Sprache und Begriffsbildung in Fachtexten des 16. Jahrhunderts

By (author) Brigitte Döring By (author) Birgit Eichler

Book cover: Sprache und Begriffsbildung in Fachtexten des 16. Jahrhunderts

Extent: 352 pages

Publisher: Dr. Ludwig Reichert Verlag

Subjects: Literary Studies, Medieval Studies

Series: Wissensliteratur im Mittelalter

Language: German

Hardback (Published)

(November 1996)

ISBN: 9783882268812

6.69 x 9.45 inches

Price: $87.00

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Im diachronen Vergleich mit den dort entstandenen Arbeiten zur Wortbildung in spätmittelalterlichen handschriftlichen Übersetzungstexten werden insbesondere Prozesse der substantivischen Wortbildung (Ableitungen und Konversionen) beschrieben, wie sie sich – nunmehr zu Beginn der frühen Neuzeit vermittelt über den Buchdruck – in den fachlichen Teilbereichen Medizin/Naturkunde, Theologie, Recht vollzogen haben. Zugleich wird ein Beitrag zur Sprachbeschreibung von Fachtexten des 16. Jahrhunderts geleistet. Bereits abgeschlossene Untersuchungen zur Substantiv-Derivation in den Schriften Albrecht Dürers wurden in den synchronen Vergleich einbezogen und vermitteln so ein differenzierteres Bild der Wortbildungsmöglichkeiten im Frühneuhochdeutschen. Fachlich determinierte Sprachstrukturen der Wissensvermittlung werden herausgearbeitet, die zur Bildung von Begriffen führen. <br/>


Im diachronen Vergleich mit den dort entstandenen Arbeiten zur Wortbildung in spatmittelalterlichen handschriftlichen Ubersetzungstexten werden insbesondere Prozesse der substantivischen Wortbildung (Ableitungen und Konversionen) beschrieben, wie sie sich – nunmehr zu Beginn der fruhen Neuzeit vermittelt uber den Buchdruck – in den fachlichen Teilbereichen Medizin/ Naturkunde, Theologie, Recht vollzogen. Zugleich wird ein Beitrag zur Sprachbeschreibung von Fachtexten des 16. Jahrhunderts geleistet, da solche Schriften wie beispielsweise die der zum Bereich der Medizin/Naturkunde zuordneten Kompilatoren Walther H. Ryff, Eucharius Rosslin, Michael Herr oder die zum Bereich Recht zugeordneten Schriften von Ortholph Fuchsperger, Justinus Gobler und Heinrich Knaust insgesamt ein noch offenes Feld der sprachhistorischen Forschung darstellen. Bereits abgeschlossene Untersuchungen zur Substantiv-Derivation in den Schriften Albrecht Durers (Peter O. Muller 1993) wurden in den synchronen Vergleich einbezogen und vermitteln so ein differenzierteres Bild der Wortbildungsmoglichkeiten im Fruhneuhochdeutschen. Es werden fachlich determinierte Sprachstrukturen der Wissensvermittlung herausgearbeitet, die zur Bildung von Begriffen fuhren. Der wahrend der kooperativen Arbeit mit dem Wurzburger Projekt festgelegte gleichartige methodische Ansatz – die computergestutzte Erfassung des Sprachmaterials, onomasiologische und semasiologische Fragestellungen, die pragmalinguistische Auswertung – lasst die benannten Wortbildungsprozesse im diachronen Schnitt bis zur Gegenwartssprache transparent werden, wobei Konstanten wie Bruche im Nominationsinventar graphisch verdeutlicht und kommentiert werden.

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