Grundsätze im methodischen Umgang mit der Dynamik des Europäischen Prozessualen Sekundärrechts.
Untersucht am Beispiel des Wohnsitzgerichtsstands des Geschädigten nach Art. 13 Abs. 2 i.V.m. Art. 11 Abs. 1 lit. b EuGVO.
By (author) Christian Philipp Kalusa
Paperback (Published)
(May 2021)
ISBN: 9783428181940
6.18 x 9.17 inches
Price: $101.00
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Im Kern der Diskussion der Arbeit steht dabei die grundsätzliche Frage, ob das im Rahmen der fortschreitenden Evolution des Sekundärrechts neu erlassene oder abgeänderte Recht auch bei der Anwendung und Auslegung des bereits bestehenden, unverändert gebliebenen Sekundärrechts zu beachten ist. Diese bei der Anwendung des Sekundärrechts zu beachtende methodische Besonderheit, die auch als ›Evolutive Auslegung‹ des Rechts bezeichnet wird, wird anhand eines Beispiels, dem Wohnsitzgerichtsstand des Geschädigten nach Art. 13 Abs. 2 i.V.m. Art. 11 Abs. 1 lit. b EuGVO, untersucht.
Durch die fortschreitende wirtschaftliche und politische Integration der Mitgliedstaaten befindet sich die Rechtsordnung der Europaischen Union im fortschreitenden Wandel. Insbesondere mit Blick auf das Europaische Sekundarrecht fuhrt dieser Wandel zu einer stetigen Evolution des Rechts. Fur den Rechtsanwender stellt sich daher die Frage, wie mit dem Wandel im systematischen Umfeld des bestehenden Unionsrechts methodisch umzugehen ist. Im Kern der Diskussion der Arbeit steht dabei die grundsatzliche Frage, ob das im Rahmen der fortschreitenden Evolution des Sekundarrechts neu erlassene oder abgeanderte Recht auch bei der Anwendung und Auslegung des bereits bestehenden, unverandert gebliebenen Sekundarrechts zu beachten ist. Diese bei der Anwendung des Sekundarrechts zu beachtende methodische Besonderheit, die auch als Evolutive Auslegung des Rechts bezeichnet wird, wird anhand eines Beispiels, dem Wohnsitzgerichtsstand des Geschadigten nach Art. 13 Abs. 2 i.V.m. Art. 11 Abs. 1 lit. b EuGVO, untersucht.
1. Einführung in das Thema
Eigenständigkeit des Unionsrechts – Problemaufriss – Gang der Untersuchung – Aufbau der Arbeit
2. Die Dynamik des Europäischen Sekundärrechts
Dynamik als Grundprinzip der Europäischen Rechtsordnung – Dynamische Entwicklung des Europäischen Zivilprozessrechts – Exkurs: Der »Spillover-Effekt« – Innere Ordnung des Europäischen Sekundärrechts – Zusammenfassung
3. Die Methodik des Europäischen Sekundärrechts
Einführung in die Methodik des Unionsrechts – Die Rechtsprechung des EuGH als Rechtsquelle des Unionsrechts – Die Auslegung des europäischen Sekundärrechts
4. Der eigene Wohnsitzgerichtsstand des Geschädigten
Zeitliche Entwicklung – Verkehrsopferschutz und Zuständigkeiten der angerufenen Gerichte – Der Meinungsstreit in Literatur und Rechtsprechung
5. Grundsätze der dynamischen Auslegung des Sekundärrechts
Ein Recht im Werden – Abgrenzung von der dynamischen Auslegung des Primärrechts – Methodischer Umgang mit der Dynamik
Schlussbetrachtung
Abbildungs-, Literatur- und Sachwortverzeichnis
- By (author) Christian Philipp Kalusa
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