Zurechnung von Dritthandeln im rechtsgeschäftlichen Bereich.
Zugleich eine Neuausrichtung der Willenserklärung und eine Neubewertung des Handelns unter fremdem Namen, insbesondere im elektronischen Geschäftsverkehr.
By (author) Daniel S. Huber
Paperback (Published)
(September 2022)
ISBN: 9783428186174
6.18 x 9.17 inches
Price: $127.00
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Vor dem Hintergrund des Handelns unter fremdem Namen untersucht der Verfasser die allgemeinen Prinzipien der Zurechnung von drittbezogenem Handeln im rechtsgeschäftlichen Bereich. Aus einer umfassenden Analyse der Vorschriften der Rechtsgeschäftslehre entwickelt er ein modifiziertes Verständnis der Willenserklärung, wonach auch die Verantwortung für die eigene Risikosphäre zu einer vertraglichen Erfüllungshaftung führen kann.
Die Arbeit setzt sich mit der herrschenden Ansicht zum Umgang mit Handeln unter fremdem Namen kritisch auseinander und untersucht die allgemeinen Prinzipien der Zurechnung von drittbezogenem Handeln im rechtsgeschaftlichen Bereich. Aus einer umfassenden Analyse der Vorschriften der Rechtsgeschaftslehre im Hinblick auf ihre Zurechnungsprinzipien entwickelt der Autor ein modifiziertes Verstandnis der Willenserklarung. Neben dem rechtsgeschaftlichen Willen und Verschulden kann demnach auch die Verantwortung fur die eigene Risikosphare zu einer rechtsgeschaftlichen Zurechnung, mithin zu einer vertraglichen Erfullungshaftung fuhren. Der Verfasser zeigt zudem, wie die vertragliche Haftung bei Handlungen unter fremdem Namen und bei der Entnahme von Leistungen aus Versorgungsanschlussen durch Dritte mittels konsequenter Heranziehung des modifizierten Begriffs der Willenserklarung sowie Anwendung des Risikoprinzips gelost werden konnen.
A. Das Rechtsproblem:
Zurechnung von Dritthandeln im rechtsgeschäftlichen Bereich — Handeln unter fremdem Namen — Die einzelnen Fallgruppen — Kritik an der rechtlichen Einordung des Handelns unter fremdem Namen
B. Die klassische Rechtsgeschäftslehre als gesetzter Rahmen:
Die notwendigen Bedingungen für rechtsgeschäftliche Wirkungen als Ausgangspunkt — Die Grundlagen der Rechtsgeschäftslehre — Die Rechtsschein- und Vertrauenshaftung als Gegenpole zur klassischen Rechtsgeschäftslehre
C. Der Wille als bloße Fiktion:
Privatautonomes Handeln ohne Willensfreiheit — Fiktion des rechtsgeschäftlichen Willens — Zurechnung durch Fiktion des Willens und Zurechnungsalternativen
D. Die Privatautonomie zwischen Wille und Erklärung:
Der Rahmen der Privatautonomie — Privatautonomie und Vertrauens- und Verkehrsschutz — Ein historischer Abriss der privatrechtlichen Privatautonomie — Wille und Erklärung in der Rechtsgeschäftslehre des BGB — Der Gegensatz von Wille und Erklärung bei der Auslegung von Willenserklärungen
E. Die rechtsgeschäftliche Zurechnung im bürgerlichen Recht:
Der Begriff der Zurechnung — Rechtsgeschäftliche Zurechnungsprinzipien
F. Zurechnung von Willenserklärungen aufgrund rechtsgeschäftlichen Willens, Verschuldens und der Zuordnung zur Risikosphäre:
Die Zurechnung rechtsgeschäftlicher Wirkungen im Zweipersonenverhältnis — Der Minimaltatbestand der Willenserklärung — Kriterien zur Bestimmung der Risikosphäre bei der Zurechnung als Willenserklärung — Der Minimaltatbestand der Willenserklärung im dogmatischen System der allgemeinen Rechtsgeschäftslehre — Konsequenzen für die Darlegungs- und Beweislast
G. Schlussbetrachtungen:
Eine Evaluation des Wirkpotentials: Lösung durch Optimierung des aktuellen Regimes? — Lösung durch Institutionalisierung des Angebots? — Zusammenfassung der wichtigsten Thesen
Literatur -und Sachwortverzeichnis
- By (author) Daniel S. Huber
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