Der Einsatz von Öffnungsklauseln im Strafrecht.

Eine verfassungsrechtliche Analyse.

By (author) Lena Gumnior

Book cover: Der Einsatz von Öffnungsklauseln im Strafrecht.

Extent: 286 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Law

Series: Schriften zum Strafrecht

Series volume number: 413

Language: German

Paperback (Published)

(July 2023)

ISBN: 9783428188475

6.18 x 9.17 inches

Price: $127.00

Out of stock

Öffnungsklauseln im Strafrecht sollen eine stetige Anpassung bestehender Gesetze an sich ändernde Verhältnisse ermöglichen. Jedoch begegnen sie verfassungsrechtliche Bedenken. Der Frage der Verfassungsgemäßheit nähert sich die Arbeit auf zwei Arten: Zum einen wird untersucht, ob die Begründungsansätze beim Einsatz von Öffnungsklauseln tragfähig sind. Zum anderen wird die Vereinbarkeit dieser Gesetzgebungstechnik mit den verfassungsrechtlichen Grundsätzen der Strafgesetzgebung untersucht.


Um Entscheidungsspielraum der Gerichte zu erweitern, werden im Strafrecht sog. Offnungsklauseln verwendet. Diese erlauben es, Verhaltensweisen unter einen Straftatbestand zu subsumieren, die im Tatbestand nicht naher bezeichnet sind. Die Arbeit setzt sich sowohl mit der Frage auseinander, ob die gewahlten Begrundungsansatze fur den Einsatz von Offnungsklauseln legitim sind, als auch inwieweit mit der verfassungsrechtlichen Vereinbarkeit dieser konkreten Art der Gesetzgebung. Im Fokus steht die Frage, ob und wieweit die Entscheidung uber die Strafbarkeit bestimmter Verhaltensweisen von der Legislative auf die Judikative ubertragen werden darf. Im Ergebnis begegnen bereits die vom Gesetzgeber beim Einsatz von Offnungsklauseln verwendeten Begrundungsansatze verfassungsrechtlichen Bedenken. Ausserdem sind Offnungsklauseln durch ihre gesetzliche Befugnis zur innertatbestandlichen Analogiebildung nicht mit dem Grundsatz der Gewaltenteilung und dem Grundsatz der Gesetzesbindung vereinbar.

A. Einleitung

B. Begriffsbestimmung
Definition Öffnungsklausel – Abgrenzung von Öffnungsklauseln zu Generalklauseln

C. Legitimität der Begründungsansätze zum Einsatz von Öffnungsklauseln
Mit Öffnungsklauseln verfolgte Ziele – Tragfähigkeit der gewählten Begründungsansätze

D. Verfassungsgemäßheit von Öffnungsklauseln
Historische Entwicklung des Gesetzlichkeitsprinzips – Heutiger Sinn und Zweck des Gesetzlichkeitsprinzips – Zwischenergebnis – Vereinbarkeit von Öffnungsklauseln mit dem Bestimmtheitsgrundsatz – Vereinbarkeit von Öffnungsklauseln mit dem Analogieverbot – Vereinbarkeit von Öffnungsklauseln mit dem Rückwirkungsverbot – Vereinbarkeit mit dem fragmentarischen Charakter des Strafrechts – Vereinbarkeit von Öffnungsklauseln mit dem Grundsatz der Gesetzesbindung und dem Grundsatz der Gewaltenteilung – Ergebnis der Vereinbarkeit von Öffnungsklauseln mit den dargelegten Grundsätzen

E. Konsequenz für Strafgesetze

F. Praktische Konsequenzen der Nichtanwendung von bestehenden Öffnungsklauseln
§ 238 Abs. 1 Nr. 8 StGB – § 315b Abs. 1 Nr. 3 StGB

G. Gesamtergebnis
Begründungen zum Einsatz von Öffnungsklauseln – Verfassungsgemäßheit von Öffnungsklauseln

Literatur- und Sachverzeichnis

  • By (author) Lena Gumnior