Elitenkontinuitat und Politik in der Dritten Welt

Die Beziehungen von Deutschem Reich und Bundesrepublik Deutschland mit Iran, China/Taiwan und Sudafrika (von 1933 bis zum Beginn der 1980er Jahre) Band 3

by Harald Moller

Image coming soon

Extent: 676 pages

Publisher: Logos Verlag Berlin

Subjects: German Studies, Social Sciences 

Language: German

Paperback (Published)

(November 2025)

ISBN: 9783832559052

5.71 x 8.27 inches

Price: $90.00

Out of stock

“Oben” in wichtigen Ins -ti -tu -tio -nen und Organisationen der jungen Bun -des -re -pu -blik sassen Manner (keine Frauen), die zu einem hohen Pro -zent -satz bereits im NS-System “oben” gesessen hatten, in den zwei -ten, dritten und vierten Reihen der Entscheidungstrager. Was ergab sich aus dieser Elitenkontinuitat fur die Politik? Diese Frage wird anhand der Beziehungen von Deutschem Reich und Bundesrepublik mit drei Landern des globalen Sudens analysiert — namlich China/Taiwan, Iran und Sudafrika. Gezeigt wird, dass es zwar einen Bruch mit dem imperialen Grossenwahn, dem Rassismus und den Kolonialphantasien des NS-Systems gegeben hat. Nachwirkungen der fruher verfolgten Politiken lassen sich jedoch auch zeigen. So gab es zeitweilig eine geheime Ausbildungshilfe fur das taiwanesische Militar. Ausserdem wurde gegenuber der Apartheidpolitik der Sudafrikanischen Union, die ein ausgesprochen rassistisches Projekt verfolgte, anfangs eine begunstigende Position bezogen, die im Grunde auf indirekte Unterstutzung des Apartheidregimes hinauslief. Schliesslich wurde im Iran v.a. ab dem Beginn der 1960er Jahre das Kaiserlich-Iranische Arsenal mit deutscher Hilfestellung ausgebaut. Dort wurden die Hauptschutzenwaffen der Bundeswehr in Lizenz nachgebaut. Eingesetzt wurden diese Waffen dann v.a. im Krieg Irak-Iran zwischen 1980-1988. Diese Beispiele zeigen, dass es trotz eines Bruchs mit dem imperialen Grossenwahn des Nationalsozialismus auch Nachwirkungen gegeben hat, die in diesem Band der Serie intensiver anhand von Originaldokumenten und weiterer Ausarbeitungen vorgestellt werden.

  • By (author) Harald Moller