Unterwegs in Kriminologie und Strafrecht – Exploring the World of Crime and Criminology.
Festschrift für Hans-Jörg Albrecht zum 70. Geburtstag.
Edited by Rita Haverkamp Edited by Michael Kilchling Edited by Dietrich Oberwittler Edited by Gunda Wössner Edited by Jörg Kinzig
Hardback (Out of print)
(September 2021)
ISBN: 9783428182510
6.18 x 9.17 inches
Price: $319.00
On back order
Die Festschrift für Hans-Jörg Albrecht, emeritierter Direktor am ehemaligen Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg, versammelt neben einem ausführlichen Interview mit dem Jubilar mehr als 60 deutsch- und englischsprachige wissenschaftliche Beiträge aus aller Welt zu Sicherheit und Prävention, Kriminologie und Kriminalpolitik, dem gesamten Bereich der strafrechtlichen Sozialkontrolle, Jugendkriminalität und Jugendkriminalrecht sowie den Folgewirkungen von Strafen und Strafvollzug.
Am 24. Januar 2020 hat Hans-Jorg Albrecht, emeritierter Direktor am Max-Planck-Institut fur auslandisches und internationales Strafrecht in Freiburg, sein 70. Lebensjahr vollendet. Aus diesem Anlass haben sich einige seiner fruheren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusammengefunden, um zu seinen Ehren eine Festschrift herauszugeben. Unter dem Titel Unterwegs in Kriminologie und Strafrecht Exploring the World of Crime and Criminology versammelt dieser zweisprachige Band eine groae, sehr internationale Runde von Autorinnen und Autoren aus nicht nur diesen beiden Disziplinen. Zugleich wird damit auf Hans-Jorg Albrechts unermudliches weltweites wissenschaftliches Wirken verwiesen. Die weitgespannte Themenpalette umfasst Beitrage zu Sicherheit und Pravention, Kriminologie und Kriminalpolitik, dem gesamten Bereich der strafrechtlichen Sozialkontrolle, zu Jugendkriminalitat und Jugendkriminalrecht sowie den Folgewirkungen von Strafen und Strafvollzug.
Unterwegs in Kriminologie und Strafrecht. Ein Interview mit Hans-Jörg Albrecht / Exploring the World of Crime and Criminology. An Interview with Hans-Jörg Albrecht
I. Sicherheit und Prävention – Safety / Security and Prevention
Ulrich Sieber: Die Auslandsübermittlung von Daten aus der strafprozessualen Telekommunikationsüberwachung
Jörg Arnold: Zum Verhältnis von (Straf-)Recht, Sicherheit und Freiheit. Unter Berücksichtigung von Transformationen der Sicherheit, des Begriffs des »Gefährders« sowie sicherheitsrelevanter Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts
Christoph Gusy: Anonymität im Recht – Eine Problemskizze
Thomas Feltes: Innere Sicherheit in unruhigen Zeiten. Von Ängsten und anderen Unsicherheiten
Ferenc Irk: Risikomanagement und Kriminalitätskontrolle. (Lokale Antworten auf globale Herausforderungen?)
László Kőhalmi: Einige evidenz- und nicht evidenzbasierte Gedanken über die Sicherheit
Andreas Armborst: Der Präventionskomplex – Sicherheitsbedürfnis, Innere Sicherheit und Sicherheitsforschung in Zeiten terroristischer Bedrohung
Thomas Görgen, Eva Sevenig und Jochen Wittenberg: Lokale (Un-)Sicherheiten in der Migrationsgesellschaft
Isolde Geissler-Frank und Jessica Krebs: Soziale Arbeit als Akteurin bei der Herstellung von Sicherheit – wie Soziale Arbeit Sicherheit ohne Sicherungs- oder Ermittlungsauftrag herstellt. Eine qualitative Studie zum Selbstverständnis von Sozialarbeiter*innen
Tim Lukas: Vom Hochhaus zum Wohnturm. Strategien der Kriminalprävention im vertikalen Wohnen
Harald Arnold: Un-/Sicherheit: Äußere Realität und innere Welt. Anmerkungen zu einer (nicht nur) kriminologischen Thematik
II. Kriminologie und Kriminalpolitik – Criminology and Crime Policy
John A. Winterdyk: Putting a ›New‹ Label on an Old Bottle of Wine. A Call for Global Criminology
Karl-Ludwig Kunz: Über unbeabsichtigte Folgen des Strafrechts und der Strafverfolgung
Salvatore Palidda: Limitations and Gaps of Philosophy of Law, of Criminology and of Sociology of Deviancy. How to Reverse the Approach
Helmut Kury: Zum Transfer straffälligen Verhaltens über Generationen
Rita Haverkamp: Heiß und hitzig – Was hat der Klimawandel mit der Kriminologie zu tun?
Dieter Dölling und Ludmila Hustus: Korruption in der Wirtschaft – individuelle oder organisationale Devianz?
Cyrille Fijnaut: Giovanni Falcone’s Prediction of the Italian Mafia’s Expansion into North-West Europe
Michael Levi: Reflections on the Money Trail
Roland Hefendehl: Tausendsassa Alkoholverbot.… im Dienste von Gesundheit, Kriminalität und Kommerz
László Korinek: Gibt es die ideale Polizei?
Detlef Nogala: Von der Policey zur PolizAI. Vorüberlegungen zur weiteren Aufklärung eines zukunftsfesten Polizeibegriffs
Peter Sutterer: Bodycams als Einsatzmittel der Polizei – präventiv oder (doch nur) repressiv. Ergebnisse zur Akzeptanz und Wirksamkeit in Bayern
Horst Entorf und Gabriele Lichmann: Welche Faktoren beeinflussen häusliche Gewalt und ihre teilweise Akzeptanz? Ein Literaturüberblick und eine Analyse anhand des World Values Survey
Shuhong Zhao: Understanding Offender and Victim of Intimate Partner Homicide in China – Compared with Previous Findings in Other Countries
Anna-Maria Getoš Kalac: (Cyber) Bullying by Faceless Bureaucracy in Research Funding. A Case Study from the Balkans
III. Strafe und Strafzumessung – Punishment and Sentencing
Albin Eser: Straftheorien – reflektiert aus der Sicht von Hans-Jörg Albrecht
William Schabas: The Twilight of Capital Punishment
Liling Yue: Contemporary Death Penalty Issues in China
Thomas Weigend: Schuldangemessene Strafzumessung im Völkerstrafrecht
Franz Streng: Strafzumessungsschuld oder / und Tatproportionalität?
Wolfgang Frisch: Auf dem Weg zu einer einheitlicheren Strafzumessung. Ein Nachwort zum 72. Deutschen Juristentag 2018
Kai Ambos: Einheitlichere und transparentere Strafzumessung durch Strafzumessungsrichtlinien? Die englischen Sentencing Guidelines als lohnenswertes Untersuchungsobjekt
Stephan S. Terblanche: Comparing Sentencing for Robbery with »Strafzumessung für Raub«
IV. Strafrechtliche Sozialkontrolle und Sanktionen – Penal Social Control and Sanctioning
Luis Arroyo Zapatero: Torture and Inhumanity
Roger Hood: Public Opinion Surveys and the Abolitionist Cause: Findings from the Eastern Carribean. A Contribution in Honour of Professor Albrecht’s Initiative in China
Karl-Heinz Reuband: Dynamiken der Punitivität. Konsistenz und Ambivalenz als Strukturmerkmale der Einstellung zur Todesstrafe, 1964–2014
Walter Perron: Transitional Justice in Deutschland – die Mauerschützen vor Gericht
Frieder Dünkel: Elektronische Überwachung in Europa – kriminologische und kriminalpolitische Überlegungen
Martin Killias: Geld- statt Freiheitsstrafen: Die Mittelschicht kommt nicht ins Gefängnis. Wenig beachtete Folgen der Reform des schweizerischen Sanktionenrechts von 2002/2007
Wolfgang Heinz: Die Staatsanwaltschaft – »der« kriminalpolitische Akteur im System strafrechtlicher Sozialkontrolle
Jörg Kinzig: »Und immer geht’s ums Geld«. Einstellung gegen Geldauflage, Verwarnung mit Strafvorbehalt und Geldstrafe im Vergleich
Feridun Yenisey: Die Auswirkungen von zwei Aktenuntersuchungen auf den Verlauf des Strafverfahrens in der Türkei
Carina Tetal: Analysen zur Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus nach § 63 StGB
Volker Grundies: Die Sanktionierung von Vergewaltigungsdelikten
Davor Derenčinović and Anna-Maria Getoš Kalac: Croatian Drug Policy. Penal Liberalisation, its Impact, and Current Trends
Pablo Galain Palermo: A Difficult Relationship: Coexistence Between a Regulated Cannabis Market and a Prohibitionist Banking Policy
Georgi Glonti: Decriminalization of Drug-Related Crimes in Georgia. Legal Approaches and Comparative Analyses
V. Jugendkriminalität und Jugendkriminalrecht – Youth Crime and Juvenile Justice
Thomas Naplava: Rückgang der Kriminalität junger Menschen im Kontext des Wandels der Jugendphase
Effi Lambropoulou: Juvenile Delinquency in Greece. An Analysis of Prevention Mechanisms
Dietrich Oberwittler und Dominik Gerstner: Eine sozialräumliche Perspektive auf den Kriminalitätsrückgang. Die Entwicklung der Jugenddelinquenz in Köln nach den MPI-Schulbefragungen 1999 und 2011
Angelika Pitsela: Die Entwicklung des Jugendstrafrechts in Griechenland
Gerhard Spiess: Jugend als Strafschärfungsgrund? Zur Rechtswirklichkeit der jugendstrafrechtlichen Sanktionspraxis
Jing Lin: Juvenile Criminal Justice in Mainland China. Between Welfare and Justice
Helena Válková: The Juvenile Justice System in the Czech Republic: Successes and Failures
VI. Folgewirkungen von Strafe und Strafvollzug – Consequences of Conviction and the Correctional System
Michael Kilchling: Strafen über Strafen. Strafrechtliche und nichtstrafrechtliche Zusatzsanktionen in Deutschland
José Luis de la Cuesta: Hidden and Less Visible Consequences of Conviction in the Spanish Criminal Justice System
Axel Dessecker: Rechtliche und soziale Folgen von Strafen
Anthozoe Chaidou: Prison Privatization as a Potential Hazard to Democratic States
Arthur Kreuzer: Äquivalente Gesundheitsversorgung in Pflegeheimen und Haftanstalten
Norbert Nedopil: Risikomanagement bei Straftätern als interdisziplinäre Aufgabe
Joachim Obergfell-Fuchs: Die Entwicklung des Strafvollzugs in Deutschland seit der Jahrtausendwende
Wang Ping: On the Relationships Needed to Be Properly Handled in the Process of Penalty Execution in Prisons
Gunda Wössner: Sexualstraftäter in sozialtherapeutischen Anstalten des Freistaates Sachsen. Vergleichende Rückfallanalysen
Publikationsverzeichnis – List of Publications von / by Hans-Jörg Albrecht
Autorinnen und Autoren – List of Authors
Rita Haverkamp, Studium der Rechtswissenschaft an den Universitäten Passau und Freiburg. Promotion an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Habilitation an der Ludwig-Maximilians-Universität München, langjährige Mitarbeiterin am früheren Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht. Seit 2013 Stiftungsprofessur für Kriminalprävention und Risikomanagement an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Rita Haverkamp ist u.a. Mitglied in der International Penal and Penitentiary Foundation (IPPF).
Michael Kilchling, Studium der Rechtswissenschaft und Promotion an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, wissenschaftlicher Referent am ehemaligen Max-Planck-Institut (MPI) für ausländisches und internationales Strafrecht (Abteilung Kriminologie, bis 2019) und am neuen MPI zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht (Abteilung Öffentliches Recht, seit 2019), Freiburg i.Br. Michael Kilchling ist auch Lehrbeauftragter an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität.
Jörg Kinzig, Studium der Rechtswissenschaft an den Universitäten Heidelberg, Lausanne, Freiburg und Speyer. Promotion und Habilitation an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg; während dieser Zeit langjähriger Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht. Seit 2006 Universitätsprofessor an der Eberhard Karls Universität Tübingen, seit 2011 Direktor des dort angesiedelten Instituts für Kriminologie und Inhaber des Lehrstuhls für Kriminologie, Straf- und Sanktionenrecht. Jörg Kinzig war u.a. Dekan der Juristischen Fakultät und Mitglied des Fachkollegiums »113 Rechtswissenschaften« der DFG. Derzeit ist er Vizepräsident der Kriminologischen Gesellschaft.
Dietrich Oberwittler, Studium der Sozialwissenschaften und Geschichte an den Universitäten Münster und Bonn und dem University College London, Promotion an der Universität Trier, Habilitation im Fach Soziologie an der Universität Bielefeld. Ab 1997 wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Kriminologie des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg, von 2004 bis 2006 Marie-Curie-Fellow am »Institute of Criminology“ der Universität Cambridge (GB). Seit 2015 außerplanmäßiger Professor am Institut für Soziologie an der Universität Freiburg, seit 2019 Leiter der unabhängigen Forschungsgruppe »Space, Contexts, and Crime« am neu ausgerichteten und umbenannten Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht.
Gunda Wössner, Studium der Psychologie und Promotion an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Seit 2001 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Kriminologie des Max-Planck-Instituts zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht (bis März 2020 Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht). Von 2004 bis 2006 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Münster/Westf. Von 2015 bis 2016 war Gunda Wössner Professorin für Psychologie an der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg.
- Edited by Rita Haverkamp
- Edited by Michael Kilchling
- Edited by Dietrich Oberwittler
- Edited by Gunda Wössner
- Edited by Jörg Kinzig
Review - German In einer Gesamtschau handelt es sich um eine Festschrift, die den Leserinnen als Fundgrube fur interessante und ein sehr breites Spektrum abdeckende kriminalwissenschaftliche Abhandlungen zur Lekture - selbst wenn nur in Ausschnitten - nur nachdrucklich empfohlen werden kann. Abschliessend kann dem Jubilar nicht nur nachtraglich zu seinem Geburtstag gratuliert, sondern er kann auch begluckwunscht werden, in dieser Art und Weise von Kolleginnen und Mitarbeiterinnen gefeiert zu werden. Den Herausgeberinnen ist zu attestieren, dass es ihnen gelungen ist, eine uneingeschrankt weiter zu empfehlende Festschrift organisiert und gestaltet zu haben, mit welcher die besonderen wissenschaftlichen Verdiensten des Geehrten in sehr angemessener Weise gewurdigt und in einen grosseren Kontext eingebunden werden. Janosch Kleinschnittger, in: Rechtspsychologie, Heft 3/2022Zu resumieren bleibt, dass es nicht nur ein haptisches Vergnugen ist, die voluminose Festschrift aus dem Hause Duncker & Humblot in der Hand zu nehmen, sondern auch ein inhaltliches. Durch den nicht nur nationalen, sondern auch internationalen Blick auf die 6 Themenschwerpunkte wird die Festschrift ihrem im Titel gestellten Anspruch Exploring the World of Crime und Criminology in jeder Hinsicht gerecht. Prof. Dr. Anja Schiemann, in: Kriminalpolitische Zeitschrift, 1/2022
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»Zusammenfassend kann nur noch einmal festgehalten werden, dass es sich bei der vorliegenden Festschrift um eine empfehlenswerte Lektüre handelt, die allen ans Herz gelegt werden kann, die sich für aktuelle strafrechtliche, kriminalpolitische und kriminologische Fragen interessieren.« Prof. Dr. Johannes Kaspar, in: Neue Kriminalpolitik, 4/2023
»In einer Gesamtschau handelt es sich um eine Festschrift, die den Leserinnen als Fundgrube für interessante und ein sehr breites Spektrum abdeckende kriminalwissenschaftliche Abhandlungen zur Lektüre – selbst wenn nur in Ausschnitten – nur nachdrücklich empfohlen werden kann. Abschließend kann dem Jubilar nicht nur nachträglich zu seinem Geburtstag gratuliert, sondern er kann auch beglückwünscht werden, in dieser Art und Weise von Kolleginnen und Mitarbeiterinnen gefeiert zu werden. Den Herausgeberinnen ist zu attestieren, dass es ihnen gelungen ist, eine uneingeschränkt weiter zu empfehlende Festschrift organisiert und gestaltet zu haben, mit welcher die besonderen wissenschaftlichen Verdiensten des Geehrten in sehr angemessener Weise gewürdigt und in einen größeren Kontext eingebunden werden.« Janosch Kleinschnittger, in: Rechtspsychologie, Heft 3/2022
»Zu resümieren bleibt, dass es nicht nur ein haptisches Vergnügen ist, die voluminöse Festschrift aus dem Hause Duncker & Humblot in der Hand zu nehmen, sondern auch ein inhaltliches. Durch den nicht nur nationalen, sondern auch internationalen Blick auf die 6 Themenschwerpunkte wird die Festschrift ihrem im Titel gestellten Anspruch »Exploring the World of Crime und Criminology« in jeder Hinsicht gerecht.« Prof. Dr. Anja Schiemann, in: Kriminalpolitische Zeitschrift, 1/2022
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