Zivilgerichtsbarkeit und Europaisches Justizsystem

Institutionelle und prozedurale Rahmenbedingungen des Vorabentscheidungsverfahrens nach Art. 267 AEUV auf dem Prufstand

edited by Beate Gsell and Wolfgang Jakob Hau

Book cover: Zivilgerichtsbarkeit und Europaisches Justizsystem

Extent: 266 pages

Publisher: Mohr Siebeck

Subjects: Law

Language: German

Paperback (Published)

(December 2012)

ISBN: 9783161516757

Price: $118.00

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English summary: The authors of this volume deal with the question of whether or not the Preliminary Ruling under Article 267 TFEU, which is becoming increasingly significant in times of the growing Europeanization in private law, is still fulfilling its role in civil proceedings or if a reform is necessary. German description: In Zeiten zunehmender Europaisierung des Privatrechts wird die Kooperation zwischen dem EuGH und den Gerichten der Mitgliedstaaten im Zivilprozess immer wichtiger. Dies wirft die Frage auf, ob das durch die Romischen Vertrage geschaffene Vorabentscheidungsverfahren nach Art. 267 AEUV heute noch in allen Einzelheiten zeitgemass ist. Als Mittel etwaiger Reformen kommen eine Verbesserung der Beteiligungsmoglichkeiten der Parteien des Ausgangsrechtsstreits, eine Verkurzung der Verfahrensdauer durch Schaffung zusatzlicher Spruchkorper oder die Spezialisierung eines Spruchkorpers in Betracht. Weiter in die Zukunft gedacht, muss bei der Diskussion berucksichtigt werden, welche Funktion dem EuGH bei der Anwendung und Fortentwicklung eines zu schaffenden einheitlichen Europaischen Vertragsrechts zugedacht ist, etwa die eines blossen Koordinators oder sogar die einer echten Revisionsinstanz.

I. Allgemeine institutionelle und prozedurale Rahmenbedingungen des Vorlageverfahrens unter dem Blickwinkel der effektiven Zivilrechtspflege Marian Niestedt: Vorlagevoraussetzungen und -grenzen sowie Ablauf des Vorlageverfahrens - Michael Ahlt: Personelle Besetzung des EuGH und aEntscheidungskultur - Christoph Althammer: Bindungswirkung der Entscheidungen des EuGH - Camelia Toader: Kooperationsverhaltnis zwischen dem EuGH und den nationalen Zivilgerichten - Rainer Sickerling: Kooperationsverhaltnis zwischen EuGH und nationalen Zivilgerichten aus der Sicht eines erstinstanzlichen Zivil-(Familien-)richters II. Einzelaspekte des Vorlageverfahrens unter dem Blickwinkel der effektiven Zivilrechtspflege Wolfgang Hau: Parallelverfahren, konkurrierende Vorlagen und Privatrechtsdurchsetzung - Volker Lipp: Rechtsschutz gegen Vorlageverstosse - Beate Gsell: Vorlageverfahren und uberschiessende Umsetzung von Europarecht - Marcus Bieder: Abgrenzung zwischen der Auslegung und der Anwendung des Europarechts III. Zukunft des Vorlageverfahrens und mogliche Alternativen unter dem Blickwinkel der effektiven Zivilrechtspflege Burkhard Hess: Die Zukunft des Vorabentscheidungsverfahrens nach Art. 19 EUV und Art. 267 AEUV - Thomas Riehm: Pro und contra Europaisches Fachgericht fur Privatrecht - Oliver Remien: Europaisches Revisionsverfahren und andere Alternativen zum Vorlageverfahren - Martin Gebauer: Common Frame of Reference, Gemeinsames Europaisches Kaufrecht und Gewahrleistung einer autonomen, einheitlichen und praktisch wirksamen Auslegung

Beate Gsell, ist Inhaberin des Lehrstuhls fur Burgerliches Recht und Zivilverfahrensrecht an der Ludwig-Maximilians-Universitat Munchen und Richterin am OLG Munchen.Wolfgang Jakob Hau, Geboren 1968; Studium der Rechtswissenschaft in Saarbrucken, Cardiff und Trier; 1995 Promotion; zunachst wissenschaftlicher Mitarbeiter, dann wissenschaftlicher Assistent an der Universitat Trier; 2002 Habilitation.

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