Zur Bedeutung des Regeltatbildes bei der Bemessung der Strafe.
By (author) Christian Fahl
Paperback (Published)
(April 1996)
ISBN: 9783428087112
6.18 x 9.17 inches
Price: $114.00
Out of stock
Ausgehend von der Feststellung, dass Umstande, die “regelmassig” im Falle der Deliktsverwirklichung mitgegeben sind oder “typischerweise” vorliegen und so das “Regeltatbild” eines Delikts verkorpern, in der Vergangenheit haufig dem Doppelverwertungsverbot unterstellt wurden, befasst sich die Arbeit im ersten Teil mit dem Umfang und den Grenzen des Doppelverwertungsverbotes, wie es in 46 Abs. 3 StGB niedergelegt ist. Die Untersuchung kommt dabei zu dem Ergebnis, dass das DVV zwar uber den Wortlaut hinaus auch solche Umstande erfasst, die “stets und notwendigerweise” mit der Tatbestandsverwirklichung einhergehen, nicht aber solche, die nur “regelmassig und typischerweise” mitverwirklicht sind. Insofern verkorpert das Doppelverwertungsverbot ein schlicht logisches Prinzip. Gleichwohl haben auch solche Umstande fur die Verwertung in der Strafzumessung auszuscheiden. Fur das andere, das “wertende” Ausschlussprinzip muss jedoch ein anderer Standort gefunden werden. Die Untersuchung geht deshalb der Frage nach, auf welcher Ebene der Strafzumessung im Sinne des Bruns’schen Funf-Phasen-Modells das “Regeltatbild” seinen Platz haben konnte. Er wird in der 3. Phase (oder Stufe) der Strafzumessung gefunden, wo es um die Festlegung der sogenannten Bewertungsrichtung von Strafzumessungstatsachen geht, in der um die Festlegung eines Ausgangspunktes, von dem aus gemessen wird, nicht umhinzukommen ist. Die Arbeit versucht den Nachweis, dass beide Prinzipien nicht ohne einander auskommen und sich auch anderswo sinnvoll erganzen. Der zweite Teil widmet sich deshalb der Lehre von der Gesetzeseinheit oder “Gesetzeskonkurrenz”, wo sie in der Spezialitat einerseits und der Konsumtion andererseits seit langem Ausdruck finden. Die Untersuchung schliesst mit der Erkenntnis, dass auch das Wesen der Gesetzeseinheit noch immer nicht richtig verstanden ist, wenn angenommen wird, auch das verdrangte Gesetz konne Einfluss auf die Strafzumessung nehmen. Im Falle der Spezialitat folgt dies, wie vielfach bereits anerkannt, aus dem Doppelverwertungsverbot, im Falle der Konsumtion widerspricht die Berucksichtigung dem dargelegten “Regeltatbildprinzip”.
- By (author) Christian Fahl
Other Titles in this Series
Schuldprinzip, Verbot der Verdachtsstrafe und Unschuldsvermutung als materielle Grundprinzipien des Strafrechts.
Volume 62
Strafbegründung in den Systemen der Hegelianer.
Eine rechtsphilosophische Untersuchung zu den Straftheorien von Julius Abegg, Christian Reinhold Köstlin, Albert Friedrich Berner und Hugo Hälschner.
Volume 162
Untersuchungen zum Gelegenheitsgesetz im Strafrecht.
Zugleich ein Beitrag zu § 316 a StGB (Autostraßenraub).
Volume 18
Die Heimtücke im Sinne des § 211 Abs. 2 StGB – ein das vortatliche Opferverhalten berücksichtigendes Tatbestandsmerkmal?
Volume 242
Die Theorie der Tatherrschaft und ihre Grundlagen.
Zur Notwendigkeit einer Revision der Beteiligungslehre.
Volume 203
Ordnungsgemäßes Wirtschaften und Erlaubtes Risiko.
Grund- und Einzelfragen des Bankrotts (§ 283 StGB) - zugleich ein Beitrag zur Dogmatik des Konkursstrafrechts.
Volume 95
Die Strafbarkeit des Selbstdopings.
Strafrechtsdogmatische, verfassungsrechtliche und rechtspolitische Überlegungen zu §§ 3, 4 Abs. 1 Nrn. 4, 5, Abs. 2, 7 Anti-Doping-Gesetz.
Volume 293
Grund und Grenzen einer strafrechtlichen Regulierung der Marktmanipulation.
Analyse unter besonderer Würdigung der Börsen- oder Marktpreiseinwirkung.
Volume 227
Die Strafbarkeit privater Sportwettenanbieter gemäß § 284 StGB.
Zugleich eine Untersuchung zu den Grenzen der Verwaltungsakzessorietät.
Volume 214
Die gewerbs- oder bandenmäßige Steuerhinterziehung (§ 370a AO) – ein Schreckensinstrument des Gesetzgebers?
Volume 182
Grundzüge einer Dogmatik der Straftatbestände zum Schutz von Verwaltungsrecht oder Verwaltungshandeln.
Volume 125
Trafic d’influence: Der Straftatbestand des missbräuchlichen Handels mit Einfluss als Modell zur Schließung von Strafbarkeitslücken?
Volume 238
Strafrecht und Criminal Compliance in philosophischer Perspektive.
Eine Kritik des postmodernen Zeitgeists im Strafrecht und seiner Wissenschaft.
Volume 306
Der Rücktritt als Rechtsfolgebestimmung.
Eine Untersuchung anhand des Abgrenzungsproblems von beendetem und unbeendetem Versuch.
Volume 23
Rasterfahndung.
Eine EDV-gestützte Massenfahndungsmethode im Spannungsfeld zwischen einer effektiven Strafverfolgung und dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung.
Volume 101
Die fakultative Strafmilderung beim Versuch nach § 23 II StGB.
Zugleich eine Deutung der §§ 22–24 StGB auf Grundlage des Strafzwecks der positiven Generalprävention.
Volume 294
Strafrechtliche Grenzen der Rationierung medizinischer Leistungen.
Zugleich ein Beitrag zum "Dogma vom Höchstwert des menschlichen Lebens" und zum "Grundsatz vom Vorrang von Personenwerten vor Sachinteressen".
Volume 269
Similar Books
Legal Pluralism and the Tajik Experience of Xinjiang
Between Custom and the Chinese State: An Ethnographic Perspective
Liturgia semper reformanda
Adaptations and accommodations in the liturgy in light of canon 838 of the Code of Canon Law
Volume 6
Credit Default Swap-Aktivismus
Eine ökonomische Analyse und rechtliche Bewertung der Einflussnahme von Credit Default Swap-Investoren auf Unternehmen
Die Konjunkturkomponente des Grundgesetzes
Die konjunkturbedingte Kreditaufnahme im System der Kreditermächtigungen, europarechtlichen und gesamtwirtschaftlichen Verpflichtungen der Finanzverfassung
Indirekte Enteignung
Verfassungsunmittelbar gebotene Entschädigungspflicht im Spiegel des Mehrebenensystems
Kollektivismus und Individualismus im Aktienrecht
Zum Einfluss aktienrechtlicher Paradigmen auf die Rechtsentwicklung in Deutschland und den USA
Künstlervertragsmodelle in der Musikwirtschaft
Rechtliche Grenzen der künstlerbezogenen Nebenrechteverwertung im Erlös-, Vermittlungs-, Options- und Leistungsmodell
Mehrdimensionale Diskriminierungen
Rechtliche Erfassung von Intersektionalität und Benachteiligungsstrukturen am Beispiel von Art. 3 Abs. 3 GG
Rechtssubjektivität für Künstliche Intelligenz
Eine Untersuchung von Zuerkennungsgründen für die "ePerson"
Stablecoins und Aufsichtsrecht
Die Regulierung von E-Geld-Token der MiCAR zwischen Buchgeld, E-Geld und Geldmarktfonds
Strukturierter Parteivortrag im digital geführten Zivilprozess
Richterliche Verfahrensleitung und Sanktionierung parteiseitigen Fehlverhaltens
Zeugnisverweigerungsrechte in modernen Familienformen
Zur Notwendigkeit einer Erweiterung der Zeugnisverweigerungsrechte für Angehörige gemäß § 52 Abs. 1 StPO im Licht des Art. 6 Abs. 1 GG
Ideological Foundations of Early Irish Law and Their Reception in Anglo-Saxon England, c. 600-c. 900
Volume 37
Das personenstandsrechtliche Geschlecht
Zu Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Geschlechtseintrags in den Personenstandsregistern
Volume 128
Die Airbus-Werkserweiterung im Widerstreit der Interessen
Rechtsfragen der Planung von Großprojekten am Beispiel des Luftfahrtindustriestandorts Hamburg-Finkenwerder
Die Gewahr der Verfassungstreue
Eine verfassungsrechtliche Neubewertung der Uberprufung der Verfassungstreue mittels einer Regelanfrage bei den Verfassungsschutzbehorden im Einstellungsverfahren fur den offentlichen Dienst
Volume 17
