Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz und zivilrechtliche Haftung

By (author) Leon Widdrat

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Extent: 446 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Law, Social Sciences 

Series: Schriften zum Wirtschaftsrecht

Series volume number: 369

Language: German

Hardback (Published)

(September 2025)

ISBN: 9783428195244

6.18 x 9.17 inches

Price: $139.00

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Wer in Deutschland uber Burokratieabbau diskutiert, spricht meist auch uber das sog. Lieferkettengesetz – LkSG. Dieses verpflichtet inlandische Unternehmen mittels offentlich-rechtlicher Pflichten dazu, Nachhaltigkeitsbelange global zu fordern. Unklar ist, ob das Gesetz auch die zivilrechtliche Haftung von Unternehmen und Geschaftsleitern beeinflussen kann. Die Arbeit geht dieser Frage nach und analysiert unter Einbeziehung der CS3D Wechselwirkungen zwischen dem LkSG und dem Privatrecht.


English summary: The German Supply Chain Act and Civil Liability: Anyone discussing the reduction of bureaucracy in Germany usually also talks about the German Supply Chain Act – LkSG. This obliges domestic companies to promote sustainability issues globally by means of public law obligations. It is unclear whether the law can also influence the civil liability of companies and managers. The thesis examines this question and analyzes interactions between the LkSG and private law, taking CS3D into account. German description: Wer in Deutschland uber Burokratieabbau diskutiert, spricht meist auch uber das sog. Lieferkettengesetz – LkSG. Dieses verpflichtet inlandische Unternehmen mittels offentlich-rechtlicher Pflichten dazu, Nachhaltigkeitsbelange global zu fordern. Unklar ist, welche Bedeutung dem Gesetz im Zivilrecht zukommt. Die Arbeit untersucht daher, welche vertraglichen und deliktischen Anspruche gegen Unternehmen und ihre Geschaftsleiter bestehen konnen, wenn nachhaltigkeitsbezogene Verkehrs- bzw. Sorgfaltspflichten missachtet werden. Dabei zeigt sie zunachst auf, dass das LkSG in seiner aktuellen Fassung erhebliche Rechtsunsicherheiten mit sich bringt. Anschliessend unterbreitet sie Vorschlage, wie diese Rechtsunsicherheiten abgestellt werden konnten und welche haftungsrechtlichen Fallstricke bei einer Uberarbeitung des Gesetzes bzw. bei einer Anpassung an EU-Vorgaben beachtet werden sollten.

1. Zum Gegenstand der Untersuchung
Einleitung – Fragestellung – Eingrenzung des Themas– Gang der Untersuchung

2. Rechtliche Grundlagen des globalen Menschenrechtsschutzes
Völkerrechtliche Übereinkommen als Antriebsfeder nationaler Lieferkettenregulierung –
Überblick über das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz

3. Zivilrechtliche Haftung inländischer Unternehmen de lege lata
Vertragliche Haftung für Menschen- und Umweltrechtsverletzungen in der Lieferkette –
Deliktische Haftung für Menschen- und Umweltrechtsverletzungen in der Lieferkette –
Deliktische Klimahaftung

4. Regressansprüche inländischer Unternehmen de lege lata
Binnenhaftung des Vorstandes bei Verstößen gegen das LkSG – Binnenhaftung des
Menschenrechtsbeauftragten bei Verstößen gegen das LkSG

5. De lege ferenda
Einführung eines menschenrechtlichen Haftungstatbestandes und einer
Klimasorgfaltspflicht: Zur Schaffung eines zivilrechtlichen Haftungstatbestandes zum
Schutz der Menschenrechte – Zur Schaffung einer Klimasorgfaltspflicht

6. Auswirkungen der EU-Lieferkettenrichtlinie
Überblick über die Vorgaben der EU-Lieferkettenrichtlinie – Einfluss der
Richtlinienvorgaben auf die zivilrechtliche Haftung

7. Schluss
Untersuchungsergebnisse – Ausblick

  • By (author) Leon Widdrat