Unternehmerische Haftung in grenzüberschreitenden Wertschöpfungsketten.

Eine international-privatrechtliche und international-prozessrechtliche Untersuchung rechtsträgerübergreifender Verkehrspflichten.

By (author) Paul Meder

Book cover: Unternehmerische Haftung in grenzüberschreitenden Wertschöpfungsketten.

Extent: 371 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Law

Series: Schriften zum Internationalen Recht

Series volume number: 235

Language: German

Paperback (Published)

(April 2022)

ISBN: 9783428185320

6.18 x 9.17 inches

Price: $139.00

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Geschädigte von unternehmerischer Tätigkeit im Globalen Süden können zumeist weder die gaststaatliche Konzern- oder Zulieferergesellschaft noch die entsprechende Mutter- oder Abnehmergesellschaft aus dem Globalen Norden in Anspruch nehmen. Paul Meder untersucht die einschlägigen Gerichtsstände des deutschen IZPR, sowie das geltende IPR – jeweils samt ihrer völkerrechtlichen Grenzen. Darauf aufbauend unterbreitet er einen Regelungsvorschlag für haftungsbezogene Aspekte eines Wertschöpfungskettengesetzes.


Geschadigte von unternehmerischer Tatigkeit im Globalen Suden konnen zumeist weder die gaststaatliche Konzern- oder Zulieferergesellschaft noch die entsprechende Mutter- oder Abnehmergesellschaft aus dem Globalen Norden in Anspruch nehmen. Paul Meder untersucht die fur diese Falle einschlagigen Gerichtsstande des deutschen IZPR, insbesondere 23 ZPO und die Notzustandigkeit, sowie das geltende IPR, und zeigt ihre volkerrechtlichen Grenzen auf. Darauf aufbauend diskutiert er, ob und inwiefern es rechtspolitisch wunschenswert ist, einer deutschen Gesellschaft hinsichtlich ihrer auslandischen Konzern- oder Zulieferergesellschaften deliktische Sorgfaltspflichten wie z. B. die Durchsetzung angemessener Arbeitsschutz- oder Sicherheitsstandards aufzuerlegen. Sodann unterbreitet er einen Regelungsvorschlag fur ein Wertschopfungskettengesetz, das diese Sorgfaltspflichten verpflichtend vorsieht.

1. Einführung: Untersuchung – Typische Fallkonstellationen – Völkerrechtliche Jurisdiktionsbegrenzungen
2. Internationale Zuständigkeit deutscher Gerichte: Gerichtssysteme der Gaststaaten – Vorrang der Brüssel Ia-VO? – Gerichtsstand der unerlaubten Handlung – Vermögensgerichtsstand – forum necessitatis – Internationale Zuständigkeit de lege ferenda
3. Anwendbares Recht: Vertragliche Ansprüche (Kollisionsrechtliche Auswirkungen von UN-Kaufrecht – Grundanknüpfung der Rom I-VO) – Deliktische Ansprüche (Art. 7 Rom II-VO – Art. 4 Rom II-VO – Art. 17 Rom II-VO – Art. 16 Rom II-VO – Art. 26 Rom II-VO) – Anwendbares Recht de lege ferenda (Eingriffslösung oder Ubiquitätsprinzip? – Ausgestaltung der Eingriffsnorm)
4. Materiell-rechtliche Haftungsregeln de lege ferenda: Abriss der materiellen Rechtslage de lege lata – Erforderlichkeit rechtsträgerübergreifender Sorgfaltspflichten – Politische und rechtliche Einwände gegen ein WertschöpfungskettenG – Regelungsvorschlag haftungsbezogener Aspekte eines WertschöpfungskettenG
5. Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse
Anhang: Vorschlag für ein WertschöpfungskettenG
Literatur- und Stichwortverzeichnis

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