Studien zur »Weltchronik« Heinrichs von München

Band 29: Überlieferung, Forschungsbericht, Untersuchungen, Texte. Band 30/1 und 30/2: Von der »Erweiterten Christherre-Chronik« zur Redaktion a. Band 31/1 und 31/2: Text- und überlieferungsgeschichtliche Untersuchungen zur Redaktion b

Edited by Horst Brunner Edited by Dorothea Klein

Book cover: Studien zur »Weltchronik« Heinrichs von München

Hardback (Published)

(April 1999)

ISBN: 9783895001093

6.69 x 9.45 inches

Price: $324.00

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Die im bayerisch-österreichischen Sprachraum entstandene »Weltchronik« Heinrichs von München ist eines der ehrgeizigsten volkssprachigen Buchprojekte des 14. Jahrhunderts: Eine gewaltige Summe des Geschichts- und Bibelwissens mit dem Ziel, die Weltgeschichte von der Schöpfung bis in die Zeit Karls des Großen, in späteren Fassungen auch bis zur damaligen Gegenwart möglichst ausführlich und vollständig in Versen darzustellen. <br/>Versuche, das ursprünglich heils- und profangeschichtliche Wissen als Ganzes darzustellen, gab es bereits früher; gelungen ist dies erstmals Heinrich von München. Für die Realisierung wurde eine Vielzahl von Quellen verarbeitet. Gleich nach ihrer Entstehung wurde die »Weltchronik« indes wiederholt überarbeitet: Es wurde gekürzt und erweitert, ersetzt und korrigiert. Das Ergebnis sind verschiedene, teilweise erheblich voneinander abweichende Fassungen. <br/>Das vorliegende fünfbändige Werk klärt die Zusammenhänge zwischen den unterschiedlichen Fassungen, in denen die »Weltchronik« überliefert ist. Der erste Band des Werkes enthält eine Darstellung der Zusammenhänge zwischen den verschiedenen mittelalterlichen Weltchroniken, Handschriftenbeschreibungen, einen Forschungsbericht, sowie Untersuchungen einzelner Teile mit Textabdrucken. Die Bände 2 und 3 stellen die Textgeschichte der Weltchronik Heinrichs von München im Detail dar und liefern weitere, sehr ausführliche Textabdrucke aus der bis jetzt als Ganzes unedierten Chronik.<br/><br/>


Die im bayerisch-osterreichischen Sprachraum entstandene Weltchronik Heinrichs von Munchen ist eines der ehrgeizigsten volkssprachigen Buchprojekte des 14. Jahrhunderts: Eine gewaltige Summe des Geschichts- und Bibelwissens mit dem Ziel, die Weltgeschichte von der Schopfung bis in die Zeit Karls des Grossen, in spateren Fassungen auch bis zur damaligen Gegenwart moglichst ausfuhrlich und vollstandig in Versen darzustellen. Versuche der Laienwelt, das ursprunglich heils- und profangeschichtliche Wissen als Ganzes darzustellen, gab es bereits fruher; gelungen ist dies erstmals Heinrich von Munchen. Fur die Realisierung wurde eine Vielzahl von Quellen verarbeitet, vor allem gereimte deutsche Weltchroniken, Geschichtsepen und geistliche Dichtungen des 13. Jahrhunderts, daneben auch Prosaquellen, insbesondere die Vulgata.Gleich nach ihrer Entstehung wurde die Weltchronik indes wiederholt uberarbeitet: Es wurde gekurzt und erweitert, ersetzt und korrigiert. Das Ergebnis sind verschiedene, teilweise erheblich voneinander abweichende Fassungen. In Konzept und Durchfuhrung ist sie ein wichtiges Dokument fur den epochalen Schritt von der lateinischen Bildungswelt zur volkssprachlichen Kultur der Neuzeit. Dass dieser Schritt gewaltige Anstrengungen erforderte, machen nicht zuletzt die zahlreichen Bearbeitungen der Chronik sichtbar; sie zeigen, mit welcher Intensitat um das “richtige” Wissen und um den “richtigen” Text in der Volkssprache gerungen wurde. Das vorliegende funfbandige Werk klart die Zusammenhange zwischen den unterschiedlichen Fassungen, in denen die Weltchronik uberliefert ist. Der erste Band des Werkes enthalt eine Darstellung der Zusammenhange zwischen den verschiedenen mittelalterlichen Weltchroniken, Handschriftenbeschreibungen, einen Forschungsbericht, sowie Untersuchungen einzelner Teile mit Textabdrucken. Die Bande 2 und 3 stellen die Textgeschichte der Weltchronik Heinrichs von Munchen im Detail dar und liefern weitere, sehr ausfuhrliche Textabdrucke aus der bis jetzt als Ganzes unedierten Chronik.

  • Edited by Horst Brunner
  • Edited by Dorothea Klein

„Die Bände von Johannes Rettelbach zeigen den Weg von der ,,Erweiterten Christherre-Chronik" über die Erstfassung zur Redaktion α. Dorothea Klein hat in ihren Bänden die komplizierte Textgeschichte der Alten Ee in den Handschriften der Gruppe β dargestellt. Durchgeführt wurde dieses überaus aufwendige und große philologische Kompetenz erfordernde Projekt im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 226 ,,Wissensorganisierende und wissensvermittelnde Literatur<br/>des Mittelalters" der Universitäten Würzburg und Eichstätt.“<br/><br/>Von Marianne Sammer<br/>In: Zeitschrift für bayrische Landesgeschichte Bd. 66, Heft 3, S. 1013-1014
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