Zwingender Angehörigenschutz im Erbrecht

Ein Reformvorschlag

By (author) Reinhard Zimmermann By (author) Franz Bauer By (author) Martin Bialluch By (author) Andreas Humm By (author) Lisa-Kristin Klapdor By (author) Ben Köhler By (author) Jan Peter Schmidt By (author) Philipp Scholz By (author) Denise Wiedemann

Book cover: Zwingender Angehörigenschutz im Erbrecht

Extent: 159 pages

Publisher: Mohr Siebeck

Subjects: Law

Language: German

Paperback (Published)

(June 2022)

ISBN: 9783161617089

6.1 x 9.09 inches

Price: $89.00

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The German law of succession provides mandatory family protection by means of a compulsory portion, which is awarded to descendants, parents, and the surviving spouse of the deceased if they have been excluded from the latter’s will, and consists of one half of their intestate portion. That entails a considerable restriction of testamentary freedom. This study presents an alternative model of family protection in an attempt to revive the reform discussion. Based on the idea that the closest members of the deceased’s family deserve to be protected only in cases where the deceased was under an obligation to maintain them, the reform model thus focuses on the transmissibility of these maintenance obligations.


Zwingenden Angehorigenschutz gewahrleistet das deutsche Erbrecht durch eine feste Quotenteilhabe: Den Abkommlingen, den Eltern und dem Ehegatten des Erblassers steht als “Pflichtteil” die Halfte des Wertes ihres gesetzlichen Erbteils zu, wenn sie durch Verfugung von Todes wegen von der Erbfolge ausgeschlossen sind. Fur diese bedarfsunabhangige Beschrankung der Testierfreiheit gibt es keine uberzeugenden Grunde. Das vorgestellte Alternativmodell zum Pflichtteilsrecht soll die Reformdiskussion wiederbeleben. Es beruht auf dem Grundgedanken, die Testierfreiheit zu starken und deshalb die nachsten Angehorigen des Erblassers nur dann zu schutzen, wenn sie eines solchen Schutzes tatsachlich bedurfen. Soweit ein solches Schutzbedurfnis allerdings besteht, soll es so weit wie moglich befriedigt werden. Dreh- und Angelpunkt des Reformmodells sind infolgedessen die Unterhaltspflichten des Erblassers, die als Nachlassverbindlichkeiten bestehen bleiben.

1. Teil: Hintergrund
A. Vorbemerkung
B. Historisch-vergleichende Orientierung und Grundlagen
2. Teil: Der Reformvorschlag mit Kommentar
A. Überblick
B. Fortbestehen von Unterhaltsansprüchen trotz Tod des Verpflichteten
C. Unterhaltsansprüche von Abkömmlingen und Verwandten der aufsteigenden Linie
D. Unterhaltsansprüche verwitweter, getrenntlebender und geschiedener Ehegatten
E. Erbenhaftung
F. Streichung der Vorschriften des Pflichtteilsrechts
G. Keine Deckelung des Anspruchs des Unterhaltsberechtigten
H. Wechselwirkungen zwischen Unterhalts- und Sozialrecht
Anhang:Die vorgeschlagenen Normen im Überblick

Reinhard Zimmermann (Von (Autor))
ist Direktor am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht und Professor an der Bucerius Law School, Hamburg.
Franz Bauer (Von (Autor))
is a Research Associate at the Max Planck Institute for Comparative and International Private Law, Hamburg.
Martin Bialluch (Von (Autor))
ist Wissenschaftlicher Assistent am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg.
Andreas Humm (Von (Autor))
Geboren 1991; Studium der Rechtswissenschaften in Heidelberg und Kapstadt; Wissenschaftlicher Assistent am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg; Forschungsaufenthalte 2017 an der Stellenbosch University und 2019 an der University of Oxford; 2021 Promotion (Bucerius Law School); Referendariat am Landgericht Wiesbaden.
Lisa-Kristin Klapdor (Von (Autor))
ist Wissenschaftliche Assistentin am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg.
Ben Köhler (Von (Autor))
ist Wissenschaftlicher Referent am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht, Hamburg.
Jan Peter Schmidt (Von (Autor))
ist Wissenschaftlicher Referent am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht, Hamburg und Leiter des Kompetenzzentrums für die Anwendung ausländischen Rechts ebenda.
Philipp Scholz (Von (Autor))
ist Wissenschaftlicher Referent am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg.
Denise Wiedemann (Von (Autor))
is Professor of Private Law with Focus on Family and Succession Law at Christian Albrecht University of Kiel (Germany).

  • By (author) Reinhard Zimmermann
  • By (author) Franz Bauer
  • By (author) Martin Bialluch
  • By (author) Andreas Humm
  • By (author) Lisa-Kristin Klapdor
  • By (author) Ben Köhler
  • By (author) Jan Peter Schmidt
  • By (author) Philipp Scholz
  • By (author) Denise Wiedemann