Morro de Mezquitilla

Die phönizisch-punische Niederlassung an der Algarrobo-Mündung

By (author) Hermanfrid Schubart By (author) Gerta Maass-Lindemann

Book cover: Morro de Mezquitilla

Extent: 854 pages

Publisher: Dr. Ludwig Reichert Verlag

Subjects: Mediterranean Archaeology

Series: Madrider Beitrage

Language: German

Hardback (Published)

(April 2017)

ISBN: 9783954900718

8.31 x 12.4 inches

Price: $330.00

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German text.


English summary: Volume 33 of the “Madrid Studies Series” (Madrider Beitrage), titled “Morro de Mezquitilla: the Phoenician-Punic settlement on the Algarrobo Estuary,” presents the archaeological discoveries from the excavation of the site, which took place under H. Schubart chiefly between 1981 and 1982. The archaeological site, a hill located on the southern coast of Spain at a location about 30 km from Malaga at the mouth of the Rio Algarrobo, contains the earliest evidence of the Phoenician presence on the Iberian Peninsula. Because of the richness of the archaeological find on the one hand, and the growth of the settlement up to the period of the Roman Republic on the other, Morro de Mezquitilla is in an important site for understanding Phoenician westward expansion and the development of the western Phoenician world in the period from the 9th century BCE onward. This volume contains a dozen studies by different authors on stratigraphy, architecture, ceramic finds, the occasional inscription found there, metallic and animal finds as well as the results from radio-carbon dating analysis. This work also contains over a hundred panel-pictures of the site and the artefacts in brilliant detail and quality. German description: Im Band 33 der Reihe Madrider Beitrage, “Morro de Mezquitilla. Die phonizisch-punische Niederlassung an der Algarrobo-Mundung”, werden die Ergebnisse der Ausgrabungen vorgelegt, die hauptsachlich in den Jahren 1981/82 unter der Leitung von H. Schubart durchgefuhrt wurden. Der Fundplatz an der spanischen Sudkuste – auf einem Hugel 30 km ostlich von Malaga an der Mundung des Rio Algarrobo gelegen – hat die fruhesten Zeugnisse phonizischer Prasenz auf der Iberischen Halbinsel erbracht. Angesichts der Vielfalt des Fundstoffes einerseits und dessen zeitlicher Erstreckung bis in die romisch-republikanische Zeit andererseits kommt dem Morro de Mezquitilla eine hervorragende Bedeutung in der Bewertung der phonizischen Expansion nach Westen und der Entwicklung der westphonizischen Oikumene in der Zeit ab dem spaten 9. Jh. v. Chr. zu. Der Band enthalt ein Dutzend Beitrage verschiedener Autoren zur Stratigraphie, zur Architektur, zur Fundkeramik und den dort gelegentlich zu findenden Aufschriften, zu den Metall- und Tierknochenfunden sowie auch zu den Ergebnissen der absoluten Datierung (Radiokarbondaten). Auf weit uber hundert Tafelseiten werden die Befunde und das Fundmaterial in hervorragender Qualitat abgebildet und zuganglich gemacht.

Hermanfrid Schubart, geb. 1.12.1930, Studium der Vor- und Frühgeschichte, Geschichte und Kunstgeschichte in Greifswald und Leipzig. 1953 Diplom-Prüfung. 1957-57 Wissenschaftlicher Assistent und Lehrbeauftragter am Institut für Vor- und Frühgeschichte der Universität Greifswald. 1955 Promotion. 1957/58 Mitarbeiter der Deutschen Akademie der Wissenschaften in Berlin. Seit 1959 Referent für Prähistorische Archäologie am Deutschen Archäologischen Institut in Madrid, dort 1957 Zweiter Direktor. 1971 Habilitation und Ernennung zum Dozenten, später apl. Professor an der Universität München. 1981 Erster Direktor beim Deutschen Archäologischen Institut, seit 1994 in Ruhestand. – Leiter von Ausgrabungen in Deutschland, Spanien (Montgó, Torre del Mar, Fuente Álamo) und Portugal (Atalaia, Zambujal). Zahlreiche Publikationen zur iberischen Vor- und Frühgeschichte. Für seine Leistungen wurde er mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit der Goldmedaille für die Verdienste um die Schönen Künste (Medalle Oro al Mérito en las Bellas Artes) durch den spanischen König Juan Carlos J., mit dem Bundesverdienstkreuz, er erhielt die Ehrendoktorate der Universitäten Madrid und Porto, zwei Festschriften wurden ihm gewidmet. H. Schubart liefert mit einer erschöpfend verfassten Auswertung der unter seiner Leitung vorbildlich durchgeführten Ausgrabung den zentralen Beitrag, der gleichsam auch die Drehscheibe und Basis aller hier vorgelegten Studien über das Fundmaterial auf der Grundlage der überzeugenden stratigraphischen Analyse bildet. Die Verfasser hoffen mit diesem Band einen Baustein für weitere Untersuchungen zur phönizischen und punischen Archäologie im westlichen Mittelmeerraum liefern zu können.<br/><br/>Gerta Maaß-Lindemann<br/>geb 1943<br/>Studium der Klassischen Archäologie, Vor- und Frühgeschichte sowie Alter Geschichte in München, Göttingen und Freiburg.<br/>Promotion bei Paul Zanker mit einer von Hermanfrid Schubart angeregten Arbeit über importdatierte phönizische Grabkeramik im zentralen und westlichen Mittelmeerraum, mit Studienaufenthalten in Tunesien, Sizilien, Sardinien und Südspanien, später auch auf Zypern und im Libanon.Seit 1967 Teilnahme an den Ausgrabungen des Deutschen Archäologischen Instituts zur Erforschung der phönizischen Besiedlung im Raum von Vélez-Málaga und Algarrobo als Leiterin der Dokumentation.<br/>Publikationen der keramischen Funde des 8. – 6. Jhs. aus diesen Grabungen.

  • By (author) Hermanfrid Schubart
  • By (author) Gerta Maass-Lindemann