Default Swap-Investoren auf Unternehmen
Die Konjunkturkomponente des Grundgesetzes
Die konjunkturbedingte Kreditaufnahme im System der Kreditermächtigungen, europarechtlichen und gesamtwirtschaftlichen Verpflichtungen der Finanzverfassung
Indirekte Enteignung
Verfassungsunmittelbar gebotene Entschädigungspflicht im Spiegel des Mehrebenensystems
Kollektivismus und Individualismus im Aktienrecht
Zum Einfluss aktienrechtlicher Paradigmen auf die Rechtsentwicklung in Deutschland und den USA
Künstlervertragsmodelle in der Musikwirtschaft
Rechtliche Grenzen der künstlerbezogenen Nebenrechteverwertung im Erlös-, Vermittlungs-, Options- und Leistungsmodell
Mehrdimensionale Diskriminierungen
Rechtliche Erfassung von Intersektionalität und Benachteiligungsstrukturen am Beispiel von Art. 3 Abs. 3 GG
Rechtssubjektivität für Künstliche Intelligenz
Eine Untersuchung von Zuerkennungsgründen für die "ePerson"
Schadensrecht im Wandel
A Turning Point for Punitive Damages? / Zeitenwende beim Strafschadensersatz? Volume II
Strukturierter Parteivortrag im digital geführten Zivilprozess
Richterliche Verfahrensleitung und Sanktionierung parteiseitigen Fehlverhaltens
Zeugnisverweigerungsrechte in modernen Familienformen
Zur Notwendigkeit einer Erweiterung der Zeugnisverweigerungsrechte für Angehörige gemäß § 52 Abs. 1 StPO im Licht des Art. 6 Abs. 1 GG
Circumvention of Law in Polish Private Law
A Comparative Analysis from Polish, German and European Perspectives
