Volksgruppe und Versöhnung

Die Ackermann-Gemeinde als sudetendeutscher Verband und Akteur im deutsch-tschechischen Dialog (1946–2004)

By (author) Niklas Zimmermann Series edited by

Book cover: Volksgruppe und Versöhnung

Extent: 312 pages

Publisher: Vandenhoeck & Ruprecht

Subjects: German Studies

Series: Veroffentlichungen des Collegium Carolinum

Language: German

Hardback (Published)

(October 2025)

ISBN: 9783525303528

6.34 x 9.25 inches

Price: $63.00

In stock

Nach der Vertreibung aus der Tschechoslowakei grundeten sudetendeutsche Katholiken die Ackermann-Gemeinde. In der fruhen Nachkriegszeit verkorperte diese eine von drei politischen Stromungen im sudetendeutschen Spektrum. Sie betrieb auch gegen Widerstande die Annaherung der Vertriebenenverbande an den politischen Mainstream der Adenauer-Ara. Ab den 1960er-Jahren verschoben sich die Schwerpunkte teilweise: Vor allem die Jugend der Ackermann-Gemeinde wandte sich gegen die alte “”Heimatpolitik””. Als neue Aufgabe kam zudem die grenzuberschreitende “”Osthilfe”” fur Katholiken in der kommunistischen Tschechoslowakei hinzu. Durch diese Vorgeschichte hatte die Ackermann-Gemeinde nach 1989 in Tschechien eine hohe Reputation und konnte sich inmitten hitziger vergangenheitspolitischer Debatten weiter als Vordenkerin einer deutsch-tschechischen Versohnung profilieren. Diese Studie beleuchtet das Wirken der Ackermann-Gemeinde insbesondere in ihren grenzuberschreitenden Bezugen. Sie basiert auf umfangreichen Archivrecherchen in Deutschland und in Tschechien – unter anderem von Akten der tschechoslowakischen Staatssicherheit, die diese bedeutende sudetendeutsche Organisation uber Jahrzehnte beobachtete.


Nach der Vertreibung aus der Tschechoslowakei grundeten sudetendeutsche Katholiken die Ackermann-Gemeinde. In der fruhen Nachkriegszeit verkorperte diese eine von drei politischen Stromungen im sudetendeutschen Spektrum. Sie betrieb auch gegen Widerstande die Annaherung der Vertriebenenverbande an den politischen Mainstream der Adenauer-Ara. Ab den 1960er-Jahren verschoben sich die Schwerpunkte teilweise: Vor allem die Jugend der Ackermann-Gemeinde wandte sich gegen die alte “Heimatpolitik”. Als neue Aufgabe kam zudem die grenzuberschreitende “Osthilfe” fur Katholiken in der kommunistischen Tschechoslowakei hinzu. Durch diese Vorgeschichte hatte die Ackermann-Gemeinde nach 1989 in Tschechien eine hohe Reputation und konnte sich inmitten hitziger vergangenheitspolitischer Debatten weiter als Vordenkerin einer deutsch-tschechischen Versohnung profilieren. Diese Studie beleuchtet das Wirken der Ackermann-Gemeinde insbesondere in ihren grenzuberschreitenden Bezugen. Sie basiert auf umfangreichen Archivrecherchen in Deutschland und in Tschechien – unter anderem von Akten der tschechoslowakischen Staatssicherheit, die diese bedeutende sudetendeutsche Organisation uber Jahrzehnte beobachtete.

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