Waldfeucht

Adapted by Wolfgang Löhr Edited by

Book cover: Waldfeucht

Extent: 32 pages

Publisher: Böhlau Verlag Köln

Subjects: German Studies

Series: Rheinischer Stadteatlas

Language: German

Waldfeucht, der Ort dem sich die Nr. 106 des Rheinischen Stadteatlas widmet, wurde erstmals 1240 erwahnt und in Folge der weiteren Entwicklung 1350 als Stadt bezeichnet. Ausser den beiden Toren aus Mauerwerk war Waldfeucht von wassergefullten Graben sowie von heckenbestandenen Wallen umgeben. Ab 1499 gehorte der Ort zum Herzogtum Julich. 1816 wurde die Mairie Waldfeucht Burgermeisterei und 1935 kam es zur Bildung des Amts Waldfeucht mit den Orten Braunsrath, Haaren und Saeffelen. 1972 gegrundete man die neue Gemeinde Waldfeucht. Nach Waldfeucht fuhrte eine Wallfahrt zum hl. Rochus. Auf diese Weise entwickelte sich der Ort zu einem religiosen und administrativen Mittelpunkt, der zur Ansiedlung von Handwerkern fuhrte. Bereits 1277 sind ein Markt und Handwerker erwahnt. Bis ins 19. Jh. hinein wurde in Waldfeucht auch die Leinen- und Samtweberei betrieben. Bedingt durch den fehlenden Eisenbahnanschluss konnte die Industrialisierung kaum Fuss greifen. Als grossere Firma siedelte sich 1970 nur eine Eiskremfabrik an, die sich zum grossten Arbeitgeber entwickelte.

Wolfgang Löhr ist Archivdirektor a.D. und leitete bis 2003 das Stadtarchiv Mönchengladbach.

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