Der Vatikan als Signatar der UN-Kinderrechte-Konvention?

Implementation kinderschützender Normen im Codex Iuris Canonici anlässlich der Apostolischen Konstitution Pascite Gregem Dei und des Motu Proprio Vos estis lux mundi auf der Basis des Wiener Übereinkommens über völkerrechtliche Verträge

By (author) Frank Czerner

Book cover: Der Vatikan als Signatar der UN-Kinderrechte-Konvention?

Extent: 221 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Law, Social Sciences 

Series: Kanonistische Studien und Texte

Series volume number: 82

Language: German

Paperback (Published)

(October 2024)

ISBN: 9783428192991

6.18 x 9.17 inches

Price: $76.00

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Die Unterzeichnung der UN-Kinderrechtskonvention durch den Heiligen Stuhl und deren volkerrechtlich-kirchenrechtlichen Implikationen stehen im Fokus des Werkes. Die Wiener Vertragsrechts-Konvention und die Optimierung des Kinderschutzes durch die Apostolische Konstitution PASCITE GREGEM DEI werden auch in Bezug auf die Missbrauchs-Thematik analysiert. Dieses Werk ist Teil II eines Forschungsprojekts in Rom zur kanonischen Rezeption des Kinderschutzes (Gorres-Gesellschaft, Campo Santo Teutonico).


English summary: The Vatican as signatory to the UN Convention on the Rights of the Child?: The signing of the UN Convention on the Rights of the Child by the Holy See and its implications under international law and church law are the focus of this work. The Vienna Convention on the Law of Treaties and the optimization of child protection through the Apostolic Constitution PASCITE GREGEM DEI are also analyzed in relation to the issue of abuse. This work is part II of a research project in Rome on the canonical reception of child reception of child protection (Gorres Society, Campo Santo Teutonico). German description: Wer hat die Konvention der Vereinten Nationen zum Schutz von Kindern unterzeichnet – der Vatikan oder der Heilige Stuhl? Welche volkerrechtlichen und kirchenrechtlichen Folgerungen sind aus dieser Antwort abzuleiten? Welche Rolle spielt die Wiener Konvention uber die Auslegung und die Einhaltung volkerrechtlicher Vertrage fur die romisch-katholische Kirche im Hinblick auf den Kinderschutz? Mit der Apostolischen Konstitution PASCITE GREGEM DEI (2021, Czerner, KST 76) und mit dem Motu Proprio VOS ESTIS LUX MUNDI ist ein Paradigmenwechsel zugunsten des Opferschutzes, insbesondere im Kontext des Missbrauchs, erfolgt. Mit diesem Band legt Frank Czerner den zweiten Beitrag zu seinem Forschungs-Freisemester in Rom (Institut der Gorres-Gesellschaft am Campo Santo Teutonico) mit volkerrechtlichem Schwerpunkt auf der kanonischen Rezeption des Kinderschutzes vor. Zentrales Ergebnis ist die (auch) volkerrechtliche Verpflichtung des Heiligen Stuhls zum (optimierten) Schutz von Kindern.

"I. Romisch-katholisches Kirchenrecht und weltumfassende Kinderrechte II. Annahme und Vorbehalte gegenuber der UN-KRK durch den Heiligen Stuhl - auch vor dem Hintergrund von Art. 51 II UN-KRK i. V. m. Artt. 2 I lit. d, 19 lit. c, 26, 27, 31 I und des dritten Praambelabsatzes der Wiener Vertragsrechtskonvention (WVK) III. Inhalt und Reichweite der Anerkennung der UN-KRK durch den Heiligen Stuhl, auch im Lichte von Art. 3 UN-KRK, Artt. 26, 27, 31 I i. V. m. dem dritten Praambelabsatz der WVK, als volkerrechtliche Basis fur die Etablierung existentieller Kinderrechte auf der Ebene des kanonischen Rechts IV. Analyse kirchenrechtlicher Korrespondenznormen zur UN-Kinderrechtskonvention im Codex Iuris Canonici V. Die UN-KRK als self executing- oder non-self-executing-Konvention vs. papstliche Normeninterpretation nach Can. 16 CIC VI. Specifica Romana: Can. 1399 CIC als (positivrechtliche) Transformationsnorm in uberpositives (Natur-)Recht zur UN-Kinderrechts-konformen CIC-Ausgestaltung VII. Conclusio: Der Heilige Stuhl als Doppel-Signatar der UN-Kinderrechtskonvention und der Wiener Vertragsrechtskonvention: Folgerungen fur die Allianz von UN-Kinderrechtskonvention und Codex Iuris Canonici ", I. Römisch-katholisches Kirchenrecht und
weltumfassende Kinderrechte

II. Annahme und Vorbehalte gegenüber der UN-KRK durch den Heiligen Stuhl – auch vor
dem Hintergrund von Art. 51 II UN-KRK i. V. m. Artt. 2 I lit. d, 19 lit. c, 26, 27,
31 I und des dritten Präambelabsatzes der Wiener Vertragsrechtskonvention (WVK)

III. Inhalt und Reichweite der Anerkennung der UN-KRK durch den Heiligen Stuhl, auch
im Lichte von Art. 3 UN-KRK, Artt. 26, 27, 31 I i. V. m. dem dritten Präambelabsatz
der WVK, als völkerrechtliche Basis für die Etablierung existentieller Kinderrechte
auf der Ebene des kanonischen
Rechts

IV. Analyse kirchenrechtlicher Korrespondenznormen zur UN-Kinderrechtskonvention im
Codex Iuris Canonici

V. Die UN-KRK als self executing- oder non-self-executing-Konvention vs. päpstliche
Normeninterpretation nach Can. 16 CIC

VI. »Specifica Romana«: Can. 1399 CIC als (positivrechtliche) Transformationsnorm in
überpositives (Natur-)Recht zur UN-Kinderrechts-konformen CIC-Ausgestaltung

VII. Conclusio: Der Heilige Stuhl als Doppel-Signatar der UN-Kinderrechtskonvention
und der Wiener Vertragsrechtskonvention: Folgerungen für die Allianz von
UN-Kinderrechtskonvention und Codex Iuris Canonici

  • By (author) Frank Czerner