Beweisverwertungsverbote.

Grundlagen und Kasuistik – internationale Bezüge – ausgewählte Probleme.

By (author) Kai Ambos

Book cover: Beweisverwertungsverbote.

Extent: 172 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Law

Series: Schriften zum Prozessrecht

Series volume number: 220

Language: German

Paperback (Published)

(September 2010)

ISBN: 9783428133932

6.18 x 9.17 inches

Price: $101.00

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Im Lichte der aktuellen Diskussion um die Beweisverwertungsverbote beschäftigt sich der Autor nach einer Grundlegung und Systematisierung des geltenden Rechts mit drei großen aktuellen Problemkreisen mit internationalem Bezug. Zunächst wird die völkerrechtliche Einwirkung auf das nationale Prozessrecht am Beispiel des Rechts auf konsularischen Beistand und der grenzüberschreitenden Beweisrechtshilfe (Fall Schreiber) untersucht. In beiden Fällen stellt sich die – nur in Ausnahmen zu bejahende – Frage, ob und inwieweit Völkerrechtsverletzungen zu Beweisverboten führen können. Sodann wird die Beweisbeschaffung Privater anhand der aktuellen Fälle Liechtenstein (Kauf Steuerdaten) und Siemens analysiert. In jenem Fall führt die Strafrechtswidrigkeit des staatlichen Vorgehens – im Einklang mit den allgemeinen Grundsätzen – nicht automatisch zu einem Verwertungsverbot; vielmehr hängt die Verwertbarkeit von einer Abwägung ab, die in casu eher für eine Verwertung spricht. Zuletzt wird die Fernwirkungslehre und vor allem ihre Ausnahmen im US-amerikanischen Recht untersucht, um auf dieser Grundlage eine moderate Anwendung im deutschen Recht vorzuschlagen.

  • By (author) Kai Ambos

»[D]as Werk von Ambos [kommt] zur rechten Zeit, am rechten Ort und in rechtem Umfang. Es bringt die Diskussion sowohl zu Einzelfragen als auch zu den Grundlagen der Beweisverwertungsverbote wesentlich voran und findet dabei stets das richtige Maß zwischen Theoriefundierung und Praxistauglichkeit. Die Verteidiger sollten dies durch eingehende Lektüre und Verwertung der Argumente in Schriftsatz, Schlussvortrag und Rechtsmittelbegründung danken.« Matthias Jahn, in: Strafverteidiger Forum, 12/2010