Präterintentionalität und Zurechnungsdogmatik.

Zur Auslegung der Körperverletzung mit Todesfolge im Rechtsvergleich Deutschland und Italien.

By (author) Lukas Staffler

Book cover: Präterintentionalität und Zurechnungsdogmatik.

Paperback (Published)

(May 2015)

ISBN: 9783428146376

6.18 x 9.17 inches

Price: $139.00

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Die Körperverletzung mit Todesfolge gilt als Prototyp der Erfolgsqualifikationen im StGB. Der codice penale hingegen sieht in Art. 43 eine deliktspezifische Schuldform »Präterintention« vor. Trotz normativer Unterschiede sind beide Rechtsordnungen mit dem selben Problem konfrontiert: Der effektiven Umsetzung der Verschuldenshaftung. In diesem Kontext wird untersucht, inwiefern die Zurechnungsmodelle von Rechtsprechung und Literatur der Fahrlässigkeitsvoraussetzung substanziell entsprechen.


»Preterintention and Legal Theory«

The comparative study focuses on the interpretation of the crime »bodily harm resulting in death« from the viewpoint of legal theory developed by jurisdiction and academia in Germany and Italy. As a main challenge the author identifies the practical implementation of fault as a mens rea requirement. The study focuses on the offence of grossly negligent homicide as a pivotal point for the interpretation of the German and Italian offence and tries to suggest a specific solution suitable for both legal systems.

Einleitung

Normative Ausgangssituation im rechtsordnungsspezifischen Kontext – Thematische Eingrenzung und rechtsvergleichende Methode

1. Über die todeserfolgsqualifizierten Delikte im Allgemeinen

Deutschland – Italien – Rechtsvergleichende Zwischenergebnisse – Weiterer Gang der Untersuchung

2. Rechtshistorische Schwerpunkte in der Entwicklung der todeserfolgsqualifizierten Körperverletzung

Die Entwicklung der Strafrechtstheorie seit der gemeinrechtlichen Doktrin bis Feuerbach – Die rechtsdogmatische Entwicklung der todeserfolgsqualifizierten Körperverletzung im Kontext der Tötungsdelikte vom Gemeinrecht bis Feuerbach – Die gemeinrechtliche Doktrin zum Kausalverständnis nach Art. 147 CCC – Die todeserfolgsqualifizierte Körperverletzung in der Genese der Strafrechtskodifikationen seit dem 19. Jahrhundert (Überblick) – Zwischenergebnis zur rechtshistorischen Untersuchung

3. Der Zusammenhang von Grunddelikt und Todeserfolg bei der todeserfolgsqualifizierten Körperverletzung

Deutschland – Italien

4. Rechtsvergleichende Würdigung

Vorbemerkungen – Zur ratio essendi der todeserfolgsqualifizierten Körperverletzung – Zum Vorhersehbarkeitskriterium bei der todeserfolgsqualifizierten Körperverletzung – Zum deliktsspezifischen Schutzzweck-Zusammenhang – Schlussbetrachtungen

Literaturverzeichnis

Personen- und Sachverzeichnis

  • By (author) Lukas Staffler

»Insgesamt handelt es sich um eine solide, auf der intimen Kenntnis beider Rechtsordnungen aufbauende Darstellung.« Prof. Dr. Dr. Thomas Vormbaum, in: Goltdammer´s Archiv für Strafrecht, Heft 11/2017

»L'opera – dello studioso meranese Lukas Staffler, allievo di Mauro Ronco presso l'Institut für Italienisches Recht dell'Università di Innsbruck – si presenta sin dapprincipio interessante e originale, poiché offre al lettore un angolo visuale in parte inesplorato: il fulcro dell'indagine comparatistica, infatti, si incentra sulla nozione generale di ›Präterintentionalität‹, pressoché sconosciuta all'ordinamento tedesco, il quale contempla la specifica fattispecie incriminatrice di Körperverletzung mit Todesfolge (§ 227 StGB), ma non già un concetto generale di ›preterintenzionalità‹ omologo al nostro art. 43, co. 1, 2° alinea, c.p.« Gabriele Civello, in: Archivio Penale, 3/2015