Die Bedeutung der hypothetischen Einwilligung für Verhaltens- und Erfolgsunrecht

By (author) Alexandra Hall-Waldhauser

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Extent: 390 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: German Studies, Law, Medicine

Series: Schriften zum Strafrecht

Series volume number: 439

Language: German

Paperback (Published)

(January 2025)

ISBN: 9783428192519

6.18 x 9.17 inches

Price: $127.00

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Neben dem von 223 StGB zu schutzenden Rechtsgut und der davon abhangigen Legitimierbarkeit der Strafbarkeit eigenmachtigen arztlichen Handelns unter dem Aspekt der Korperverletzung befasst sich die Arbeit damit, welche Bedeutung der hypothetischen Einwilligung fur die Bewertung bestimmter Ereignisse unter den Aspekten des Verhaltens- und Erfolgsunrechts zukommt. Letztlich wird eine (nicht nur) fur den medizinischen Konfliktbereich anwendbare Losungsalternative der Problematik vorgeschlagen.


English summary: The Significance of Hypothetical Consent for Conduct and Wrongful Acts: In addition to the legal interest to be protected by 223 StGB and the legitimacy of the criminal liability of unauthorized medical action under the aspect of bodily harm, the work deals with the significance of hypothetical consent for the assessment of certain events under the aspects of conduct and success injustice. Finally, an alternative solution to the problem is proposed that is applicable (not only) to the area of medical conflict. German description: Der Fokus der Arbeit liegt darauf, welche Bedeutung die hypothetische Einwilligung fur die Bewertung bestimmter Ereignisse unter den Aspekten des Verhaltens- und Erfolgsunrechts haben kann. Dazu wird anhand der Konkretisierung der Verhaltensnormverstosse im Hinblick auf das tatbestandsspezifische Schutzgut geklart, ob dem Arzt aufgrund eines Aufklarungsmangels die Begehung einer rechtswidrigen Korperverletzung vorgeworfen werden kann, weil er eigenmachtig gehandelt hat. Ausgehend davon widmet sich die Untersuchung der Relevanz von Willensmangeln bei der Patientenentscheidung. Schliesslich folgt eine Auseinandersetzung mit der dogmatischen Berechtigung der Berucksichtigung hypothetischer Erwagungen bei einer defizitaren Einwilligung des Dispositionsbefugten. Im Ergebnis wird die Anwendung der hypothetischen Einwilligung im Strafrecht abgelehnt und mit der Entkriminalisierung leichtester Fahrlassigkeit ein Losungsvorschlag (nicht nur) fur den medizinischen Konfliktbereich unterbreitet.

A. Vorfragen zur Rechtsfigur der hypothetischen Einwilligung Dogmatische Erwagungen zum Zweck des Strafens - Verfassungsrechtliche Charakterisierung der arztlichen Behandlung - Auswirkungen der verfassungsrechtlichen Analyse auf die strafrechtlichen Wertentscheidungen - Wertgehalt der Patientenautonomie - Strafrechtliche Einordnung des arztlichen Heileingriffs - Einwilligung und Aufklarung B. Die historischen Grundlagen der Entwicklung der hypothetischen Einwilligung als Rechtsfigur Rechtsprechungsanalyse - Gesamtfazit zur strafrechtlichen Entwicklung C. Mogliche dogmatische Einordnung und kritische Betrachtung der Rechtsfigur der hypothetischen Einwilligung Dogmatische Berechtigung eines Instituts der hypothetischen Einwilligung - Strafprozessuale und systematische Kritikpunkte gegenuber der Anwendung des Gedankens der hypothetischen Einwilligung im Strafrecht - Weitere typischerweise thematisierte Kritikpunkte gegenuber der Anwendung der hypothetischen Einwilligung - Kritische Gesamtwurdigung der Anwendbarkeit der hypothetischen Einwilligung im Strafrecht - Fazit D. Denkbare Losungsmoglichkeiten und Ausblick Problematische Entwicklung bezuglich der Aufklarungsanforderungen und mogliche Alternativen bezuglich der strafrechtlichen Relevanz von Aufklarungspflichtverstossen E. Schlussbetrachtung, A. Vorfragen zur »Rechtsfigur« der hypothetischen
Einwilligung
Dogmatische Erwägungen zum Zweck des Strafens – Verfassungsrechtliche
Charakterisierung der ärztlichen Behandlung – Auswirkungen der verfassungsrechtlichen
Analyse auf die strafrechtlichen Wertentscheidungen – Wertgehalt der
Patientenautonomie – Strafrechtliche Einordnung des ärztlichen Heileingriffs –
Einwilligung und Aufklärung

B. Die historischen Grundlagen der Entwicklung der hypothetischen Einwilligung als
»Rechtsfigur«
Rechtsprechungsanalyse – Gesamtfazit zur strafrechtlichen Entwicklung

C. Mögliche dogmatische Einordnung und kritische Betrachtung der »Rechtsfigur« der
hypothetischen Einwilligung
Dogmatische Berechtigung eines Instituts der hypothetischen Einwilligung –
Strafprozessuale und systematische Kritikpunkte gegenüber der Anwendung des Gedankens
der hypothetischen Einwilligung im Strafrecht – Weitere typischerweise thematisierte
Kritikpunkte gegenüber der Anwendung der hypothetischen Einwilligung – Kritische
Gesamtwürdigung der Anwendbarkeit der hypothetischen Einwilligung im Strafrecht –
Fazit

D. Denkbare Lösungsmöglichkeiten und Ausblick
Problematische Entwicklung bezüglich der Aufklärungsanforderungen und mögliche
Alternativen bezüglich der strafrechtlichen Relevanz von Aufklärungspflichtverstößen
E. Schlussbetrachtung

  • By (author) Alexandra Hall-Waldhauser