Normwidrigkeit und Zurechnung bei Sonderdelikten

Eine normtheoretische Untersuchung ihrer Begründung, der sich daraus ergebenden Folgen für die Beteiligung sowie ihrer Unterscheidung von den sogenannten unechten Sonderdelikten

By (author) Felipe Belmar Todorovic

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Extent: 224 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: German Studies, Law

Series: Strafrechtliche Abhandlungen. Neue Folge

Series volume number: 326

Language: German

Paperback (Published)

(November 2024)

ISBN: 9783428193097

6.18 x 9.17 inches

Price: $100.00

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Handlungen haben unterschiedliche Bedeutungen, je nach Kontext und Handelndem. Mit den Delikten ist es nicht anders. Die Rechtsordnung stellt unterschiedliche Anforderung an die Rechtssubjekte, je nach ihrer Position. Die Arbeit untersucht die Erwartungen, die an Sonderstellungen gebunden sind, und ihre Grenzen. Es wird die These vertreten, dass Sonderdelikte als Verstosse gegen Sondernormen zu verstehen sind. Auf dieser Grundlage wird ein Interpretationsschlussel des 28 StGB vorgeschlagen.


English summary: Antinormativity and Imputation in Special Offenses. A Norm-Theoretical Investigation of their Foundation, their Consequences for Participation and their Differentiation from the so called Improper Special Offenses: Actions have different meanings depending on the context and the actor. It is not different with crimes. The legal system places different demands on legal subjects depending on their position. This work examines the expectations attached to special positions and their limits. It is argued that special offenses are to be understood as violations of special norms. On this basis, an interpretation key of 28 StGB is proposed. German description: Handlungen haben unterschiedliche Bedeutungen, je nach Kontext und Handelndem. Mit den Delikten ist es nicht anders. Die Rechtsordnung stellt unterschiedliche Anforderung an die Rechtssubjekte, je nach ihrer Position. Diese Arbeit untersucht die Erwartungen, die an Sonderstellungen gebunden sind, und ihre Grenzen. Es wird die These vertreten, dass Sonderdelikte als Verstosse gegen Sondernormen zu verstehen sind. Aus dieser normativen Beschrankung folgt der Schluss, dass Tater von einem Sonderdelikt nur derjenige sein kann, der sich in einer Sonderstellung befindet. Die Frage uber die genauen Zurechnungskriterien der Taterschaft und Teilnahme bei den Sonderdelikten wird grundlich erforscht.Bezuglich der sog. unechten Sonderdelikte werden ihre Struktur und Unterschiede zu Sonderdelikten erortert. Die Untersuchung fuhrt zu dem Ergebnis, dass diese Delikte blosse Qualifikationen von Gemeindelikten sind. Auf dieser Grundlage wird ein Interpretationsschlussel des 28 StGB vorgeschlagen.

1. Normen als Gründe für Handlungen
Verhalten, Handlung und Straftat – Verhaltensnormen und Sanktionsnormen: Normen als Handlungsgründe — Askriptive Regeln: Zurechnung, Pflichtverletzung und Schuld

2. Sonderdelikte und Sondernormen
Sonderdelikte als Übertretung von Sondernormen – Paradigmenwechsel: Die Ersetzung des Begriffs der Sonderdelikte für die Einordnung der besonderen persönlichen Merkmale – Pflichtdeliktslehren: Die Verletzung einer Sonderpflicht als täterschaftsbegründendes Kriterium – Die relative Modifizierung des Unrechts wegen der Ausübung einer Sonderrolle – Schlussbemerkungen über die Begründung der Sonderdelikte und den Anwendungsbereich des § 28 StGB

3. Die Zurechnung der Sonderdelikte
Täterschaft und Sonderdelikte – Teilnahme und Sonderdelikte – Die Auslegung des § 28 Abs. 1 StGB: Begründung, Lockerung oder Strafzumessung

4. Die sogenannten unechten Sonderdelikte
Die theoretische Einordnung der unechten Sonderdelikte: Sonderdelikte oder Qualifikationen von Gemeindelikten? – Die Folgen der Einordnung der unechten Sonderdelikte als Qualifikationen im Allgemeinen – Die Folgen der Einordnung der unechten Sonderdelikte als Qualifikationen im Besonderen: Die Auslegung des § 28 Abs. 2 StGB – Das delictum sui generis und dessen Auswirkungen auf die Unterscheidung zwischen unechten und echten Sonderdelikten

  • By (author) Felipe Belmar Todorovic