Menschenwürde als Topos im Völkerrecht.

Eine Untersuchung zur juristischen Argumentation auf supranationaler Ebene aus rhetorisch-empirischer Perspektive.

By (author) Fabiana Oliveira Pinho

Book cover: Menschenwürde als Topos im Völkerrecht.

Extent: 257 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Law, Social Sciences 

Series: Veröffentlichungen des Walther-Schucking-Instituts fur Internationales Recht an der Universität Kiel

Series volume number: 204

Language: German

Paperback (Published)

(November 2023)

ISBN: 9783428188352

6.18 x 9.17 inches

Price: $202.00

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Das Ziel dieses Buchs ist es darzustellen, dass die Menschenwurde auch in der internationalen Rechtspraxis als Topos betrachtet werden kann. Es soll verdeutlicht werden, dass die Betrachtung der Menschenwurde als Topos andere Dimensionen ihres Gebrauches in dem Argumentationsverfahren aufdeckt. Es wird die Position bekraftigt, dass die Menschenwurde durchaus in der Lage ist, das Vorgehen der internationalen Gemeinschaft normativ zu rechtfertigen und zu gestalten.


English summary: Human Dignity as Topos in International Law: an Inquiry into Legal Argumentation at Supranational Level from a Rhetorical-Empirical Perspective: This book argues that human dignity can be seen and evaluated as a rhetorical topos in international legal practice. The understanding of human dignity as a topos reveals other dimensions of its use in the argumentation process, which are relevant for determining its content within the legal discourse. It is claimed that human dignity by itself is perfectly able to normatively justify and shape the actions of the international community. German description: Das Ziel dieses Buchs ist es darzustellen, dass die Menschenwurde auch in der internationalen Rechtspraxis als Topos betrachtet werden kann. Es soll verdeutlicht werden, dass die Betrachtung der Menschenwurde als Topos andere Dimensionen ihres Gebrauches in dem Argumentationsverfahren aufdeckt, die fur die Bestimmung ihres Inhalts innerhalb des Rechtsdiskurses von Bedeutung sind. Der erste Teil schlagt eine Annaherung der Topik an die juristische Argumentation vor. Der zweite Teil befasst sich mit der Untersuchung verschiedener Falle uber Menschenwurde. Im dritten Teil wird eingehend die These untersucht, inwiefern die Menschenwurde auch im Volkerrecht als Topos gelten kann. Bezuglich des vorherrschenden Skeptizismus in der Rechtslehre wird die Position bekraftigt, dass die Menschenwurde durchaus in der Lage ist, das Vorgehen der internationalen Gemeinschaft normativ zu rechtfertigen und zu gestalten.Die Arbeit wurde ausgezeichnet mit dem Preis der Kieler Doctores Iuris 2024.

Teil I: Topik und Juristische Argumentation
Der Topos und das aporetische Denken – Die rhetorisch-empirische Analyse gerichtlicher Urteilsbegründungen

Teil II: Menschenwürde in ausgewählten Entscheidungen des EGMR und des IGH
Programm der empirischen Analyse – Menschenwürde in ausgewählten Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) – Menschenwürde in ausgewählten Entscheidungen des Internationalen Gerichtshofs (IGH)

Teil III: Menschenwürde als Topos im Völkerrecht
Menschenwürde in völkerrechtlichen Dokumenten – Menschenwürde und Habitualität – Menschenwürde und Potentialität – Menschenwürde und Intentionalität – Menschenwürde und Symbolizität – Schlussbemerkungen

Literatur- und Stichwortverzeichnis

Anhänge
Tabellen der ausgewählten Fälle des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) – Tabellen der ausgewählten Fälle des Internationalen Gerichtshofs (IGH)

Der Anhang (S. 258–961) ist ausschließlich online einsehbar unter: https://www.duncker-humblot.de/Pinho_Anhang

  • By (author) Fabiana Oliveira Pinho

»Ziel der vorliegenden Dissertation war es laut Fabiana Oliveira Pinho, ›den Skeptizismus in Bezug auf die Menschenwürde als Rechtsnorm, insb auf internationaler Ebene, zu thematisieren‹. Dies ist ihr zweifellos gelungen. Vor allem Wissenschaftler*innen, die sich der theoretischen und analytischen Herangehensweise bei menschenrechtlichen Fragestellungen verschrieben haben, werden mit dieser Arbeit ihre Freude haben.« Eduard Christian Schöpfer, in: Newsletter Menschenrechte, 2/2024