Ländliche Römische Heiligtümer im Westen der Iberischen Halbinsel

Monte do Facho. I. Die epigraphische Hinterlassenschaft des römisch-keltischen Heiligtums auf dem Monte do Facho (O Hío/Cangas – Galicien). I. El legado epigráfico del santuario céltico-romano en el Monte do Facho (O Hío/Cangas, Galicia)

By (author) Michael Koch Edited by Thomas G. Schattner

Book cover: Ländliche Römische Heiligtümer im Westen der Iberischen Halbinsel

Extent: 140 pages

Publisher: Dr. Ludwig Reichert Verlag

Subjects: Classical Studies

Series: Madrider Beitrage

Language: German

Hardback (Published)

(June 2019)

ISBN: 9783954904068

8.27 x 11.69 inches

Price: $104.00

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Einhundertdreißig Weihaltäre im Bild vorgestellt und epigraphisch interpretiert für eine unbekannte keltische Gott, deren Name – Deus Lar Berus Breus – bisher völlig unbekannt war. Das ist das Ergebnis einer deutsch-galicischen Grabung auf einem Fels-Plateau hoch über dem Atlantischen Ozean in Sicht der „ría de Vigo“ und der Cies-Inseln in spanischen Galicien. Ein uraltes Heiligtum – romanisiert in der römischen Kaiserzeit – ein eisenzeitliches „castro“ und ein deutlicher Hinweis auf die „Renaissance“ des einheimischen Keltentums in der Spätantike werden in diesem Band vorgestellt. <br/>


Der “Monte do Facho” (O Hio, Cangas), ein machtiger Hugel, erhebt sich nordwestlich der “ria de Vigo” unmittelbar uber dem Ufer des atlantischen Ozeans mit Blick nach Westen. Auf dem Hugelkamm und an seinen Flanken wurden seit Jahrzehnten prahistorische und antike Uberreste vermutet, begrundet durch Ringwalle und eine Reihe von epigraphischen Streufunden in unmittelbarer Nahe des Hugels. Aber erst die systematische Grabung durch ein deutsch-galicisches Forscherteam ab 2003 erbrachte Gewissheit uber sowohl eine prahistorische Besiedlung als auch ein eisenzeitliches “castro” und vor allem ein schlichtes, aber umfangreiches Heiligtum zu Ehren einer bis dahin unbekannten keltischen Gottheit aus der mittleren und spateren Kaiserzeit, deren Name DEUS LAR BERUS BREUS gelautet haben muss. Die Grabung ergab die Existenz von nahezu funfzig Weihealtaren, die zusammen mit fruheren epigraphischen Funden von diesem Hugel und aus seiner unmittelbaren Umgebung, heute in den Museen von Pontevedra und Vigo ausgestellt, rund einhundert und dreissig Weihaltare und Altarfragmente zu Ehren dieser Gottheit ausmachen. Aus epigraphischer Sicht handelt es sich um die bislang zahlenmassig grosste Weihung fur eine einheimische Gottheit auf der Iberischen Halbinsel. Daruber hinaus fanden sich Hinweise auf eine regionale Renaissance des einheimischen Keltentums sowie auf fruhe Christianisierungs-Versuche. Die Weihaltare sind im Bild vorgestellt, gelesen und transkribiert sowie epigraphisch interpretiert. Der historische Kontext ist, soweit es der heutige Forschungsstand erlaubt, dargestellt. Die Publikation bedeutet einen Meilenstein in der Erforschung der ausserordentlich komplexen Religiositat des keltisch-romischen Nordwestens Hispaniens.

  • By (author) Michael Koch
  • Edited by Thomas G. Schattner