Carl Schmitt und der Staatsnotstandsplan am Ende der Weimarer Republik.

By (author) Lutz Berthold

Book cover: Carl Schmitt und der Staatsnotstandsplan am Ende der Weimarer Republik.

Extent: 94 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Law

Language: German

Paperback (Published)

(November 1999)

ISBN: 9783428099887

6.18 x 9.17 inches

Price: $66.00

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Wie seit langem bekannt, pflegte Carl Schmitt, der umstrittene Staatsrechtler und Regierungsanwalt, spatestens seit dem Sommer 1932 enge Verbindungen zur Wehrmachtsabteilung, d. h. zu jenem Kreis politischer Offiziere, der von General Schleicher mit der Ausarbeitung des gegen die NSDAP gerichteten “Staatsnotstandsplans” betraut war. Bislang unbekannte Dokumente aus dem Nachlaa erlauben jetzt eine wesentlich genauere Rekonstruktion der verfassungspolitischen Absichten und Aktivitaten Schmitts. In einem in letzter Minute formulierten Gutachten fur die Regierung Schleicher entwarf Schmitt einen “Alternativplan”, der geeignet gewesen ware, Hitlers Ernennung zum Reichskanzler zu verhindern und einen verfassungskonformen Ausweg aus der Weimarer Staatskrise zu bahnen. Bertholds Schrift macht nicht nur mit neuen historischen Quellen und ihrer verfassungsgeschichtlichen Bedeutung bekannt, sie raumt auch in kurzen und prazisen Ausfuhrungen grundlich mit der Legende auf, Schmitt sei ein Wegbereiter der nationalsozialistischen Machtergreifung gewesen. Ein Mua fur jeden, der uber den Untergang der Weimarer Republik und die politische Rolle Carl Schmitts mitreden will.

Inhaltsübersicht: Einleitung - 1. Die Geschichte
des Staatsnotstandsplans: Die Kabinettssitzung vom 10. August 1932 - Gayls
Verfassungsrede am 13. August 1932 - Hitlers Empfang bei Hindenburg am 23. August
1932 - Das Neudecker Notstandstreffen am 30. August 1932 - Die Reichstagssitzung vom
12. September 1932 - Die Kabinettssitzung vom 14. September 1932 - Die
Reichstagswahlen vom 6. November 1932 - Das Planspiel Ott im November 1932 - Der
Sturz Papens am 3. Dezember 1932 - Schleichers Kurswechsel im Dezember 1932 - Die
Kabinettssitzung vom 16. Januar 1933 - Schleichers Empfang bei Hindenburg am 23.
Januar 1933 - Schleichers Sturz durch die demokratischen Parteien - Resümee - 2. Carl
Schmitts Beteiligung am Staatsnotstandsplan: Die Erinnerungen Hubers - Carl Schmitts
Dementi - Die Alternative - Neue Funde aus dem Nachlaß - Resümee - 3. Carl Schmitt
und die Verfassungskrise der Weimarer Republik: Die Parlamentsauflösung (Art. 25) -
Der gesetzliche Notstand (Art. 48) - Das Parteiverbot (Art. 76) - Der übergesetzliche
Notstand - Das Mißtrauensvotum (Art. 54) - Der Verfassungseid des Reichspräsidenten
(Art. 42) - Resümee - Schluß: Carl Schmitt und das Problem der Verfassungsreform -
Anhang 1-4 - Quellen und Literatur

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