Die audiovisuelle Aufzeichnung der Beschuldigtenvernehmung im Ermittlungsverfahren gemäß § 136 Abs. 4 StPO

Ein Beitrag zur Wahrheitsfindung im Strafprozess

By (author) Jannik Ziesmer

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Extent: 347 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: German Studies, Law

Series: Schriften zum Prozessrecht

Series volume number: 307

Language: German

Paperback (Published)

(November 2024)

ISBN: 9783428192779

6.18 x 9.17 inches

Price: $113.00

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Die Arbeit unterzieht 136 Abs. 4 StPO einer eingehenden Analyse und untersucht, wie die audiovisuelle Aufzeichnung von Beschuldigtenvernehmungen in das gegenwartige Strafverfahrenskonzept integriert werden kann. Zudem arbeitet sie bestehende dogmatische Problemfelder und praktische Anwendungsdefizite heraus und entwickelt Kriterien fur deren praktische Handhabung. Schliesslich stellt die Arbeit Leitlinien fur die diesbezuglich notwendige Fortentwicklung des Rechts auf.


English summary: The Audiovisual Recording of the Interrogation of the Accused in Preliminary Proceedings Pursuant to Section 136 (4) StPO. A Contribution to Establishing the Truth in Criminal Proceedings: The paper analyzes Section 136 (4) of the German Code of Criminal Procedure in detail and examines how the audiovisual recording of interrogations of suspects can be integrated into the current concept of criminal proceedings. It also identifies existing dogmatic problem areas and practical application deficits and develops criteria for their practical handling. Finally, the work provides guidelines for the necessary further development of the law in this regard. German description: Seit dem 01.01.2020 enthalt die Strafprozessordnung mit 136 Abs. 4 StPO erstmals eine eigenstandige Regelung fur die audiovisuelle Aufzeichnung von Beschuldigtenvernehmungen, wobei insbesondere die teilweise bestehende Aufzeichnungspflicht fur die Praxis Umsetzungs- und Abgrenzungsschwierigkeiten aufwirft. Die Arbeit untersucht, wie die videografische Aufzeichnung in das gegenwartige Strafverfahrenskonzept integriert werden kann und bietet zahlreiche Empfehlungen fur den praktischen Umgang mit der Norm. Zudem zeigt die Arbeit, wie mit der audiovisuellen Vernehmungsaufzeichnung ein Beitrag zur Verbesserung der Wahrheitsfindung im Strafverfahren sowie zum Schutz des Beschuldigten geleistet werden kann. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass 136 Abs. 4 StPO das Potenzial, mit audiovisuellen Vernehmungsaufzeichnungen zur Wahrheitsfindung im Strafprozess beizutragen, bei Weitem nicht ausschopft und dass ein weitgehender Gleichlauf mit dem Institut der notwendigen Verteidigung angezeigt ist.

Einführung

1. Entwicklung der Gesetzgebung bis zur Neuregelung des § 136 Abs. 4 stopp

2. Die Entstehungsgeschichte des § 136 Abs. 4 stopp

3. Chancen und Risiken der audiovisuellen Aufzeichnung der Beschuldigtenvernehmung im Lichte der Wahrheitsfindung

4. Die audiovisuelle Aufzeichnung der Beschuldigtenvernehmung gemäß § 136 Abs. 4 stopp

5. Zur Notwendigkeit der Ausweitung der Aufzeichnungspflicht

Schlussbetrachtung und Ausblick

  • By (author) Jannik Ziesmer

»Es gelingt dem Verfasser mit guten Argumenten, den Leser von der Überlegenheit der audiovisuellen Aufzeichnung zu überzeugen. Mit der wohlbegründeten Forderung nach einer Ausweitung der bereits bestehenden Aufzeichnungspflicht wird die Arbeit ihrem erklärten Ziel gerecht, einen Beitrag ad legem ferendam zu leisten. Daneben ist die Arbeit aber auch für die Praxis, also de lege lata, besonders wertvoll. Sie zeigt, dass eine qualifizierte Verteidigung schon heute auf de Aufzeichnung der (frühen) Erstvernehmung des Beschuldigten bestehen kann, wenn nicht sogar muss.« Prof. Dr. Werner Leitner, in: Strafverteidiger, 1/2026