Landwirtschaftliches Sondererbrecht in Zeiten agrarstrukturellen Wandels
Rechtfertigung und Reformbedarf
By (author) Elna Wesener
Paperback (Unspecified)
(June 2026)
ISBN: 9783162002143
6.1 x 9.13 inches
Price: $128.00
On back order
The special inheritance law for agricultural holdings shows a considerable need for reform, as it no longer adequately reflects the conditions of modern agricultural enterprises. Nevertheless, there remains a need for specific inheritance regulations, which Elna Wesener develops within a comprehensive and constitutionally compliant reorganization.
English summary: The fragmented body of law governing the special rules of agricultural inheritance is characterized by a pronounced resistance to reform. Whereas the special inheritance regulations for agricultural holdings once pursued the aim of preventing farms from being broken up into smaller, economically unviable parcels and of “ensuring the nourishment of the population,” these objectives can no longer be fully justified in light of profound structural changes in agriculture. The focus has now shifted to preserving a multifunctional agricultural sector, characterized by the fact that, alongside traditional food production, it increasingly fulfills regional, social, ecological, cultural, and societal functions. Moreover, the current legal framework is unable to adequately reflect the modern realities of agricultural enterprises. For example, the management of an agricultural operation has become increasingly complex, family structures have become more diverse, and more active estate planning is now common. In view of the dramatic upheavals occurring in agriculture, however, there remains a heightened need for a specially designed framework of inheritance law. The newly developed regulatory proposal aims to create a fair balance of interests between the heirs who do not take over the farm and those entitled to compulsory portions on the one hand, and the successor to the agricultural holding on the other. Its objective is to mitigate, at least in the area of inheritance law, the challenges faced by family-run agricultural enterprises. German description: Die zersplitterte Rechtsmaterie des landwirtschaftlichen Sondererbrechts zeichnet sich durch eine ausgepragte Reformtragheit aus. Wahrend die besonderen landwirtschaftlichen Vererbungsregelungen ursprunglich eine Zerschlagung der landwirtschaftlichen Betriebe in kleinere, unwirtschaftliche Parzellen verhindern sowie die “Volksernahrung” sicherstellen sollten, konnen diese Zielsetzungen heute angesichts tiefgreifender agrarstruktureller Veranderungen nicht mehr vollends uberzeugen. Im Zentrum steht nun vielmehr der Erhalt einer multifunktionalen Landwirtschaft, die dadurch charakterisiert ist, dass neben der klassischen Nahrungsmittelproduktion in besonderem Masse regionalpolitische, gesellschaftliche, okologische, kulturelle und soziale Funktionen ubernommen werden. Ausserdem kann die geltende Rechtslage den modernen Realitaten landwirtschaftlicher Betriebe nicht hinreichend Rechnung tragen. So hat etwa die Fuhrung eines landwirtschaftlichen Betriebes zunehmend an Komplexitat gewonnen, Familienstrukturen sind diverser geworden und es ist eine forciertere Nachlassplanung zu beobachten. Angesichts dramatischer Umbruche in der Landwirtschaft besteht gleichwohl ein gesteigertes Bedurfnis nach einem besonders ausgestalteten Erbrecht. Elna Wesener entwickelt einen Reformvorschlag, der auf einen gerechten Interessenausgleich zwischen den weichenden Erben und Pflichtteilsberechtigten einerseits und dem Betriebsnachfolger andererseits bedacht ist.
A. Historische Entwicklung des landwirtschaftlichen Sondererbrechts I. Die Anfange des Anerbenrechts II. Die Einflusse der Bauernbefreiung auf das Anerbenrecht III. Gesetzgeberische Aktivitaten seit Mitte des 19. Jahrhunderts IV. Entstehung des BGB-Landguterbrechts V. Bestrebungen einer reichsgesetzlichen Anerbengesetzgebung in der Weimarer Republik VI. Agrarpolitische Gesetzgebung im Nationalsozialismus VII. Anerbenrecht in der Nachkriegszeit B. Die durch den agrarstrukturellen Wandel veranderten Realitaten der Landwirtschaft und deren Auswirkungen auf die Zielsetzungen des landwirtschaftlichen Sondererbrechts I. Zielsetzungen des landwirtschaftlichen Sondererbrechts II. Veranderte Realitaten in der Landwirtschaft als Anlass zur Neuformulierung der Zielsetzungen des landwirtschaftlichen Sondererbrechts? III. Fazit C. Heute geltende Rechtslage I. Bundeseinheitliche Regelungen II. Partielles Bundesrecht: Nordwestdeutsche Hofeordnung (HofeO) III. Landesanerbengesetze IV. Fazit D. Verfassungsrechtliche Rechtfertigung des landwirtschaftlichen Sondererbrechts I. Vereinbarkeit mit der Eigentums- und Erbrechtsgarantie gemass Art. 14 Abs. 1 S. 1 GG II. Vereinbarkeit mit Art. 3 Abs. 1 GG III. Fazit E. Rechtspolitische Diskussion I. Vorschlage aus der Literatur II. Stellungnahme und eigener Reformvorschlag III. Fazit Schlussbetrachtung und Ausblick ~GER~A. Historische Entwicklung des landwirtschaftlichen Sondererbrechts I. Die Anfange des Anerbenrechts II. Die Einflusse der Bauernbefreiung auf das Anerbenrecht III. Gesetzgeberische Aktivitaten seit Mitte des 19. Jahrhunderts IV. Entstehung des BGB-Landguterbrechts V. Bestrebungen einer reichsgesetzlichen Anerbengesetzgebung in der Weimarer Republik VI. Agrarpolitische Gesetzgebung im Nationalsozialismus VII. Anerbenrecht in der Nachkriegszeit B. Die durch den agrarstrukturellen Wandel veranderten Realitaten der Landwirtschaft und deren Auswirkungen auf die Zielsetzungen des landwirtschaftlichen Sondererbrechts I. Zielsetzungen des landwirtschaftlichen Sondererbrechts II. Veranderte Realitaten in der Landwirtschaft als Anlass zur Neuformulierung der Zielsetzungen des landwirtschaftlichen Sondererbrechts? III. Fazit C. Heute geltende Rechtslage I. Bundeseinheitliche Regelungen II. Partielles Bundesrecht: Nordwestdeutsche Hofeordnung (HofeO) III. Landesanerbengesetze IV. Fazit D. Verfassungsrechtliche Rechtfertigung des landwirtschaftlichen Sondererbrechts I. Vereinbarkeit mit der Eigentums- und Erbrechtsgarantie gemass Art. 14 Abs. 1 S. 1 GG II. Vereinbarkeit mit Art. 3 Abs. 1 GG III. Fazit E. Rechtspolitische Diskussion I. Vorschlage aus der Literatur II. Stellungnahme und eigener Reformvorschlag III. Fazit Schlussbetrachtung und Ausblick,
Einleitung
A. Historische Entwicklung des landwirtschaftlichen Sondererbrechts
I. Die Anfänge des Anerbenrechts
II. Die Einflüsse der Bauernbefreiung auf das Anerbenrecht
III. Gesetzgeberische Aktivitäten seit Mitte des 19. Jahrhunderts
IV. Entstehung des BGB-Landguterbrechts
V. Bestrebungen einer reichsgesetzlichen Anerbengesetzgebung in der Weimarer Republik
VI. Agrarpolitische Gesetzgebung im Nationalsozialismus
VII. Anerbenrecht in der Nachkriegszeit
B. Die durch den agrarstrukturellen Wandel veränderten Realitäten der Landwirtschaft und deren Auswirkungen auf die Zielsetzungen des landwirtschaftlichen Sondererbrechts
I. Zielsetzungen des landwirtschaftlichen Sondererbrechts
II. Veränderte Realitäten in der Landwirtschaft als Anlass zur Neuformulierung der Zielsetzungen des landwirtschaftlichen Sondererbrechts?
III. Fazit
C. Heute geltende Rechtslage
I. Bundeseinheitliche Regelungen
II. Partielles Bundesrecht: Nordwestdeutsche Höfeordnung (HöfeO)
III. Landesanerbengesetze
IV. Fazit
D. Verfassungsrechtliche Rechtfertigung des landwirtschaftlichen Sondererbrechts
I. Vereinbarkeit mit der Eigentums- und Erbrechtsgarantie gemäß Art. 14 Abs. 1 S. 1 GG
II. Vereinbarkeit mit Art. 3 Abs. 1 GG
III. Fazit
E. Rechtspolitische Diskussion
I. Vorschläge aus der Literatur
II. Stellungnahme und eigener Reformvorschlag
III. Fazit
Schlussbetrachtung und Ausblick
- By (author) Elna Wesener
Other Titles in this Series
Das Dogma vom formgerechten Zugang
Zugleich ein Pladoyer fur die Trennung von Fragen des Zustandekommens und der Wirksamkeit eines Rechtsgeschafts
Volume 50
Ruckgewahrstorungen beim Rucktritt
Eine Untersuchung der Rucktrittsfolgen, insbesondere der Wert- und Schadensersatzpflichten
Volume 13
Gutglaubig gelebte Statusverhaltnisse
Vertrauensschutz im deutschen Namens-, Ehe- und Abstammungsrecht
Volume 109
Unternehmerische Entscheidungen des Vorstands
Anwendungsbereich und Stellenwert der 'Business Judgment Rule' des 93 Abs. 1 S. 2 AktG
Volume 72
Das gesetzliche mittreuhanderische Schuldverhaltnis kraft gemeinsamer Elternschaft
Ein Beitrag zur gegenwartigen Dogmatik des Familienrechts
Volume 35
Gefahrtragung und Uberwindungspflicht
Ein Beitrag zum dogmatischen Zusammenspiel von Leistungspflicht, Gefahrtragung und geschuldeten Anstrengungen
Volume 125
Schadensersatz statt der Leistung im Anspruchssystem des Eigentumer-Besitzer-Verhaltnisses
Eine Untersuchung zur Anwendbarkeit der 281, 282 BGB auf den vindikatorischen Herausgabeanspruch gemass 985 BGB
Volume 87
Selbstbehalt bei Verbriefungen
Institutionenokonomische Analyse, rechtliche Rezeption und effektive Umsetzung
Volume 14
Anwachsungsprinzip 2.0
Die Anwachsung der Mitgliedschaft als allgemeines, rechtsformubergreifendes Prinzip des Gesellschaftsrechts?
Volume 111
Das Finanztransfergeschaft als Zahlungsdienst
Herausforderungen fur Aufsicht, Rechtsprechung und Praxis im Lichte europaischer Rechtsetzung
Volume 61
Einkaufsbedingungen beim Forderungskauf
Eine Analyse der unbeabsichtigten Setzung zwingenden Rechts
Volume 102
Vertragsbindung als Freiheitsvoraussetzung
Grundlagen privater Vertragshaftung und Anwendung auf das Gesellschafterdarlehensrecht sowie die Kapitalausstattungspflicht in der GmbH
Volume 44
Selbstverantwortung und Geschaftsgrundlage
Zurechnung und Haftung bei Geschaftsgrundlagenstorungen gemass 313 BGB
Volume 36
Privatautonomie als Argument
Eine Untersuchung der hochstrichterlichen Entscheidungspraxis
Volume 126
Die Verbraucherrolle
Zur Frage nach den massgeblichen Kriterien im materiellen Recht und im Prozessrecht
Volume 89
Die Auslegung empfangsbedurftiger Willenserklarungen
Eine Kritik des herrschenden Methodendualismus
Volume 51
Bedurftige Erben
Testierfreiheit versus Sittenwidrigkeit bei Bedurftigen- und Uberschuldetentestamenten
Volume 112
Similar Books
Legal Pluralism and the Tajik Experience of Xinjiang
Between Custom and the Chinese State: An Ethnographic Perspective
Liturgia semper reformanda
Adaptations and accommodations in the liturgy in light of canon 838 of the Code of Canon Law
Althochdeutsche Stabreimdichtungen
Hildebrandslied, Muspilli und kleinere Denkmaler. Von Grund auf neu ediert, mit Erschliessungshilfen versehen, ubersetzt und eingeleitet von Frank Schafer
Auf Gedeih und Verderb
Die Pestiziddebatte seit dem Kaiserreich zwischen Hunger, Profit und Massenmord
Credit Default Swap-Aktivismus
Eine ökonomische Analyse und rechtliche Bewertung der Einflussnahme von Credit Default Swap-Investoren auf Unternehmen
Die Konjunkturkomponente des Grundgesetzes
Die konjunkturbedingte Kreditaufnahme im System der Kreditermächtigungen, europarechtlichen und gesamtwirtschaftlichen Verpflichtungen der Finanzverfassung
Die Pfingstbewegung in Deutschland während der Zeit des Nationalsozialismus
Kontinuitäten und Diskontinuitäten von der Weimarer Republik bis zur frühen Bundesrepublik
Indirekte Enteignung
Verfassungsunmittelbar gebotene Entschädigungspflicht im Spiegel des Mehrebenensystems
Kollektivismus und Individualismus im Aktienrecht
Zum Einfluss aktienrechtlicher Paradigmen auf die Rechtsentwicklung in Deutschland und den USA
Künstlervertragsmodelle in der Musikwirtschaft
Rechtliche Grenzen der künstlerbezogenen Nebenrechteverwertung im Erlös-, Vermittlungs-, Options- und Leistungsmodell
Mehrdimensionale Diskriminierungen
Rechtliche Erfassung von Intersektionalität und Benachteiligungsstrukturen am Beispiel von Art. 3 Abs. 3 GG
Protestantische Identitäten und evangelische Texte um 1900
Schriften und Biografica der Pfarrer Julius Antonius, Julius Ergenzinger, Alfred Formey, Cornelius Wilkens und Paul von Zimmermann. Unter Mitarbeit von Teresa Emich
Rechtssubjektivität für Künstliche Intelligenz
Eine Untersuchung von Zuerkennungsgründen für die "ePerson"
Schadensrecht im Wandel
A Turning Point for Punitive Damages? / Zeitenwende beim Strafschadensersatz? Volume II
Strukturierter Parteivortrag im digital geführten Zivilprozess
Richterliche Verfahrensleitung und Sanktionierung parteiseitigen Fehlverhaltens
Zeugnisverweigerungsrechte in modernen Familienformen
Zur Notwendigkeit einer Erweiterung der Zeugnisverweigerungsrechte für Angehörige gemäß § 52 Abs. 1 StPO im Licht des Art. 6 Abs. 1 GG
