Gesundheitsbezogene Selbsthilfe in Deutschland.

Zu Genealogie, Gestalt, Gestaltwandel und Wirkkreisen solidargemeinschaftlicher Gegenseitigkeitshilfegruppen und der Selbsthilfeorganisationen.

By (author) Frank Schulz-Nieswandt By (author) Francis Langenhorst

Book cover: Gesundheitsbezogene Selbsthilfe in Deutschland.

Extent: 145 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Law, Religious Studies

Series: Schriften zum Genossenschaftswesen und zur Öffentlichen Wirtschaft

Series volume number: 43

Language: German

Paperback (Published)

(May 2015)

ISBN: 9783428146796

6.18 x 9.17 inches

Price: $89.00

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Die Gesundheitsselbsthilfebewegung ist zu einer tragenden Säule des Gesundheitswesens geworden: als – genossenschaftsartiges – Gruppengeschehen, im Sozialraum, in der gemeinsamen Selbstverwaltung. Ihre Wirkungen sind beträchtlich. Im Spannungsfeld zwischen Autonomie und Funktionalität zeichnen sich im Kontext der öffentlichen Förderung aber auch Ambivalenzen ab. Die Studie ist theoriefundiert und interdisziplinär angelegt.


»Health-Related Self-Help Movement in Germany«

The health-related self-help movement is important in Germany. In the context of a multi-level analysis different functionalities are to be observed: the coping-function of mutual help groups, the local role of the mutual logic (principle of reciprocity) of self-help groups and the health policy participation of the self-help organizations. Self-help groups and organizations are promoted by public financial support, not without ambivalences because of the conflict between autonomy and public control.

Orientierende Vorbemerkungen und Darlegung des Forschungszusammenhangs

A. Zugänge und Grundlagen

Aufgaben/Ziele der Analyse – Was meint Morphologie? – Zur Morphologie: Die Nähe zu Sozialgenossenschaften – Das Gierke'sche Referenzsystem – Terminologie-Kontroversen: mehr als ein Streit um Worte – Ordnungspolitische Überformungen: Von den Diskursen der 1980er/90er Jahre zu aktuellen Staatlichkeitsdebatten

B. Dimensionen und Aspekte einer Ambivalenzanalyse des Feldes

Ambivalenzen im Feld – Wurzeln der Ambivalenzen – Selbsthilfe und Sozialraumentwicklung

C. Zur Wirkungsanalyse im Feld

Zur Analyse der Funktionalitäten der Gesundheitsselbsthilfegruppen mit Blick auf das Versorgungsprozessgeschehen – Die These der (verdeckten) Gemeinwirtschaftlichkeit von Genossenschaftsgebilden – Selbsthilfegruppen als Teil steuernder regionaler Pflegekonferenzen?

D. Aspekte rechtlicher Regime

Wettbewerbsrechtliche Aspekte – Sozialrechtliche Aspekte

E. Das Feld als empfindsame Kulturlandschaft

F. Zusammenfassung und Ausblick

Zusammenfassung ausgewählter Aspekte aus der Studie – Die Studie im Lichte der empirischen Befunde der anderen SHILD-Forschungs-Module – Fazit zur Ambivalenzproblematik – Ausblick

Literaturverzeichnis

Stichwortverzeichnis

  • By (author) Frank Schulz-Nieswandt
  • By (author) Francis Langenhorst

»Das Buch ist breit interdisziplinär (anthropologisch, gesundheitspolitisch, sozialpolitisch, soziologisch, medizinisch, sozialpsychologisch, genossenschaftswissenschaftlich) angelegt, was bei diesem Thema grundlegend ist und ein breites Zielpublikum anspricht: Studierende, Wissenschaftler und Praktiker, und da besonders die Akteure der Gesundheitsselbsthilfelandschaft. Ihnen werden die Vielschichtigkeit und die Spannungsverhältnisse, aber auch die Chancen der Teilhabe am Geschehen einer ›neuen‹ Selbsthilfekultur offengelegt. Nicht verschwiegen werden soll, dass die Studie des Buches ein Dranbleiben erfordert und ein Einlassen auf komplexe, aber eben hochinteressante Sachverhalte.« Ursula Köstler, in: Zeitschrift für öffentliche und gemeinwirtschaftliche Unternehmen, 38. Jg., 4/2015

»Man kann sich der Zusammenfassung der Autoren anschließen, die Studie als umfassende und interdisziplinär orienierte Gesamtanalyse zu klassifizieren. Sie bietet dem Leser eine überraschend vielfältige Beleuchtung des komplexen Systems und arbeitet Ansätze zu vertiefender Analysearbeit heraus. [...] ein Gewinn für den interessierten Leser.« Bruno Weber, in: Zeitschrift für das gesamte Genossenschaftswesen, 4/2015

»Die Autoren behandeln ihr Thema innovativ, werfen interessante Fragen auf, haben unkonventionelle Sichtweisen und viele neue Gedanken und Überlegungen. Dass die Anwendung des Modells der Genossenschaft auf die Selbsthilfe durchaus produktiv ist, beweist die Studie.« Dr. Alexander Brandenburg, auf: socialnet, 25.08.2015

»Die Schreibweise des Buches ist anspruchsvoll, jedoch verständlich und nachvollziehbar. Der Aufbau des Buches ist stringent und das Stichwortverzeichnis erlaubt es dem Leser, gezielt Dinge nachzuschlagen. [...] Das Buch ermöglicht einen sehr umfassenden Einblick in die Thematik und ist vor allem für Leser, die sich mit der behandelten Thematik beschäftigen, sehr zu empfehlen. Die Autoren beleuchten die gesundheitsbezogene Selbsthilfe aus verschiedenen Sichtweisen und ermöglichen hierdurch einen umfassenden Eiblick in die Thematik.« Prof. Dr. Holger Pfaff und Sabrina Zeike, in: Das Gesundheitswesen, 3/2016