Landwirtschaftliches Sondererbrecht in Zeiten agrarstrukturellen Wandels

Rechtfertigung und Reformbedarf

By (author) Elna Wesener

Book cover: Landwirtschaftliches Sondererbrecht in Zeiten agrarstrukturellen Wandels

Extent: 310 pages

Publisher: Mohr Siebeck

Subjects: German Studies, Law

Series: Studien zum Privatrecht

Language: German

Paperback (Unspecified)

(June 2026)

ISBN: 9783162002143

6.1 x 9.13 inches

Price: $128.00

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The special inheritance law for agricultural holdings shows a considerable need for reform, as it no longer adequately reflects the conditions of modern agricultural enterprises. Nevertheless, there remains a need for specific inheritance regulations, which Elna Wesener develops within a comprehensive and constitutionally compliant reorganization.


English summary: The fragmented body of law governing the special rules of agricultural inheritance is characterized by a pronounced resistance to reform. Whereas the special inheritance regulations for agricultural holdings once pursued the aim of preventing farms from being broken up into smaller, economically unviable parcels and of “ensuring the nourishment of the population,” these objectives can no longer be fully justified in light of profound structural changes in agriculture. The focus has now shifted to preserving a multifunctional agricultural sector, characterized by the fact that, alongside traditional food production, it increasingly fulfills regional, social, ecological, cultural, and societal functions. Moreover, the current legal framework is unable to adequately reflect the modern realities of agricultural enterprises. For example, the management of an agricultural operation has become increasingly complex, family structures have become more diverse, and more active estate planning is now common. In view of the dramatic upheavals occurring in agriculture, however, there remains a heightened need for a specially designed framework of inheritance law. The newly developed regulatory proposal aims to create a fair balance of interests between the heirs who do not take over the farm and those entitled to compulsory portions on the one hand, and the successor to the agricultural holding on the other. Its objective is to mitigate, at least in the area of inheritance law, the challenges faced by family-run agricultural enterprises. German description: Die zersplitterte Rechtsmaterie des landwirtschaftlichen Sondererbrechts zeichnet sich durch eine ausgepragte Reformtragheit aus. Wahrend die besonderen landwirtschaftlichen Vererbungsregelungen ursprunglich eine Zerschlagung der landwirtschaftlichen Betriebe in kleinere, unwirtschaftliche Parzellen verhindern sowie die “Volksernahrung” sicherstellen sollten, konnen diese Zielsetzungen heute angesichts tiefgreifender agrarstruktureller Veranderungen nicht mehr vollends uberzeugen. Im Zentrum steht nun vielmehr der Erhalt einer multifunktionalen Landwirtschaft, die dadurch charakterisiert ist, dass neben der klassischen Nahrungsmittelproduktion in besonderem Masse regionalpolitische, gesellschaftliche, okologische, kulturelle und soziale Funktionen ubernommen werden. Ausserdem kann die geltende Rechtslage den modernen Realitaten landwirtschaftlicher Betriebe nicht hinreichend Rechnung tragen. So hat etwa die Fuhrung eines landwirtschaftlichen Betriebes zunehmend an Komplexitat gewonnen, Familienstrukturen sind diverser geworden und es ist eine forciertere Nachlassplanung zu beobachten. Angesichts dramatischer Umbruche in der Landwirtschaft besteht gleichwohl ein gesteigertes Bedurfnis nach einem besonders ausgestalteten Erbrecht. Elna Wesener entwickelt einen Reformvorschlag, der auf einen gerechten Interessenausgleich zwischen den weichenden Erben und Pflichtteilsberechtigten einerseits und dem Betriebsnachfolger andererseits bedacht ist.

A. Historische Entwicklung des landwirtschaftlichen Sondererbrechts I. Die Anfange des Anerbenrechts II. Die Einflusse der Bauernbefreiung auf das Anerbenrecht III. Gesetzgeberische Aktivitaten seit Mitte des 19. Jahrhunderts IV. Entstehung des BGB-Landguterbrechts V. Bestrebungen einer reichsgesetzlichen Anerbengesetzgebung in der Weimarer Republik VI. Agrarpolitische Gesetzgebung im Nationalsozialismus VII. Anerbenrecht in der Nachkriegszeit B. Die durch den agrarstrukturellen Wandel veranderten Realitaten der Landwirtschaft und deren Auswirkungen auf die Zielsetzungen des landwirtschaftlichen Sondererbrechts I. Zielsetzungen des landwirtschaftlichen Sondererbrechts II. Veranderte Realitaten in der Landwirtschaft als Anlass zur Neuformulierung der Zielsetzungen des landwirtschaftlichen Sondererbrechts? III. Fazit C. Heute geltende Rechtslage I. Bundeseinheitliche Regelungen II. Partielles Bundesrecht: Nordwestdeutsche Hofeordnung (HofeO) III. Landesanerbengesetze IV. Fazit D. Verfassungsrechtliche Rechtfertigung des landwirtschaftlichen Sondererbrechts I. Vereinbarkeit mit der Eigentums- und Erbrechtsgarantie gemass Art. 14 Abs. 1 S. 1 GG II. Vereinbarkeit mit Art. 3 Abs. 1 GG III. Fazit E. Rechtspolitische Diskussion I. Vorschlage aus der Literatur II. Stellungnahme und eigener Reformvorschlag III. Fazit Schlussbetrachtung und Ausblick ~GER~A. Historische Entwicklung des landwirtschaftlichen Sondererbrechts I. Die Anfange des Anerbenrechts II. Die Einflusse der Bauernbefreiung auf das Anerbenrecht III. Gesetzgeberische Aktivitaten seit Mitte des 19. Jahrhunderts IV. Entstehung des BGB-Landguterbrechts V. Bestrebungen einer reichsgesetzlichen Anerbengesetzgebung in der Weimarer Republik VI. Agrarpolitische Gesetzgebung im Nationalsozialismus VII. Anerbenrecht in der Nachkriegszeit B. Die durch den agrarstrukturellen Wandel veranderten Realitaten der Landwirtschaft und deren Auswirkungen auf die Zielsetzungen des landwirtschaftlichen Sondererbrechts I. Zielsetzungen des landwirtschaftlichen Sondererbrechts II. Veranderte Realitaten in der Landwirtschaft als Anlass zur Neuformulierung der Zielsetzungen des landwirtschaftlichen Sondererbrechts? III. Fazit C. Heute geltende Rechtslage I. Bundeseinheitliche Regelungen II. Partielles Bundesrecht: Nordwestdeutsche Hofeordnung (HofeO) III. Landesanerbengesetze IV. Fazit D. Verfassungsrechtliche Rechtfertigung des landwirtschaftlichen Sondererbrechts I. Vereinbarkeit mit der Eigentums- und Erbrechtsgarantie gemass Art. 14 Abs. 1 S. 1 GG II. Vereinbarkeit mit Art. 3 Abs. 1 GG III. Fazit E. Rechtspolitische Diskussion I. Vorschlage aus der Literatur II. Stellungnahme und eigener Reformvorschlag III. Fazit Schlussbetrachtung und Ausblick,

Einleitung
A. Historische Entwicklung des landwirtschaftlichen Sondererbrechts
I. Die Anfänge des Anerbenrechts
II. Die Einflüsse der Bauernbefreiung auf das Anerbenrecht
III. Gesetzgeberische Aktivitäten seit Mitte des 19. Jahrhunderts
IV. Entstehung des BGB-Landguterbrechts
V. Bestrebungen einer reichsgesetzlichen Anerbengesetzgebung in der Weimarer Republik
VI. Agrarpolitische Gesetzgebung im Nationalsozialismus
VII. Anerbenrecht in der Nachkriegszeit
B. Die durch den agrarstrukturellen Wandel veränderten Realitäten der Landwirtschaft und deren Auswirkungen auf die Zielsetzungen des landwirtschaftlichen Sondererbrechts
I. Zielsetzungen des landwirtschaftlichen Sondererbrechts
II. Veränderte Realitäten in der Landwirtschaft als Anlass zur Neuformulierung der Zielsetzungen des landwirtschaftlichen Sondererbrechts?
III. Fazit
C. Heute geltende Rechtslage
I. Bundeseinheitliche Regelungen
II. Partielles Bundesrecht: Nordwestdeutsche Höfeordnung (HöfeO)
III. Landesanerbengesetze
IV. Fazit
D. Verfassungsrechtliche Rechtfertigung des landwirtschaftlichen Sondererbrechts
I. Vereinbarkeit mit der Eigentums- und Erbrechtsgarantie gemäß Art. 14 Abs. 1 S. 1 GG
II. Vereinbarkeit mit Art. 3 Abs. 1 GG
III. Fazit
E. Rechtspolitische Diskussion
I. Vorschläge aus der Literatur
II. Stellungnahme und eigener Reformvorschlag
III. Fazit
Schlussbetrachtung und Ausblick

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