Der römische Tempel in Évora (Portugal)
Bauaufnahme, Ausgrabung, Wertung
By (author) Theodor Hauschild By (author) Felix Teichner
Hardback (Published)
(February 2018)
ISBN: 9783954901623
8.31 x 12.4 inches
Price: $297.00
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Der römische Tempel von Evora, heute das Wahrzeichen der Stadt, wird in dieser Publikation in größter Vielfältigkeit vorgelegt. Die detaillierte Bauaufnahme und Besprechung des verwendeten Materials bildet die Basis für die Interpretation des Grundrisses mit den die Cella umgebenden Säulenstellungen, der besonderen Lage des Wasserbeckens um den Tempel sowie die den Tempelbezirk umschließende Portikus. Von dem dazugehörigen Forum wurden Teile des einst mit Marmorplatten belegten Bodens erfasst, der sich bis zu einer gegenüberliegenden Basilika erstreckt. Die Keramik- und Münzfunde sowie die herangezogene Literatur sprechen von der Geschichte des Monumentes. Funde von Statuen und Architekturteilen unterstreichen die hohe Qualität dieses herausragenden römischen Tempels des 1. Jhs. n. Chr.
In den Jahren zwischen 1982 und 1998 wurde durch die Aussenstelle Lissabon des Deutschen Archaologischen Instituts erstmals der Forumsbereich der lusitanischen Provinzstadt Ebora Liberalitas Iulia (Evora, Alentejo, Portugal) systematisch untersucht. Die nunmehr vorliegende Abschlusspublikation prasentiert zum einen die Ergebnisse der baugeschichtlichen Forschungen und der architekturgeschichtlichen Einordnung des noch mit seinem Podium und 15 Saulen aufrecht stehenden romischen Tempels. Die ausfuhrliche Dokumentation lasst deutlich werden, dass der aus lokalem Marmor, Granit und opus caementicium errichtete Monumentalbau in seiner Konzeption dem peripteraler Podiumstempel der Provinzhauptstadt Augusta Emerita (Merida) vergleichbar war. Seine herausgehobene Lage auf dem Stadthugel unterstrich die hervorragende Stellung des Bauwerks inmitten der weiten Ebene des Alto Alentejo.Zum anderen gelang es den deutschen Wissenschaftlern, eine stratigraphische Gliederung des bei den Grabungen gewonnenen Fundstoffes herauszuarbeiten, die von der vorromischen Eisenzeit uber die romische, westgotische und islamische Epoche bis weit in das christliche Mittelalter reicht. Wichtig fur die romische Provinzialgeschichte ist die gelungene Unterscheidung zwischen einem ersten augusteischen Grundentwurf und einer flavischen Marmorisierung. Der damals entstandene imposante Podiumstempel fur den Kaiserkult mit seinem umgebenden Wasserbecken, erfuhr in der Folge uberaus unterschiedliche Nutzungen. Exemplarisch lassen sich hier die nachromischen Etappen urbaner Entwicklung in Westeuropa aufzeigen: in westgotischer und arabischer Zeit entstand in den antiken Mauern eine Burganlage (arab. alcazar), zeitweise aber auch das religiose Zentrum der christlichen, spater mohammedanischen Glaubigen; die Ritter des Calatrava-Ordens – Trager der christlichen Ruckeroberung – fanden auf dem einstigen Forumsplatz ihre letzte Ruhe; spater wiederum richtete sich die heilige Inquisition in den soliden Gebauden ein.
Theodor Hauschild, geboren 1929.<br/>Studium der Architektur an der Technischen Universität Berlin. Promotion in Baugeschichte. Später<br/>Dr. h.c. der Universität Barcelona.<br/>Ab 1957 Bauaufnahme des Kuppelbaus von Centcelles (Tarragona) im Rahmen des DAI- Madrid.<br/>Es folgten Forschungen und Ausgrabungen innerhalb der römischen Stadtforschung in der Hispania<br/>sowie Studien einzelner hervorragender Monumente frühchristlicher und westgotischer Zeitstellung auf der Iberischen Halbinsel.<br/>Bis 1994 wissenschaftlicher Direktor des DAI- Lissabon.<br/>Im Ruhestand weitere Arbeiten zu den früheren ThemensteIlungen.<br/><br/>Felix Teichner (*1966)<br/>- Studium von 1985 bis 1990 an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main mit anschließender Promotion<br/>- Bis 1996 mehrfach an der Außenstelle Madrid des Deutschen Archäologischen Instituts als wissenschaftliche Hilfskraft tätig.<br/>- Nach einem Aufenthalt an der Friedrich Schiller-Universität in Jena<br/>2001 Rückkehr nach Frankfurt als Wissenschaftlicher Mitarbeiter. <br/>- 2003 einjähriges Kalkhof-Rose-Stipendium der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz. 2004 Gastdozent im “Centro para el Estudio de la Interdependencia Provincial en la Antigüedad Clássica – CEIPAC” (online) an der Universität Barcelona<br/>- Seit 2006 als Privatdozent tätig<br/>- Im selben Jahr erhielt er das Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft und unterrichtete seitdem an den Universitäten Frankfurt, Innsbruck und Sevilla. In den Jahren 2011–2013 lehrte Teichner als Vertretungsprofessor an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.<br/>- 2013 wurde er zum Akademischen Rat am Vorgeschichtlichen Seminar der Philipps-Universität in Marburg ernannt, im Wintersemester 2015 folgte die Ernennung zum apl. Professor<br/><br/>Forschung<br/>Felix Teichner arbeitet auf dem Gebiet der europäischen Archäologie, das Spektrum reicht geographisch von der Balkanhalbinsel über den nordalpinen Raum Mitteleuropas bis in den Süden der Iberischen Halbinsel und zeitlich von der frühen römischen Kaiserzeit bis in das Mittelalter hinein. Zu seinen Schwerpunkten gehören die Romanisierungsforschung, Geoarchäologie und Kontinuitätsfragen (Spätantike, Christentum, Islam). Teichner forschte unter anderem zu den römischen Anlagen in Milreu, Miróbriga/Santiago do Cacém, Abicada, Munigua, Mursella und den christlich/frühislamischen Gebäuden von Mértola. Außerdem arbeitete an dem DFG-Projekt „Kulturwandel am Beginn des 1. Jahrtausends in Westpannonien“ und Ulpiana (Kosovo) für die Römisch-Germanische Kommission in Kooperation mit dem Deutschen Archäologischen Institut.<br/><br/>Er ist wissenschaftlicher Beirat der Zeitschriften Romula (Revista del Seminario de Arqueología (online)), SPAL (Revista de prehistoria y arqueología de la Universidad de Sevilla (online)), der E-Zeitschrift REUDAR-European Journal of Roman Architecture (online) und der Serie “Studies on the Rural World in the Roman Period” (online) sowie Korrespondierendes Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts (Berlin). Teichner ist Vorstandsmitglied des Fördervereins Kalsmunt e.V. in Wetzlar und Herausgeber der Kleinen Schriften aus dem Vorgeschichtlichen Seminar.<br/>
- By (author) Theodor Hauschild
- By (author) Felix Teichner
„Es handelt sich insgesamt um eine vorbildliche Publikation dieses in seiner guten Erhaltung außergewöhnlichen Tempels. Sie lässt kaum etwas zu wünschen übrig.“<br/><br/>Von Henner von Hesberg<br/>In: Göttinger Forum für Altertumswissenschaft 22 (2019), S. 1113-1118
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Fuente Álamo Teil 4: Ein Beitrag zu den Grabriten und zur Chronologie der El Argar-Kultur
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Volume 37
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Arqueozoologia, arqueobotanica y artefactos macroliticos.Ignacio Bize Font, Cristina Cabrera Taravillo, Marina Eguiluz Valentini, Andreas G. Heiss, Corina Liesau von Lettow-Vorbeck, Arturo Morales Muniz, Roberto Risch, Hermanfrid Schubart, Hans-Peter
Volume 42
Ländliche Römische Heiligtümer im Westen der Iberischen Halbinsel
Monte do Facho. I. Die epigraphische Hinterlassenschaft des römisch-keltischen Heiligtums auf dem Monte do Facho (O Hío/Cangas – Galicien). I. El legado epigráfico del santuario céltico-romano en el Monte do Facho (O Hío/Cangas, Galicia)
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