Johannes Hartlieb »Kräuterbuch«
Zum ersten Mal kritisch herausgegeben von Gerold Hayer und Bernhard Schnell
Hardback (Published)
(February 2011)
ISBN: 9783895007606
6.69 x 9.49 inches
Price: $152.00
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English description: Before the middle of the fifteenth century the Munich physician and author wrote an herbal that describes the medical efficacy of more than 170 drugs drawn from plants and animals. With its large format pictorial representations of animals and plants, it is the only completely illustrated herbal from the incunable period in the German language. The text is presented here for the first time in a critical edition. Information about the author, the transmission and textual history, as well as a glossary complement the edition. Furthermore, a representative selection of 64 full-page color reproductions is appended from the lead manuscript used as the basis for the text. German description: Noch vor der Mitte des 15. Jahrhunderts verfasste der Munchener Arzt und Literat ein Krauterbuch, das die medizinische Wirkung von mehr als 170 tierischen und pflanzlichen Drogen beschreibt. Mit ihren grossformatigen bildliche Darstellungen der Tiere und Pflanzen ist es das einzige durchgehend illustrierte Krauterbuch in deutscher Sprache vor der Inkunabelzeit. Der Text wird erstmals in einer kritischen Ausgabe vorgelegt. Informationen zum Verfasser, zu Uberlieferung und Textgeschichte sowie ein Sachglossar erganzen diese Edition, der zudem eine reprasentative Auswahl von 64 ganzseitigen Farbabbildungen aus der dem Text zugrunde liegenden Leithandschrift beigegeben ist.
Gerold Hayer<br/><br/>geboren 1945, Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie an der Universität Salzburg, 1972 Dr. phil., 1973 wiss. Mitarbeiter an Forschungsprojekten, 1981 Universitäts-Assistent, seit 1992 Univ.-Doz. für Ältere deutsche Sprache und Literatur und ao. Univ.-Prof. am Institut/Fachbereich für Germanistik an der Universität Salzburg. <br/>Forschungsschwerpunkte: Spätmittelalterliche pragmatische Literatur, Text- und Überlieferungsgeschichte, Bibliotheksgeschichte.<br/><br/><br/>Bernhard Schnell<br/><br/>geboren 1942, Studium der Germanistik und Geschichte an der Universität München, 1974-1990 wiss. Mitarbeiter (Forschergruppe „Prosa des deutschen Mittelalters“, Sonderforschungsbereich „Wissensorganisierende und wissensvermittelnde Literatur im Mittelalter“) in Würzburg, 1980 Dr. phil., 1990 Priv.-Doz. für Geschichte der Medizin, 1990-1994 akad. Oberrat am Institut für Geschichte der Medizin an der Univ. Würzburg, 1995-2007 Leiter der Arbeitsstelle des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs an der Göttinger Akademie der Wissenschaften. <br/>Forschungsschwerpunkte: Mittelhochdeutsche Lexikographie, deutsche Medizinliteratur des Mittelalters, Text- und Überlieferungsgeschichte.<br/>
- By (author) Gerold Hayer
- By (author) Bernhard Schnell
„Hartliebs „Kräuterbuch“ gehört zu den am besten erschlossenen Texten seiner Art. Nach der Erstedition einer unvollständigen (Linzer) Hs. 1958, die 1980 durch ein Teilfaksimile und 1989 durch eine Teiledition ergänzt wurde, erschien 2004 das Faksimile einer weiteren, wenn auch ihrerseits fehlerhaften hs. (Anholt-Moylönder Kräuterbuch), die jedoch sorgfältig transkribiert, übersetzt und ausführlich erläutert wurde. Nun liegt eine kritische Ausgabe vor, die zwar einer Leithandschrift (Berlin, Ms. Germ. Qu. 2021) folgt, jedoch - dem Sachtextcharakter entsprechend - auf inhaltliche Korrektheit Wert legt und erkennbare Irrtümer zu verbessern sucht. Da eine enge Text-Bild-Beziehung das wesentliche Charakteristikum dieses Kräuterbuches ist, wurden 64 ganzseitige Farbabb. aus der Berliner Hs. angefügt. Die knapp gehaltene Einl. stellt den Autor vor, referiert den Forschungsstand, schildert Aufbau, Vorlagen (besonders Konrad von Megenberg) und Bearbeitungsweise, beschreibt die erhaltenen Hss., rekonstruiert die Textgeschichte und erklärt die Editionsprinzipien. Eine gewisse Normalisierung der Schreibweisen, ein Glossar und besonders der übersichtliche Anmerkungsapparat erleichtern die Benutzung für Nicht-Fachleute.“<br/><br/>Ortrun Riha<br/><br/>In: Germanistik. 52 (2001) 1-2. s. 216-217.
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